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Mazda Raceway Grand Prix by Cadillac

2015
Pirelli World Challenge
www.americansportscar.de

Mazda Raceway Laguna Seca / Monterey / Kalifornien / USA

11.09. - 13.09.2015
GT #1   GTS #1   TC #1 TC #2 TC #3   Bericht
 

 
Bericht Stefan Volk (americansportscar.de)
 
 
Bilder von Pirelli World Challenge
 

 

Nach Racers Edge mit dem SinCar wechselt ANSA Motorsports vom Porsche zum KTM X-Bow GT4 und bringt weiteren frischen Wind in die Serie.

Bereits zum Anfang des Jahres fand man mit REITER Engineering die Übereinstimmung der erste REITER Händler in der USA zu sein und den Lamborghini Gallardo GT3, den SaReNi Camaro GT3 und den neuen KTM X-Bow GT4 in den Vereinigten Staaten zu vermarkten. Der erste zu sein, der den X-Bow in der GTS-Klasse einzusetzen, ist die logische Schlussfolgerung.

Vor kurzem landete dann auch schon der erste Wagen in USA, den ANSA beim Finale hier in Laguna Seca präsentiert.





Einen Wechsel des Arbeitsgerätes wird es auch bei Turner Motorsports geben, die nach dem Einsatz zweier BMW Z4 neben dem Einsatz in der IMSA Sportwagen-Serie auch in der PWC mit dem M6 GT3 an den Start gehen will. Die ersten zwei Fahrzeuge sind geordert und werden noch vor Jahresende ausgeliefert werden. Den ersten Einsatz wird bei den 24-Stunden von Daytona erfolgen. Hier in Laguna Seca übernimmt Dane Cameron das Steuer von Bill Ziegler's #95 Fahrzeug.

Einen weiteren Fahrerwechsel gibt es bei NGT Motorsports. Im Kampf um den Meisterschaftssieg von Olivier Beretta (#61 Ferri Ferrari) lies es sich Ferrari nicht nehmen, die Profis Alessandro Balzan und Alessandro Pier Guidi zu verpflichten.




Bevor Tim Pappas mit seinem Team von Black Swan Racing nächstes Jahr in die IMSA Sportwagen-Serie wechselt tritt man noch einmal mit der Dodge Viper an und gibt sein eigenes Finale. Sein PWC-Markenkollege Dane Knox ist an diesem Wochenende nicht am Start - dafür gibt die Lone Star Racing Equipe beim "Lone Star" Austin-Rennen der TUSC ihr Debüt und erhält entsprechenden Support von Riley Motorsports.

Nachdem im Laufe der Saison schon einmal zwei Maserati GranTourismo in der GTS-Klasse am Start waren, treten beim Finale gleich fünf der italienischen Boliden an. Als Piloten sind Vafa Kordestani, Jeff Courtney, Patrick Byrne, Freddie Hunt und Derek Hill gemeldet. Die letzteren zwei sind die Söhne der Weltmeister James Hunt und Phill Hill. Wie schon beim letzten Auftritt sind die Maserati's auch dieses mal nicht punkteberechtigt.


Neben den 45 Tourenwagen haben sich 27 GTS, 8 Porsche Cup und 31 GT/GTA Teams für das Rennen gemeldet. Das Finale verspricht also ein packendes Finish zu werden.

Aufgrund seiner Verpflichtungen in der WEC-Serie musste der Meisterschaftsführende Ryan Dalziel das letzte Rennen aussetzen, sodass nur noch Johnny O'Connell und Olivier Beretta um den Meisterschaftssieg kämpfen. Ein Rückstand von lediglich 26 Punkte müsste Beretta aufholen. Nach dem Qualifying hat O'Connell aber mit Startplatz fünf die besseren Chancen zu haben. Für Beretta lief es nicht perfekt und muss sich von Startplatz 12 nach vorne kämpfen. Aus Startreihe eins treten die beiden Gastpiloten Alessandro Pier Guidi und Alessandro Balzan auf den beiden "MOMO" NGT Ferrari's.

Doch vor dem Start der GT-Klasse geht es bei den Läufen der TC und der GTS rund.

In den drei Läufen der TC/TCA/TCB am Freitag, Samstag und Sonntag morgen ging der Sieg an Adam Poland (#33 Eastex Mazda MX-5), Corey Fergus (#00 Motorsports Promotions Porsche Cayman) und Ernie Francis jr (#98 Breathless Racing Mazda MX-5 Miata). Dank eines zweiten Platz im letzten Rennen sicherte sich Fergus dann auch den Meisterschaftssieg in der TC-Klasse.

Beim Rennen der GTS ging Jack Baldwin im #73 GTSports Porsche von der Pole ins Rennen - doch für den Sieg in der Meisterschaft ist der Zug für ihn der Zug seit einiger Zeit abgefahren. Die beste Chancen haben noch Michael Cooper (#10 Blackdog Camaro) der von Startplatz sechs ins Rennen geht und Andrew Aquilante (#32 Phoenix Mustang) von Startplatz fünf.




Am Start kommt es zur Kollision als Freddie Hunt (#26 Maserati) dem am Start stehen gebliebenen Mark Wilkins (#38 Kia) nicht mehr ausweichen kann und ihm in das Heck knallt.

Die Rennleitung leitet sofort eine SafetyCar Phase aus und führt das Feld langsam um das Feld herum. Wieder einmal zeigt sich, dass ein stehender Start gefährlich ist. Nachdem die Wracks von der Strecke geschleppt wurden geht es in Runde vier weiter.

Beim Restart zieht Kris Wilson (#07 TRG Aston Martin) an Baldwin vorbei und holt sich die Führung. Der in der Meisterschaft führende Michael Cooper fällt auf Platz sieben zurück, während Aquilante seinen Platz behaupten kann.



Doch Aquilante's Chancen sind gering. Bei einem Rückstand von 106 Punkten muss mindestens Platz zwei her und Cooper müsste ausfallen. Cooper hält sich aber dezent zurück und büsst lieber eine Position ein als um diese zu kämpfen.

Nach 30 Runden geht Wilson als erster über die Ziellinie. Andrew Aquilante schafft es auf Platz drei - Michael Cooper wird zum Schluss auf Platz neun geführt und holt sich am Ende seinen ersten Meisterschaftssieg in der GTS-Klasse.

Das große Finale startet dann um 13:35 Uhr Ortszeit mit dem 20. und letzten Lauf der GT und GTA.

Beim Start zieht Alessandro Balzan (#29 NGT Ferrari) allen anderen davon.



Johnny O'Connell (#3 Cadillac) schafft es in der Startrunde von seinem fünften Startplatz bis auf Platz zwei nach vorne. Sein Meisterschafts-Rivale Olivier Beretta (#61 Ferri Ferrari) kann sich in der Startphase ebenfalls stark verbessern und zieht von seinem zwölften Startplatz zunächst bis auf Platz acht vor. In Runde drei zieht Beretta dann an Kevin Estre (#9 K-PAX/Flying Lizard McLaren) und Mike Skeen (#2 CRP Audi) vorbei auf den sechsten Platz.

Am Start zurückgefallen schnappt sich Polesitter Alessandro Pier Guidi (#30 NGT Ferrari) dem vor ihm liegenden Johnny O'Connell den zweiten Platz weg und nimmt die Verfolgung auf seinen Teamkollegen auf.

Mit großen Schritten zieht es Beretta immer weiter nach vorne. Bereits in Runde fünf liegt er in den Top-5. Den viertplatzierten Ryan Dalziel (#31 EFFORT Porsche) schafft Beretta aber erst in Runde 16 zu überholen.

Unterdessen verringert Pier Guidi seinen Rückstand von knapp 3 Sekunden bis auf eine halbe Sekunde zu senken.

In Runde 25 kommt es dann zum großen Duell in der Andretti Hairpin. Beretta hatte es im Eiltempo geschafft, den Anschluss an seinen Meisterschafts-Konkurrenten Johnny O'Connell zu schaffen. Beretta attackiert O'Connell Eingangs der Kurve. In der Corkscrew kommt es dann zum entscheidenden Kontakt. Während Beretta auf Platz drei liegend weiterfahren kann blieb O'Connell kurz stehen und fällt bis auf Platz 14 zurück. Beretta wäre nun Meister.

Doch die Rennleitung holt Beretta zu einer Durchfahrtsstrafe an die Box und fällt auf Platz sieben zurück. O'Connell schafft es unterdessen nur auf Platz 12 wieder nach vorne.



Den Meisterschaftssieg weiter im Blick unterläuft Beretta in der Schlussphase ein weiterer Fehler und berührt die Begrenzungsmauer in Turn 11. Unfahrbar muss Beretta seinen Wagen daraufhin enttäuscht abstellen.

Nach 35 Runden geht Alessandro Balzan vor seinem Teamkollegen Pier Guidi und dem #31 EFFORT Porsche mit Ryan Dalziel als erster über die Ziellinie. O'Connell landet am Ende auf Platz zwölf und holt sich den vierten Titel in Folge.

In der Amateur-Wertung siegt Eric Lux (#08 Dragonspeed Mercedes) vor seinem Teamkollegen und diesjährigen Meister Frankie Montecalvo (#66) und der Dänin Christina Nielsen (#7 TRG Aston Martin).

>>> Zum Punkte-Endstand <<<


Sloan Urry (02 TruSpeed) holt sich im Porsche GT-Cup am Ende Platz zwei hinter Meister Colin Thompson (#11 Kelly-Moss), nachdem Alec Udell (#17 GMG) seinen Wagen in der Endphase beschädigt.

Nach den Rennen präsentierte man dann beim Banquet noch den Rennkalender für die kommende Saison. Die Saison startet erneut auf dem Circuit of The Americas Anfang März mit allen sieben Klassen. Als besonderes Highlight tritt am selben Wochenende die europäische Blancpain GT Serie dort an.

Gemeinsam mit der IndyCar geht es dann Mitte März nach St. Petersburg. Mitte April folgt dann Long Beach, bevor es dann eine Woche später auf dem Barber Motorsport Park rund geht. Nach den üblichen Events wie Mosport oder Mid-Ohio findet dann erst im Oktober das Finale hier in Laguna Seca statt.

Der vollständige Kalender im Überblick:
 
03.03. - 06.03. Circuit of The Americas
11.03. - 13.03. St. Petersburg
15.04 - 17.04. Long Beach
22.04. - 24.04. Barber Motorsport Park
19.05. - 22.05. Canadian Tire Motorsp. Park (Mosport)
27.05. - 28.05. Lime Rock Park
23.06. - 26.06. Road America (Elkhart Lake)
29.07. - 30.07. Mid-Ohio Sports Car Course
August ...
16.09. - 18.09. Sonoma (Sears Point)
Oktober Mazda Raceway Laguna Seca