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Cadillac Grand Prix

2014
Pirelli World Challenge
AMERICAN
SPORTSCAR.racing

Road America / Elkhart Lake / Wisconsin / USA

19.06. - 21.06.2014
GT #1 GT #2   TC #1 TC #2   Bericht
 

 
Bericht Stefan Volk
 
 
Bilder von Pirelli World Challenge
 

 

Nach einem privaten Test auf dem Barber Motorsports Park gibt Dyson Racing mit dem Bentley Continental GT3 sein Debüt in der Pirelli World Challenge. Neben den GT-Fahrzeugen treten die Tourenwagen am selben Wochenende ebenfalls ihre 7. und 8. Rennen an.

Ebenfalls mit dabei ist das Team Reiter Engineering mit zwei Lamborghini Gallardo für den Brasilianer Marcelo Hahn und den Tschechen Tomas Enge.

Aufgrund schlechter Wetterbedingungen am Freitag wurde das Qualifying abgesagt. Die Startreihenfolge zu Rennen eins wurde dann analog des aktuellen Punktestandes aufgestellt. Somit muss Butch Leitzinger im Bentley am Ende des GT/GTA-Feldes starten. Polesitter ist somit Johnny O'Connell im Cadillac vor Anthony Lazzaro im Ferrari und Andrew Palmer im Audi R8.


Wohl durch ein Problem mit der Launch-Control legt Polesitter O'Connell beim stehenden Start einen kapitalen Frühstart hin. Irritiert durch den Frühstart kommen Lazzaro und Palmer nur schleppend von der Stelle. Durch die Rückstauung muss Dan Knox in der SRT-Viper in die mittlere Spur ausweichen. Dort zieht aber gerade Henrik Hedman im DragonSpeed Ferrari hinein. Dahinter muss Robert Thorne im McLaren über die Wiese ausweichen. Auch Marcelo Hahn im Lamborghini muss über die Wiese und kommt dann ins trudeln und knallt in Michael Mills Porsche GT3-R und wird zurück über die Wiese in die Betonmauer geschleudert. Für Hahn und Mills ist das Rennen bereits beim Start zu Ende.

Butch Leitzinger würgt bei der Bentley-Premiere am Start den Motor ab und muss die Hälfte des GTS-Feldes an sich vorbei ziehen lassen bis er wieder in Fahrt kommt.


Während O'Connell dem Feld rund 2 Sekunden enteilt ist, holt sich sein Teamkollege Andy Pilgrim Position zwei von Anthony Lazzaro, der zudem mächtig Druck durch die beiden Audi-Piloten Andrew Palmer und Mike Skeen gerät. Mit etwas Abstand folgen Nick Mancuso im Ferrari, Tim Bergmeister im Porsche, James Sofronas im Audi und Alex Figge im McLaren.

Zum nächsten Zwischenfall kommt es als sich Dan Knox in der SRT-Viper und Tomas Enge im Lamborghini sich nicht über die Vorfahrt einig sind. Auch für diese beiden Kontrahenten ist das Rennen nach wenigen Runden bereits vorbei.

In Runde 3 kommt Frühstarter O'Connell zu seiner Stopp & Go Strafe hinein und fällt ans Ende des Feldes zurück. Doch die Cadillac's sind an diesem Wochenende stark und so kann er sich bis zin die Mitte des Feldes zurückkämpfen.

Durch einen Abflug im hinteren Streckenbereich sorgt Henrik Hedman im Ferrari für eine Nachtschicht beim DragonSpeed Team.

Riesen Pech hat auch Anthony Lazzaro im Ferrari als er seine Kontrahenten mit einem Plattfuss hinten links an sich vorbei ziehen lassen muss. Der nun Drittplatzierte Tim Bergmeister im Porsche GT3-R wird kurz darauf von zwei Audi R8 und den beiden McLaren bedrängt. Da sich diese aber nicht gegenseitig im Weg stehen kann Bergmeister einige Autolängen Vorsprung herausfahren.

Nach den Problemen am Start liegt Butch Leitzinger im Bentley Continental bereits auf dem achten Platz.

Der Zweitplatzierte Mike Skeen hat unterdessen die Verfolgung des gut 5 Sekunden enteilten Andy Pilgrim aufgenommen.

In der GTS-Klasse haben sich die beiden Kia Optima mit Niclas Jönsson und Mark Wilkins an die Spitze gesetzt. Dahinterstreiten sich Jack Baldwin im Porsche Cayman und Andy Lee im Chevy Camaro um den letzten Podiumsplatz.

Durch jede Menge Verkehr auf der Strecke kann Mike Skeen den Rückstand zu Andy Pilgrim schnell wettmachen und hängt seinem Konkurrenten 18 Minuten vor Rennende bereits im Heck und kann diesen in der letzten Kurve hinter sich lassen. Pilgrim kann die Speed von Mike Skeen nur schwer mitgehen. Von hinten rücken Tim Bergmeister im Porsche und Robert Thorne im McLaren mit großen Schritten immer näher.  Zum Rennende hin kann sich Pilgrim dann auch nicht länger den Attacken der beiden erwehren und landet letztlich auf Platz 4.

 


Der Sieg in der GT-Klasse geht somit an Mike Skeen im Auri R8 vom Team CRP Racing, vor Robert Thorne im K-Pax McLaren 12C in Tim Bergmeister im Effort Racing Porsche GT3-R.

In der Amatuer-Klasse holt sich mit Platz 10 Tim Pappas im Black Swan Racing Mercedes AMG SLS GT3 den Sieg.

Butch Leitzinger platziert den Bentley Continental auf Platz 6 und holt sich mit der zweitschnellsten Rennrunde Startplatz zwei für das Rennen am Samstag.

In dem Tourenwagen-Rennen vor dem 1. Lauf der GT-Klassen endete mit einem Sieg von Steven Doherty im Skullcandy Nissan  Altima vor Michael DiMeo im Compass360 Honda Civic sowie Adam Poland im Eastex Mazda MX-5 Miata.


In den kleinen Klassen holten sich Shea Holbrook und Paul Holton auf ihren Shea Racing Honda Civic bzw. Fit den Klassensieg.

Im zweiten Tourenwagen-Rennen konnte sich dann Adam Poland durchsetzen und siegt vor Michael DiMeo und Bryan Heitkotter im zweiten Skullcandy Nissan Altima.

In den beiden kleinen Klassen konnten Shea Holbrook und Paul Holton erneut vor ihren Kontrahenten durchsetzen und holten die Klassensiege.

 

 

 

 

Im GT-Lauf am Samstag würgte Butch Leitzinger dieses mal seinen Dyson Racing Bentley Continental zwar nicht ab, kam aber dennoch nur schleppend von der Stelle und musste zusehen wie Nick Mancuso im Ferrari, Robert Thorne im McLaren und Johnny O'Connell im Cadillac an ihm vorbeizog.

Wie schon im ersten Lauf sind die beiden Cadillac's zu Beginn des Rennens extrem Stark und so holt sich O'Connell noch in der ersten Runde die Führung von Mike Skeen im Audi R8. Robert Thorne im McLaren hingegen geht im Kampf mit einen der GMG Audi R8 die Strecke aus, dreht sich in Kurve 6 hinaus und muss sich hinten im Feld wieder einordnen.

 


Aufgrund eines heftigen Crashs kommt es in Runde 5 zur ersten Gelbphase. Nach einer Berührung zwischen Anthony Lazzaro im #61 Risi-Ferrari und Alex Figge im #9 K-Pax McLaren in Kurve 1 knallen beide Piloten hart in die Begrenzungsmauer ein. Figge wird durch den Einschlag in einen mehrfachen Dreher versetzt und schliddert mit einer riesigen Rauchwolke nach sich ziehend auf der Wiese bis kurz vor Kurve 2 hinunter. Erst als sich die Rauchschwaden langsam verziehen ist das gesamte Ausmaß sichtbar. Fast die ganze gerade entlang liegen dutzende Trümmerteile.

Doch beide Piloten haben mächtig viel Dusel und können aus eigener Kraft nahezu unverletzt ihr Fahrzeug verlassen.

Die Bergung der beiden Wracks zog sich lange hin und so wurde erst in Runde 11 das Rennen wieder frei gegeben.

 

Beim Restart kann sich Andy Pilgrim im Cadillac zunächst hinter seinen führenden Teamkollegen Johnny O'Connell setzen. Doch Mike Skeen im Audi gibt nicht auf und zieht wieder an Pilgrim vorbei. Kurz darauf schnappt er sich auch noch O'Connell und gibt die Führung un den letzten 5 Runden nicht mehr ab.

In der GTS-Klasse entbrennt in der Endphase ein Dreikampf um die zweite Position hinter dem führenden Niclas Jönsson zwischen den Ford Mustang-Piloten Tony Buffomante, Jack Roush jr. und Dean Martin. Am Ende ist der Roush jr. der sich vor Buffomante und Martin über die Ziellinie geht.

Butch Leitzinger im Bentley Continental verpasst am Ende ganz knapp sein erster Podiumsplatz und kommt hinter Skeen, Pilgrim und O'Connell als vierter ins Ziel.