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56. Rolex 24 Stunden von Daytona

2018
IMSA-WSC
AMERICANSPORTSCAR.racing

Daytona International Speedway / Daytona Beach / Florida / USA
25.01. - 28.01.2018
Teilnehmer Training Qualifying Rennen Bericht
Teams
P
Teams
GTLM
Teams
GTD
  Training   Qualifying   Rennen


Bericht von Stefan A. Volk
 
Bilder von IMSA, Rolex 24 Hours,
Continental Tire, Daytona International Speedway, Nissan NSIMO,
AFS/R1 Mathiasen, Dawson Racing, JDC Motorsport, Jota Sport, Performance Tech, Spirit of Daytona Racing, Team Penske und Wayne Taylor Racing 
 

Acura Team Penske

# 6 Acura ARX-05 DPi
# 7 Acura ARX-05 DPI

Nach dem Debüt beim Petit Le Mans im vergangenen Jahr bestreitet das NASCAR und IndyCar Team von Penske Racing die erste vollständige Saison. Zuletzt war das Team im Sportwagenbreich 2010 in der ALMS mit dem Porsche LMP2 unterwegs. Für das neue Einsatzgerät - dem Acura ARX-05 DPi - ist der Langstrecken-Klassiker in Daytona die Rennpremiere. In vielen privaten Tests bereitete sich das Team vor und dürfte auch dank einer Fahrerbesetzung par-exellence beste Karten für den Gesamtsieg haben.

Auf dem #6 Acura sitzen neben dem 2016er Meister Dane Cameron auch Juan-Pablo Montoya, der neben dem Indy500, den 24-Stunden von Daytona, einigen Formel-1- und NASCAR-Rennen auch IndyCar Meisterschaft gewinnen konnte. Der 2016er IndyCar Champion Simon Pagenaud vervollständigt das Fahrertrio für die Endurance-Events.

Das Schwesterauto #7 wird neben dem amtierenden Champion Ricky Taylor der dreifache Indy500 Gewinner Helio Castroneves die Saison bestreiten. Der Vollzeit IndyCar-Pilot Graham Rahal, Sohn des sehr erfolgreichen Robert Woodward "Bobby" Rahal, hat auch schon einen Rolex 24 Sieg mit einfahren können und unterstützt die beiden Kollegen bei längeren Rennevents.


 
Action Express Racing

# 5 Cadillac DPi-V.R
# 31 Cadillac DPi-V.R

Nachdem man Dane Cameron an Acura verloren hatte und Christian Fittipaldi künftig sprtlicher Dirketor des Team sein wird gibt es beim einem der wohl erfolgreichsten Team der Neuzeit gleich auf beiden Fahrzeugen eine neue Fahrerpaarung.

Ex-Audi-Werkfahrer Filipe Albuquerque bildet gemeinsam mit Stammfahrer des #5 Mustang Sampling Caddy's ein rein protugiesisches Team. Barbosa und Fittipaldi gelang es seit 2014 jedes Jahr die Trophäe der North American Endurance Challenge abzuräumen. Fittipaldi wird dem Team aber auf dem #5 Cadillac zumindestens in diesem Jahr noch bei den Langstrecken-Rennen als Pilot dabei sein.

Eine fast komplett neue Besatzung gibt es hingegen auf dem #31 Whelen Engineering Cadillac. Lediglich der 2016er Champion Eric Curran ist dem Team treu geblieben und bestreitet die diesjährige Saison gemeinsam mit dem brasilianischen Ex-Formel-1-Piloten Felipe Nasr, der 2011 als "Sunoco Rolex 24 at Daytona Challenge" Sieger bereits mit dem Team den hier erfolgreich war. Unterstützt werden die beiden durch den 2017er Challenge-Sieger Stuart Middleton sowie Mike Conway, der im Team ebenfalls kein Unbekannter ist.


 
Wayne Taylor Racing

# 10 Cadillac DPi-V.R

Nach vier Jahren geht Ricky Taylor seinen eigenen Weg und verlässt ab 2018 das Familien-Team rund um Daddy Wayne Taylor. Gemeinsam mit seinem Bruder holte sich Jordan Taylor im Vorjahr den Meisterschaftssieg und wird künftig mit Renger van der Zande die Saison bestreiten. Dritter Fahrer an Bord des Konica Minolta Wagens greift Indy500 und IndyCar Champion Ryan Hunter-Reay bei den Endurance Rennen ins Lenkrad.

Eigentlich wollte man parallel zum Einsatz des Cadillac DPi's auch zwei Lamborghini Huracàn in der GTD einsetzen. Das Team ist seit einigen Jahren bereits in der Lamborghini Trophae unter dem Banner von Prestige Performance unterwegs. Da man aber mit Fahrer und Sponsoren etwas schwer tat konzentriert man sich diese Jahr in der IWSC noch einmal zu 100% dem Einsatz des Cadillac's.


 
Spirit of Daytona Racing

# 90 Cadillac DPi-V.R

Das Team von Spirit of Daytona, 2017 noch unter dem Namen VisitFlorida Racing unterwegs, kehrt nach einem etwas turbulenten Jahr 2017 zur Marke GM zurück. Da man im Vorjahr keinen Cadillac bekommen konnte wagte man den Schritt zum LMP2-Neuling von Multimatic/Riley. Erfolgreich war man damit leider nicht und wechselte im Laufe der Saison dann auf einen geliehen Ligier JS P217 mit dem man dann das Rennen in Laguna Seca gewinnen konnte.

Ohne den langjährigen Sponsor "Visit Florida" begeht das Team mti einer vollständig neuen Fahrerbesetzung einen Neustart. IndyCar Veteran Tristan Vautier, 2017 auf dem #75 SunEnergy1 Mercedes in der GTD unterwegs, wird gemeinsam dem jüngsten 24-Stunden von Le Mans Sieger 2014 (16 Jahre alt) Matthew McMurry an den Start gehen. Der Italiäner Eddie Cheever III komplettiert das Team in Daytona.


 
Mazda Team Joest

# 55 Mazda RT24-P
# 77 Madza RT24-P

Mazda trennte sich im Vorjahr nach dem Rennen in Kanada von seinem langjährigen Werksteam SpeedSource um dann bei dem früheren WEC Audi-Werksteam von Joest Racing in die diesjährige Saison neu durchzustarten. Eine große Aufgabe für Joest war es also relativ kurzfristig ein neues Team in Amerika auf die Beine zu stellen. Mazda zog den ACO-"Joker" und beauftragte Multimatic den "CODO-Racer" für gut 1 Millionen Dollar konkurrenzfähig zu machen. Joest unternahm gemeinsam mit der Mazda-Stammbesatzung dutzende von Test in USA und Europa (u.a. am Hockenheimring). Von der alten Piloten ist 2018 nur noch Jonathan Bomarito, Spencer Pigot und Tristan Nunez mit dabei.

Bomarito bestreitet die Saison gemeinsam mit Harrry Tincknell auf dem #55 Mazda, der in der WEC-Serie parellel bei Ford Chip Ganassi Racing auf dem Ford GT GTE unterwegs ist. Bei Überschneidungen wird ihn wohl IndyCar-Pilot Spencer Pigot ersetzen, der das Team bei den Langstreckenrennen unterstützt.

Auf dem Schwester #77 tritt Tistan Nunez gemeinsam mit dem früheren Audi-Werksfahrer Oliver Jarvis an. Der 2017er DTM-Champion und Audi-Werksfahrer Rene Rast komplettiert das Team bei den Endurance-Events.


 
Tequila Patrón ESM

# 2 Nissan Onroak DPi
# 22 Nissan Onroak DPi

Das von Scott Sharp und dem Hauptsponsor 2010 gegründete Extreme Speed Motorsports Team geht mit dem Nissan Onroak DPi in die zweite Saison. Im Vorjahr holte man sich in Road America und beim Finalerennen "Petit Le Mans"  in Road Atlanta den Gesamtsieg.

Sharp greift immer noch selbst ins Volant und teilt sich den Wagen #2 in dieser Saison erneut mit Ryan Dalziel. Ünterstützung bekommen die beiden durch den ultraschnellen Olivier Pla.

Auf dem Schwesterauto #22 geht Stammpilot Johannes van Overbeek mit Pipo Derani an den Start, der im Vorjahr zur Saisonmitte Ed Brown ersetzte. Der zweifache Le Mans Sieger Nicolas Lapierre wird in Daytona ebenfalls mit ins Lenkrad greifen.


 
United Autsports

# 23 Ligier JS P217
# 32 Ligier JS P217

Das 2009 von Richard Dean und dem sehr aktiven Zak Brown Team United Autosports gegründete Team gab 2011 ihr Daytona-Debüt als Partner von Michael Shank Racing. Seitdem ist das Team extrem gewachsen und ging kürzlich sogar ein Bündnis mit dem australischen Supercars Team Walkinshaw Racing und dem amerikanischen IndyCar Team Andretti Autosport ein.

2018 kehrt das Team nach langer Planung nach Florida zurück und bringt mit Formel-1-Champion Fernando Alonso einen echten TopStar mit. Alonso gab beim 'ROAR' seine Daytona-Premiere und wird gemeinsam mit dem 2017 Asian Le Mans Sieger Phil Hanson und McLaren F1 Test und Ersatzfahrer Lando Norris auf dem #23 Ligier an den Start gehen, während der 2017er ELMS Champ Will Owen, Ex-Formel-1 und DTM Pilot Paul di Resta, Bruno Senna und Hugo de Sadeleer auf dem #32 Wagen das Rennen zweimal um die Uhr bestreiten.


 
AFS/PR1 Mathiasen Motorsports

# 52 Ligier JS P217

Als eines der ersten Prototype Challenge Teams stieg PR1 Mathiasen bereits im Vorjahr in die große Prototypenklasse auf. Mit einer wechselnden Fahrerbesatzung war ein vierter und ein fünfter Platz das beste Ergebnis.

Für die diesjährige Saison ging man ein Bündnis mit dem IndyCar Team AFS Racing ein und verplichtete Sebastian Saavedra und Gustavo Yacaman als 'Fullseason' Fahrer. Roberto Gonzalez und Nicholas Boulle sind für das Langstreckenrennen als dritter und vierter Pilot dabei.


 
D3+ Transformer Racing (Dawson Racing)

# 84 Ligier JS P217

Als der Newcomer des Jahres feierte sich D3+ Transformer Racing und präsentierte schon einmal vorab sein von Hasbro gesponsorte Fahrzeug-Deisign auf einem DayTrack-Car Radical RXC V8 sowie einem Ligier JS P3. Das Team ist in der IMSA-Serie keine Unbekannte. Zuletzt fuhr man 2012 in der ALMS mit einem Radical SR10 in Laguna Seca am Start. Für die Saison 2014 meldet man sich erneut mit einem Radical an, doch der Einsatz scheiterte letztlich wohl an finanziellen Mitteln.

Das Team will mit einem brandneuen Ligier JS P217 an den Start gehen, doch Onroak hat derzeit Lieferengpässe und schlug vor den in Denver "ready-to-race" stehenden Ligier, den sich im Vorjahr VisitFlorida Racing ausgeliehen hatte zu nutzen. Aufgrund weiterer Verzögerungen will das Team Daytona nun nicht an den Start gehen um dann erst ab den 12-Stunden von Sebring den Rest der Saison anzugehen.


 
Jackie Chan DCR JOTA

# 37 Oreca 07
# 78 Oreca 07

Das Team Jackie Chan DCR JOTA ist eines der jüngsten Teams. Der zweifache Asian Le Mans Champ David Cheng gründete gemeinsam mit dem Kung Fu TV und Kino-Star Jackie Chan 2015 das ursprüngliche Team. Für den Start in der WEC 2017 schloss man sich dann mit Jota Sport zusammen. Nachdem im Vorjahr Rebellion sein IMSA-Comeback feierte bekam auch das Team Lust in Daytona an den Start zu gehen. Für einen Start 1017 war es aber noch zu früh und nahm dann die Einladung der IMSA für die Florida 36h an.

Wie bei United Autosport ist auch bei DCR Jota mit Lance Stroll ein aktueller Formel-1-Fahrer am Start. Stroll teilt sich dabei den Wagen #37 mit Mercedes DTM-Pilot Daniel Juncadella sowie Formel-E und ex DTM-Fahrer Felix Rosenqvist und Robin Frijns, der sehr erfolgreich mit dem Audi Team WRT in der Blancpain Serie unterwegs ist.

Das Schwesterauto #78 steuern Ho-Pin Tung, Alex Brundle, Antonio Felix da Costa und Ferdinand Habsburg-Lothringen die allesamt sehr erfolgreich in der Formel-E, ELMS und anderen Serien am Start sind.


 
Performance Tech Motorsports

# 38 Oreca 07

Als einer der letzten Prototype Challenge Teams stieg nun auch Performance Tech Motorsports in die Prototypen-Klasse auf. Aufgrund von Konkurrenzmangel holte man sich in 8 Events 7 Siege und wurde letzer PC-Champ mit dem Oreca FLM09.

Mit der Stammbesatzung James French und Kyle Masson bestreitet man die diesjährige Saison. French's Co-Champ Patricio O'Ward und der bei Mazda aussortierte Joel Miller verstärken das Team bei den Langstrecken-Rennen.


 
CORE autosport

# 54 Oreca 07

Nachdem CORE autosport in der PC-Klasse alles abgeräumt hatte zog es das Team, wie auch PR1/Mathiasen, vorzeitig aus der Klasse auszusteigen. Allerdings zog es das Team, das auch für den Porsche Werkseinsatz in der IMSA verantwortlich ist,  mit einem privaten Porsche GT3 in die GTD-Klasse. Allerdings blieben Top-Plätze aus und entschied dann für 2018 auf einen Prototypen umzusteigen. Schnell stand fest, dass nur der in der WEC und ELMS sehr erfolgreiche Oreca 07 als Einsatzgerät in Frage kommt.

Teameigner Jon Bennett und Co-Driver Colin Braun teilen sich bereits seit 2012 den Wagen und haben mit mit dem langjährigen Porsche-Werkspiloten Romain Dumas und Audi-Pilot Loic Duval zwei spitzen Partner für Daytona an Bord.


 
JDC-Miller Motorsports

# 85 Oreca 07
# 99 Oreca 07

Auch JDC-Miller gehört zu den ehemaligen PC-Teams die vorzeitig in die Prototypen-Klasse wechselten. Man freundete sich sehr schnell mit dem Oreca 07 an und holte sich mehrere zweite Plätze. Als bestes nicht Cadillac-Team holte man sich im Vorjahr den vierten Teamplatz in der Meisterschaft. Auch wenn es als kleines Team daher kommt ist das Team sehr aktiv auch im Prototype Challenge
mit zwei LMP3-Ligier und im Continental Cup unterwegs.

Für die diesjährige Saison setzt man neben dem "Banana Boat" wie der gelbe Oreca #85 gerne genannt wird einen zweiten Wagen ein, für den man GAINSCO Insurance als Sponsor gewinnen konnte.

Der Schweizer WEC und VLN-Pilot Simon Trummer startet gemeinsam mit Robert Alon in dieser Saison auf dem #85 Wagen. Austin Cindric und der 17-jährige Kanadier Devlin DeFrancesco komplettieren das Quartett.

Auf dem zweiten Wagen, der Dank des Sponsors als "Red Dragon" bezeichnet wird gehen dann die Stammbesatzung mit dem Russland-Kanadier Mikhail Goikhberg, dem Südafrikaner Stephen Simpson sowie den beiden  Amerikanern Chris Miller und Gustavo Menezes zur Verstärkung.


 
BAR1 Motorsports

# 20 Multimatic/Riley Mk. XXX

BAR1 Motorsports war im Vorjahr der einzige Gegner vom Meisterteam Performance Tech in der PC-Klasse. Das von Brian Alder geführte Team, dass in der Prototype Challenge Serie ebenfalls unterwegs ist, stieg auf den im Vorjahr erfolglosen Multimatic/Riley Mk. XXX um.

Da der Mazda DPi auf dem Riley aufbaut, muss jedes Update den MP2-Einsatzteams kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Das Team plant zusätzlich zum Engagement in der IMSA-Serie mit einem Start in Le Mans, sowie einem zweiten Riley. Bei ersten Test tat sich BAR1 allerdings mit dem früheren Keating Motorsports Wagen noch schwer. Die Updates kamen zudem nur sehr schleppend beim Team an und musste mehrfachst in der alten Konfiguration auf die Strecke. 

Als 'Full-Season' Driver sollte eigentlich Joel Miller an den Start gehen. Diesen verschlug es allerdings nach dem Januar-Test zu Konkurrent Performance Tech. Die meisten Piloten sind aufgrund des fehlenden Teambudget allesamt Paydriver. Daher hat man als einziges Prototypen-Teams mit Tomy Drissi, Marc Drumwright, Brendan Gaughan, Eric Lux und Alex Popow gleich 5 Fahrer gemeldet.


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