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Ford Grand Prix at Miller by VP Fuels

2015
Pirelli World Challenge
www.americansportscar.de

Miller Motorsports Park / Tooele / Utah / USA

21.08. - 23.08.2015
GT #1 GT #2   GTS #1 GTS #2   TC #1 TC #2 TC #3   Bericht
 

 
Bericht Stefan Volk (americansportscar.de)
 
 
Bilder von Pirelli World Challenge
 

 

Wie schon im Premierenjahr des Bentley Continental, in der Pirelli World Challenge, greift Guy Smith wieder in das Lenkrad des zweiten Fahrzeuges von Dyson Racing und ersetzt dort Butch Leitzinger.

Die meisten Rennteams stecken bereits in der Planungsphase für die kommende Saison. Nachdem Black Swan Racing schon beim letzen Rennen nicht angetreten war und den Rest der Saison wohl auch aussetzen wird, verkündete man nun den Wechsel zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship und wird dort mit einem Porsche GT3-R einsetzen. Erst vor kurzem wechselte man vom Mercedes SLS AMG GT3 auf die Dodge Viper. Als Co-Pilot neben Tim Pappas hat man Nick Catsburg verpflichten können.




Bereits seit einiger Zeit, neben dem Einsatz in der Pirelli World Challenge, ist die Global Motorsports Group (GMG) auch im Lamborghini Cup unterwegs. Für 2016 möchte man den Einsatz dort noch vergrößern. Man hat aber auch Kunden an der Hand, die gerne in der PWC oder der IMSA Serie antreten möchte. Diesem ist Teamchef James Sofronas auch nicht abgeneigt, wünscht sich aber Unterstützung durch den italienischen Hersteller.

Ein weiterer bekannt gewordener Wechsel steht für die Mannschaft von Racers Edge Motorsports bevor. Das in Florida beheimatete Team plant aktuell den Wechsel vom Ford Mustang auf den SIN R1 GT4 mit dem man in der GTS-Klasse antreten möchte. Die bisher eingesetzten Mustang's hätte man eh aus reglementtechnischen Gründen in der Garage stehen lassen müssen.



Für K-Pax / Flying Lizard Racing beginnt das Wochenende alles andere als optimal. Nach dem freien Training zog man beide Wagen für das Wochenende zurück.

Aufgrund der in 1.341 Meter üNN gelegenen Strecke sah sich die Rennleitung gezwungen Anpassungen der Balance-of-Performance vorzunehmen. Da die Turbolader der McLaren schon werksseitig auf Maximum stehen, waren die Anpassungen für das Team unmöglich. Diese waren zwar schon Wochen vorher bekannt, fand dann aber trotz aller Bemühungen keine annehmbare Lösung.

Die Rennleitung versuchte das Team zu besänftigen, steht die Schub-Anpassung aufgrund der Höhenlagen bereits seit Einführung der GT3 feste im Reglement und betrifft neben McLaren auch die Fahrzeuge von Cadillac, Bentley, Acura und Nissan. Ob das Team bei den letzten beiden Events in Sonoma und Laguna Seca dabei sind ließ das Team offen.

Fans des Miller Motorsports Parks können aufatmen. Anfang Mai musste Tooele County und die Larry H. Miller Group als Inhaber der Strecke verkünden, dass die Strecke Ende Oktober aus finanziellen Gründen geschlossen werden müsse. Passend zum Rennen der Pirelli World Challenge, hat sich mit der Mitime Investment & Development Group einen Investor gefunden. Mitime gehört zum Firmengruppe von Geely, zum dem neben London Taxi auch seit 2010 der schwedische Autohersteller Volvo gehört.

Mitime lies sich die Strecke 20 Millionen US-Dollar kosten und will neben einem 6-8 Millionen teuren Streckenupdate eine Motocross-Strecke sowie ein 3/8-Meilen Oval auf dem Anwesen erstellen.




Aufgrund der vielen Unfälle beim stehenden Start setzt die Rennleitung künftig beim ersten Lauf auf einen fliegenden Start. Trotz eines Angriffs auf der äußeren Fahrbahn durch James Davison (#33 Always Evolving/AIM Autosports Nissan GT-R) kann sich Polesitter Johnny O'Connell (#3 Cadillac) durchsetzen. Davison gerät kurz darauf durch seinen Teamkollegen Bryan Heitkotter (#05 Nissan) unter Druck.

Bei der technischen Abnahme durchgefallen muss sich Guy Smith (#20 Dyson Bentley) vom Ende des Feldes nach vorne Kämpfen und zieht in der Startphase bereits auf Platz 16 vor.

Trotz des gut verlaufenen fliegenden Starts kommt es nach Runde eins zur ersten Gelbphase, da man sich im hinteren Feld um die Vorfahrt uneinig war und Bill Ziegler (#95 Turner BMW Z4) nach mehrfachem Kontakt liegen blieb.

Beim Restart in Runde vier ging es an der Spitze ohne Probleme weiter. Dahinter drehte sich Meisterschaftsanwärter Olivier Beretta (#61 Ferri Ferrari 458) auf der Start/Ziel-Geraden, konnte aber das Rennen ohne größeren Schaden fortsetzen.

Da sich die beiden Nissan-Teamkollegen Heitkotter (#05) und Davison (#33) beim Restart in turn 1 uneinig sind kann O'Connell schnell vom Rest des Feldes lösen.

Guy Smith (#20) hingegen pflügt sich immer weiter durchs Feld und liegt in Runde fünf bereits auf dem neunten Platz und bietet ihm die Chance auf einen rundenlangen Kampf mit einigen Kontrahenten wie Ryan Dalziel (#31 EFFORT Porsche) oder Nick Catsburg (#25 Blancpain Lamborghini).




Für Guy Smith geht der Vorwärtsdrang stetig weiter. Nach dem Überholen von Peter Cunningham (#42 RealTime Acura) ist Michael Lewis (#41 EFFORT Porsche) sein nächster "Kandidat". Unterdessen muss Chris Dyson (#16 Dyson Bentley) mit einem Reifenproblem vorne links an die Box und fällt weit zurück.

Der Kampf zwischen Colin Thompson (#11 Kelly-Moss) und Alec Udell (#17 GMG) im Porsche GT-Cup geht in Runde 21 in die entscheidende Phase. Der bis dahin in Führung liegende Thompson fuhr eine weite Linie und ermöglichte so seinem Kontrahenten sich neben ihm zu platzieren. Tür-an-Tür ging es durch mehrere Kurven ohne das sich einer signifikant durchzusetzen. Als Udell dann auf der Start/Ziel-Geraden eine halbe Wagenlänge vor Thompson lag, verlor Thompson in Kurve eins die Kontrolle über sein Fahrzeug und ermöglichte so Udell den Sieg für sich nach Hause zu holen.

Nach dem immensen Vorwärtsdrang von Guy Smith (#20 Dyson Bentley), der bis auf Platz sieben vom Ende des Feldes nach vorne kam, fiel er am Ende durch nachlassende Reifen auf Platz neun zurück. Seinen Platz übernahm Andy Pilgrim (#8 Cadillac).

Pilgrim's Teamkollege Johnny O'Connell (#3 Cadillac) holt sich am Ende konkurrenzlos den ersten Sieg seit dem Mosport-Rennen im Mai. Die beiden Nissan-Piloten James Davison (#33) und Bryan Heitkotter (#05) aus dem Team von Always Evolving vervollständigen das Treppchen vor Nick Catsburg (#25 Blancpain Lamborghini) und den beiden EFFORT-Porsche's von Ryan Dalziel (#31) und Michael Lewis (#41).





Beim stehenden Start am Sonntag Vormittag schafft es Polesitter Johnny O'Connell (#3 Cadillac) direkt die Linie in Turn 1 zu zumachen und kann so die beiden Nissan-Piloten James Davison (#33) und Bryan Heitkotter (#05) abwehren. Für Andy Pilgrim (#8 Cadillac) läuft es beim Start perfekt und kann sich noch Ende der ersten Runde vor Heitkotter setzen. Auch Ryan Dalziel (#31 EFFORT Porsche) kann an Heitkotter vorbei ziehen und übernimmt eine Runde später Position drei.

Auch Guy Smith (#20 Dyson Bentley) will um den letzten Platz auf dem Treppchen ein Wörtchen mitreden und gibt sich einen rundenlangen Zweikampf mit Ryan Dalziel. In Runde 19 versucht Smith vehement einen Weg an Dalziel vorbei zu finden. Zwei Runden später startet er dann den Angriff und sucht in Kurve eins sehr tiefe Linie. Am Kurvenausgang kommt es dann zum Kontakt zwischen den beiden und Smith fliegt ab.

Doch Smith schafft es an Dalziel dran zu bleiben und holt sich dann in Runde 25 doch noch Position drei hinter O'Connell (#3 Cadillac) und James Davison (#33 Always Evolving Nissan). In dieser Reihenfolge ziehen die Top-3 nach 28 Runden über die Ziellinie. Dahinter holt sich Ryan Dalziel Platz vier vor Andy Pilgrim und Michael Lewis (#41 EFFORT Porsche).

Wie schon in Lauf eins holt sich Frankie Montecalvo (#66 DragonSpeed Mercedes SLS AMG GT3) den Sieg in der Amateur-Klasse.

Nachdem Colin Thompson (#11 Kelly-Moss) seinen Kontrahenten Alec Udell (#17 GMG) in Lauf eins den Vortritt gewähren musste, dreht er in Lauf zwei die Reihenfolge um und holt sich den Sieg.