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Mid-Ohio Sports Car Challenge presented by StopTech

2014
Pirelli World Challenge
AMERICAN
SPORTSCAR.racing

Mid-Ohio Sports Car Course / Lexington / Ohio / USA

01.08. - 03.08.2014
GT #1 GT #2   TC #1 TC #2   Bericht
 

 
Bericht Stefan Volk
 
 
Bilder von Pirelli World Challenge
 

 

Beim Rennen in Mid-Ohio geht an diesem Wochenende das größte Feld der Saison an den Start. Insgesamt 78 Teams haben sich für das Rennen angemeldet. Unter den Teilnehmern sind 23 Fahrzeuge in der GT/GTA-Klasse und 28 in der GTS gemeldet.

Aufgrund des weltweiten Interesses an der Serie erwartet man für das kommende Jahr aktuell ein Feld von 35 GT/GTA und 40 GTS-Fahrzeuge. Einige Veranstaltungsorte wie Mid-Ohio erlauben aufgrund der kleinen Boxengasse nur ein Feld von maximal 70 Fahrzeugen.

Wie bei der TUDOR United SporsCar Challenge überlegt man daher ab der kommenden Saison noch mehr geteilte Rennläufe durchzuführen und dabei auch Einzelläufe für die GT/GTA und der GTS einzuführen.


Lange erwartet gibt an diesem Wochenende der Acura TLX-GT vom Team RealTime Racing teil. Serien-Veteran und Teameigner Peter Cunningham absolvierte Anfangs der Woche einen Shakedown des 4-Rad getriebenen turbogeladenen Biestes.

Nach dem Crash in Toronto wurde das Team von Ferri Motorsports mit der Reparatur des Ferrari 458 Italia GT3 von Nick Mancuso nicht fertig und nimmt daher nur mit einem Fahrzeug für Anthony Lazzaro teil.

Nach dem Gaststart von Nick Tandy in Toronto gibt in Mid-Ohio der Brite Ryan Dalziel ein Gastspiel im EFFORT Racing Team und ersetzt dort Tim Bergmeister im #31 Porsche GT3. Da Tim Pappas nicht rechtzeitig vor Ort an der Strecke sein kann mit Spencer Pumpelly im Mercedes AMG SLS GT3 Platz.

Nach dem Toronto-Event gibt es eine handvoll Anpassungen der 'Balance of Performance'. So muss die Dodge Viper künftig mit einem kleineren Air-Restrictor auskommen, der McLaren hingegen bekommt 0.1 mBar mehr Boost und der Porsche muss 25-Pfund Balastgewicht aufnehmen.

Ab dem kommenden Rennen auf dem Sonoma Raceway (auch als Sears Point oder Infineon Raceway bekannt) wird Dyson Racing einen zweiten Bentley Continental GT3 für Guy Smith an den Start.

Im Training der GT-Klassen legte Anthony Lazzaro auf seinem #61 Ferri Ferrari die schnellste Runde auf den Asphalt und lies Gaststarter Ryan Dalziel im #31 EFFORT Porsche knapp 4-Zehntel hinter sich.


Im späteren Qualifying erreichte Lazzaro aber dann nur Platz 5. Vor ihm landeten Mike Skeen im #2 CRP Audi R8 auf Platz 1, die beiden McLaren von Alex Figge (#9) und Robert Thorne (#6) auf 2 und 3 sowie Gaststarter Dalziel.

Die Pole in der GT-Amateur Klasse holte sich Prinz Albert von Thurn und Taxis im #24 Reiter Lamborghini vor Michael Mills im zweiten (#41) EFFORT Porsche und Marcelo Hahn im #0 Reiter/Team Blau Lamborghini.

In der kleinen GTS-Klasse startet Lawson Aschenbach im #1 BlackDog Camaro vor Andy Lee im #20 BestIT Camaro und Niclas Jönsson im #36 Kinetic Kia Optima.

Bereits am Freitag ging es für die Tourenwagen ins erste 40-minütige Rennen.



Bei regnerischen Bedingungen geht es zunächst für einige Runden dem Safetycar hinterher. Als der Start dann freigegeben wurde fliegen einige Piloten auf der nassen Fahrbahn im "Keyhole" von der Strecke.

Michael DiMeo im #71 Compass360 Honda und Bryan Heitkotter im #Skullcandy Nissan Altima geben sich am Start ein heißes Duell. Heitkotter schafft es dann in Turn 8 an DiMeo innen vorbei zu ziehen gerät dann aber ins rutschen und dreht sich in Turn 9 hinein. Dank Frontantrieb schafft er es im wilden Drift den Wagen wieder gerade zu bekommen und verliert lediglich einen Platz an TCA-Pilot Jason Wolfe im #36 Kinetic Kia Forte.

Trotz des etwas kleineren Motors schafft es Wolfe sogar Polesitter DiMeo nun unter Druck zu setzen. Dahinter zieht Heitkotter wild driftend um die Strecke.

Auf der langsam abtrocknenden Strecke kann Wolfe dann aber die Speed von DiMeo nicht mehr mitgehen und fällt immer weiter zurück.

DiMeo zieht dem Feld immer weiter davon und liegt 10 Minuten gut eine halbe Runde vor den anderen. Lediglich Steven Doherty im zweiten #94 Skullcandy Nissan Altima kann auf Platz zwei liegend kann die Speed von DiMeo noch übertreffen und nähert sich seinem Kontrahenten mit großen Schritten immer mehr an.

Am Ende gewinnt DiMeo mit etwa 14 Sekunden Vorsprung auf Doherty, gefolgt von seinem Doherty's Teamkollegen Heitkotter, Tony Rivera im #08 Scion, Adam Ploand im #11 Mazda MX-5 und Ron Yarab im #72 Honda Civic. In der TCA gewinnt Wolfe vor Ernie Francis und Jason Cherry (beide auf Mazda MX-5). In der kleinsten Klasse sichert sich Tyler Palmer im #37 Mini Cooper den Sieg.

Am Samstag Vormittag geht dann die GT-Klasse in ihren ersten Lauf. Doch um die Strecke zieht Gewitterwolken auf. Mit einem stehenden Start geht dann das 48-Wagen-Feld ins Rennen.

Alex Figge im #9 K-Pax McLaren kommt schlecht von der Stelle und fällt auf Platz vier hinter Ryan Dalziel im #31 EFFORT Porsche und Johnny O'Connell im #3 Cadillac zurück. 'Two-Wide' geht es für Dalziel und O'Connell auf die "Esses" zu. Dalziel kann zunächst noch dagegenhalten, doch vor Turn 6 liegt O'Connell vorne.

Nach einem Dreher von Marcelo Hahn im #0 Reiter Lamborghini nach Turn 3 kommt es durch Ausweichversuche zu einem Massenunfall. Dabei geraten Buz McCall im #72 Porsche und Ric Bushey im #51 Nissan 370Z sowie Robert Stout im #86 Scion und Craig Capaldi im #68 Mustang aneinander.

Aufgrund der vielen Wracks am Eingang der "Esses" kommt es zur ersten Gelbphase im Rennen.

Beim Restart in Runde 6 holt sich Ryan Dalziel Position zwei von Johnny O'Connell zurück. Danach dauerte es nicht mehr lange bis die ersten Regentropfen herunter prasseln und die ersten Piloten ins schlingern geraten.

Während in Turn 1 einige Piloten unabhängig voneinander von der Strecke drehen kommt der Schotte Dalziel im Verkehr näher an den führenden Skeen heran.

Nach dem Abflug in Turn 3 von Dean Martin im #50 Mustang fliegen kurz darauf auch Jack Baldwin im #73 Porsche, Jack Roush junior im #60 Mustang sowie die beiden Aston-Martin Piloten Jorge de la Torre (#04) und Drew Regitz (#02) an der selben Stelle ins Kiesbett.

De la Torre überschlägt sich bei seinem Ritt über das Kiesbett beinahe noch als er mit voller Geschwindigkeit in den Reifenstapel einschlägt und neben seinem Teamkollegen landet. Erneut sieht sich die Rennleitung gezwungen eine Gelbphase einzuläuten.

Die Wolken reißen immer weiter auf und trotz Gelbphase rutschen auch jetzt wieder Piloten von der Strecke. Viele Teams entschieden sich auf Regenreifen zu Wechsel. Auch das Team von Mike Skeen zieht es vor ihren Piloten an die Box zu holen.

EFFORT Racing hingegen pokert wie einige andere Teams und bleibt auf den Slickreifen draußen. In Runde 19 ist die Strecke aufgrund des monsunartigen Regens unfahrbar geworden und die Rennleitung bricht das Rennen ab.


Sieger des Laufes wird somit Gaststarter Ryan Dalziel vor Johnny O'Connell und Mike Skeen.

In der GT-Amateur-Wertung siegt Dalziel's Teamkollege Michael Mills vor Jim Taggart im #7 Porsche und Prinz Albert von Thurn und Taxis im #24 Reiter Lamborghini.

In der kleinen Klasse siegt Lawson Aschenbach im #1 Camaro vor Alec Udell im #17 Ford Mustang und Niclas Jönsson im #36 Kinetic Kia Optima.

Am Nachmittag geht es dann auch der wieder abgetrockneten Piste für die Tourenwagen ins zweite Rennen. Polesitter fürs Rennen ist dank der schnellsten Rennrunde Steven Doherty im #94 Skullcandy Nissan Altima. Dahinter folgt der Vortagssieger Michael DiMeo im #71 Compass360 Honda Civic vor Bryan Heitkotter im zweiten #93 Skullcandy Nissan.
Am Start entbrennt ein fantastischer Vierkampf zwischen DiMeo, Heitkotter, Doherty und dem Mazda MX-5 Piloten Adam Poland (#11). Immer wieder ändern sich die Positionen. Erst als Heitkotter in Führung liegend in Turn 8 von der Strecke fliegt und sich die Radaufhängung hinten rechts beschädigt können DiMeo und Poland dem Rest des Feldes enteilen.

An der Spitze geben sich DiMeo und Poland weiterhin ein packendes Duell. Zeitmeise liegt Poland mit dem kleinen Miata vorne, bis sich DiMeo die Gesamtführung wieder zurückholen kann. Durch den Zweikampf kann Doherty wieder langsam aufschließen.

Auch im weiteren Verlauf wechselt immer wieder die Führung, doch DiMeo bewahrt die Ruhe und kann das Rennen kontrollieren.

Auch in den kleineren Klassen finden packende Führungskämpfe statt. In der TCB kann sich lange Brian Price im #51 Unlimited Honda Fit vorne behaupten, fällt dann aber bis zum Rennende hinter seinen Markenkontrahenten Chase Pelletier (#12) auf Platz zwei zurück.

Nach dem Sieg am Freitag holt sich, nach einem Dreher von Adam Poland im #12 Eastex Mazda MX-5, Michael DiMeo nach 40 Rennminuten auch im zweiten Lauf den Gesamtsieg vor Steven Doherty im #93 Skullcandy Nissan Altima.

Vor dem IndyCar Rennen am Sonntag gehen dann die GT-Piloten am frühen Nachmittag in ihr zweites Rennen.

 

Am Sonntag ging es dann für die GT/GTA und GTS-Klasse in das zwölfte Saisonrennen. Nach dem überraschenden Sieg am Vortag von Ryan Dalziel im #31 EFFORT Porsche GT3 durfte dieser aufgrund der schnellsten Rennrunde von der Pole aus starten.

Beim stehenden Start kommt Ryan Dalziel am besten weg und wird noch vor dem "Keyhole" von Johnny O'Connell im #3 Cadillac bedrängt.

Nach der ersten Runde dreht sich auf der Start/Ziel-Gerade Walt Bowlin im #23 M1 Audi R8 nach einer Berührung durch Alex Lloyd in der #12 CRP Corvette. Etliche Teams müssen durch die Wiese und das Kiesbett ausweichen. Fred Roberts in der #89 Viper verliert dadurch die Kontrolle über sein Auto und legt eine 360-Grad Drehung hin. Bowlin bleibt dann beim Versuch den Wagen auf die Strecke zurückzubringen quer über die Fahrbahn stehen.

Ein weiterer Zwischenfall passiert Robert Thorne im #6 K-Pax McLaren als er sich im "Keyhole" von der Strecke dreht.

Aufgrund der Abflüge ruft die Rennleitung kurz nach dem Start bereits die erste kurze Gelbphase aus.

Mit Vortriebsproblemen rollt Peter Cunningham im #42 Acura im "Keyhole" aus, kann aber wenig später das Rennen fortsetzen.

In einem packenden Zweikampf übernimmt Lawson Aschenbach im #1 BlackDog Camaro in der GTS-Klasse die Führung von Dean Martin im #50 Rehagen Ford Mustang, die er bis zum Ende des Rennens auch nicht mehr abgeben sollte.

 

Nach einem Dreher von Jorge de la Torre im #04 TRG Aston Martin vor der "Thunder Valley" kommt es zur nächsten Gelbphase als ihm der Motor abgestorben ist und nicht mehr starten kann.

Nach einer etwas länger dauernden Fahrzeugbergung geht das Feld für die letzten 7 Minuten noch einmal ins Rennen. Dalziel kann sich vom mittlerweile auf Platz zwei liegenden Mike Skeen im #2 CRP Audi R8 wieder absetzen.

Nach 50 Minuten macht Dalziel das Doppel sicher und holt beschert seinem Team den dritten Sieg in Folge für das EFFORT Racing Team. Dritter hinter Mike Skeen wird Anthony Lazzaro im #61 Ferri Ferrari. Sieger in der GT-Amateur-Wertung wird Dalziel Teamkollege Michael Mills vor Prinz Albert von Thurn und Taxis im #24 Reiter Lamborghini und Jim Taggart im eigenen #7 Porsche GT3.