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Honda Indy at Streets of Toronto

2014
Pirelli World Challenge
AMERICAN
SPORTSCAR.racing

Exhibition Place / Toronto / Ontario / Kanada

18.07. - 20.07.2014
GT #1 GT #2   Bericht
 

 
Bericht Stefan Volk
 
 
Bilder von Pirelli World Challenge
 

 

Gut ein Monat nach dem letzten GT-Rennen der Pirelli World Challenge haben sich 41 Teams in Toronto eingetroffen um neben dem Indycar-Rennen an den beiden 50-minütigen Rennen teilzunehmen.

Neben dem Gaststart von Nick Tandy auf einem dritten EFFORT Porsche GT3 ist auch Kuno Wittmer bei seinem Heim-GP eine der beiden Dodge Viper SRT GT3-R zu pilotieren. Zwei weitere Viper's, der alten Coupe-Variante, werden durch Fred Roberts und Jean-Francois Dumoulin gesteuert. Auch Reiter Engineering ist wieder mit einem Lamborghini für Marcelo Hahn und für Prinz Albert von Thurn und Taxis dabei.

Im ersten Training lagen zunächst die beiden Cadillac's an der Spitze, doch die beiden Gaststarter Wittmer und Tandy liegen nur wenige Zehntel dahinter.
 

Im zweiten Training lag dann Nick Tandy vorne und holt sich kurz darauf auch die Pole-Position vor Wittmer, Anthony Lazzaro im R.Ferri Ferrari #61, Mike Skeen im #2 CRP Audi R8 und dem besten Cadillac von Johnny O'Connell.

Bereits in der ersten Runde kracht es mehrfach. Gleich in Turn 1 wird Brent Holden (#44) von seinem Teamkollegen Bret Curtis (#32) im GMG Audi R8 umgedreht. Einige Kontrahenten, darunter auch Viper-Pilot Fred Roberts kollidieren in der engen Kurve mit dem liegen gebliebenen Holden. Im Stau knallt dann auch GTS-Polesitter Niclas Jönsson der Aston-Martin Pilot Drew Regitz ins Heck. Für mehr als ein halbes Dutzend ist in der ersten Runde das Rennen beendet.
 

Einige Piloten strandeten auf der Piste und auch jede Menge Debris ist über der Strecke verteilt, sodass die Rennleitung eine erste Gelbphase ausrufen muss.

Nach einer rundenlanger Säuberung der Strecke geht es dann in Runde 6 unter Renntempo weiter. Gleich am Start zieht Nick Tandy dem Rest des Feldes um längen davon.

Ein Kontakt zwischen Andrew Palmer im #21 GMG Audi R8 und Mike Skeen im #2 CRP Audi R8 bleibt bis auf einen Dreher von Palmer ohne weitere Folgen.

Im Kampf um die Spitze der GTS-Klasse wird man durch langsame Fahrzeuge aus der größeren GT-Klasse aufgehalten. Hierbei kommt es zum Kontakt mit Walt Bowlin im #23 M1 Audi R8, der einige Runden lang in der Auslaufzone von Turn 1 steht bis er das Rennen fortsetzen kann.

Durch den Dreikampf um die GTS-Spitze wird dann der Gesamtführende Nick Tandy im #414 EFFORT Porsche GT3 aufgehalten, sodass Kuno Wittmer in der #92 SRT Dodge Viper wieder einige Meter gutmachen kann.

Nach einem kurzen touchieren des Lamborghini-Hecks vom GT-A-Führenden Prinz Albert von Thurn und Taxis (#24) durch den Bentley-Pilot Butch Leitzinger (#08) auf der schnellen Geraden zwischen Turn 2 und 3 knallt der Lamborghini heftig in die seitliche Betonmauer ein. Beide Fahrzeuge stranden in der Auslaufzone. Während der Lamborghini mit schwer beschädigter Front abgeschleppt werden muss kann Leitzinger sein Fahrzeug noch einmal Richtung Box schleppen - muss dann aber ebenfalls das Rennen vorzeitig beenden. Zur Bergung des Lamborghinis und einiger Trümmerteile auf der Strecke kommt es zur nächsten Gelbphase.

Beim Restart mit etwas weniger als 10 Minuten auf der Uhr geht es Tandy diesmal extrem langsam an und gibt nach der Freigabe wieder mächtig Gas. Kuno Wittmer gerät dann auf der Anfahrt zu Turn 1 durch Cadillac-Pilot Johnny O'Connell unter Druck, kann diesen aber geschickt hinter sich lassen.

In Turn 2 geraten dann Anthony Lazzaro im #61 Ferri Ferrari und Robert Thorne im #6 K-Pax McLaren in die Wolle. Lazzaro steht kurz quer, bekommt sein Fahrzeug aber wieder unter Kontrolle und verliert nur wenige Positionen. Kontrahent Thorne hingegen muss mit einem Plattfuss vorne links die Box ansteuern.

Zum Rennende gibt es dann noch einmal zwei tolle Zweikämpfe um Platz eins zwischen Nick Tandy (#41) und Kuno Wittmer (#92) sowie um Platz drei zwischen Johnny O'Connell (#3) und Mike Skeen (#2).

Doch sowohl Tandy als auch O'Connell können bis zur Zielflagge ihre Position behaupten.

In der GT-Amateur gewinnt Marcelo Hahn im #0 Reiter Lamborghini vor Michael Mills im #31 EFFORT Porsche GT3 und Henrik Hedman im #10 DragonSpeed Ferrari.

In der kleinen GTS-Klasse holt sich Dean Martin im #50 Rehagen Ford Mustang den Sieg vor Lawson Aschenbach im #1 BlackDog Camaro und Jack Roush junior im #60 Roush Ford Mustang.

 

 

 

Dank der schnellsten Rennrunde am Samstag geht Mike Skeen im #2 CRP Audi R8 beim zweiten Rennen am Sonntag morgen von der Pole ins Rennen.

Nach dem Start zieht auf der langen Geraden zwischen Turn 2 und 3 der von Startplatz zwei ins Rennen gegangene Kuno Wittmer in der #92 SRT Dodge Viper problemlos an Skeen vorbei und setzt sich gleich wieder einige Autolänge ab.

Rundenlang geben sich Skeen und der der Sieger von Vortag, Nick Tandy, ein tolles Duell um Platz zwei. Bei der Anfahrt zu Turn 1 kommt dann Tandy an Skeen vorbei und kann sich an Wittmer's Heck hängen. Doch von hinten kommt auch Anthony Lazzaro im #61 Ferri Ferrari angeflogen.



Tandy und Wittmer geben sich an der Spitze ein harten aber fairen Zweikampf. Tandy zieht immer wieder neben Wittmer. Selbst als Wittmer, durch Tandy angeschoben, quer stellt behält Wittmer die Oberhand.

Zur einzigsten Gelbphase im Rennen kommt es in Runde 13 als Bret Curits im #32 GMG Audi und Walt Bowlin im #23 M1 Audi R8 sich in Turn 3 behaken und in Turn 4 auf der Strecke liegen bleiben.

Bei Restart übernimmt Lazzaro Platz drei von Mike Skeen. Wie schon vor der Gelbphase geben sich Wittmer und Tandy ein heftiges Duell um die Führung. In Runde 23 kommt es dann 8 Minuten vor Ende zum rennentscheidenden Kontakt zwischen Wittmer und Tandy als Tandy mit Gewalt in Turn 1 an seinem Kontrahenten innen vorbei will. Tandy gerät auf de Curb und dreht sich.

Als Tandy seinen Wagen wieder in Fahrtrichtung gestellt hat kommt von hinten Nick Mancuso im #16 Ferri Ferrari angeflogen und knallt Tandy mit voller Geschwindigkeit aufs Heck. Für Tandy ist das Rennen noch vor Ort zu Ende. Mancuso schleppt sich mit defekter Frontpartie und einem schleifenden Reifen noch an die Box, muss dort aber auch sein Auto abstellen.

Hinter Wittmer nähert sich nun Anthony Lazzaro im zweiten #61 Ferri Ferrari sowie Mike Skeen im #2 CRP Audi R8.

In den letzten paar Runden treffen dann die führenden beider Klassen aufeinander. Während Wittmer und Lazzaro im Verkehr am besten durchkommen bleibt Skeen im Feld der Überrundeten stecken.

 

Bis zum fallen der Zielflagge kam Lazzaro aber nicht mehr an der Viper vorbei und so sichert sich Wittmer bei seinem Heimrennen erfolgreich den Sieg. "Es gibt nicht viele Kanada-Events bei den nordamerikanischen Serien. Wenn man also die Chance bekommt solch ein Event anzuführen ist ein ganz besonderes Gefühl."

Auch in der GTS-Klasse gewann mit Mark Wilkins auf dem Kinetic Kia Optima ein Einheimischer.

In der Meisterschaft führt Johnny O'Connell mit 1038 Punkten vor Mike Skeen mit 930 Punkten, Andy Pilgrim mit 882 Punkten, Andrew Palmer mit 867 Punkten und Anthony Lazzaro mit 859 Punkten.

In der Amatuer-Wertung führt aktuell DragonSpeed-Pilot Henrik Hedman und in der GTS-Klasse Mark Wilkins vor Dean Martin und Niclas Jönsson.