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66. Mobil1 12 Hours of Sebring presented by Advance Auto Parts

2018
IMSA-WSC
AMERICANSPORTSCAR.racing

Sebring International Raceway / Sebring / Florida / USA
14.03. - 17.03.2018
Teilnehmer Training Qualifying Rennen Bericht
 

Bericht von Harald Gallinnis (GT-Eins) und Stefan A. Volk
 
Bilder von IMSA, Sebring International Raceway, Continental Tire,
Acura, BMW Motorsport, Cadillac, Corvette Racing, Ford Performance, Lexus Racing USA,
Mazda Motorsports, Mercedes-AMG, Nissan NISMO, ORECA, Porsche Motorsport,
Action Express, AFS/PR1-Mathiasen Motorsports, CJ Wilson Racing, CORE autosports, JDC MotorSports, Land Motorsport,
Performance Tech, Scuderia Corsa, Team Penske, Tequila Patron ESM, United Autosport, Wayne Taylor Racing, Wright Motorsports
und Michael Goodwin Photography
 
 

* VORWORT *

43 Wagen, darunter 16 Prototypen, 9 GTLM und 18 GTD sind bei der diesjährigen 66. Ausgabe des 12-Stunden-Rennen von Sebring dabei.

Während der Großteil der europäischen Teams nur beim Daytona-Rennen angetreten waren und so acht Wagen fehlen gibt es einen Neuzugang zu vermelden. Das Team des früheren Major League Baseball Pitcher's war bislang im Continental Cup unterwegs. Nun kommt man mit einem Acura NSX GT3 den man in der NAEC einsetzen will.

Damit das Chaos mit den Tankzeiten wie in Daytona nicht noch einmal vorkommt gibt die IMSA nun folgende Auftankphasen vor. So müssen die Prototypen 30 Sekunden, die GTLM 34 Sekunden und die GTD 40 Sekunden lang für ihren Stopp einrechnen.


 

* TRAINING *

Das erste von fünf Trainings geht an Acura. Helio Castroneves (#7 Penske) kann mit einer Zeit von 1:48.237 sich vor dem Cadillac von Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor) halten. Platz drei geht an Olivier Pla (#22 Tequila Patron ESM Nissan) vor Jonathan Bomarito (#55 Joest Mazda).

Schon früh im Training kam es zu einer Unterbrechung als Chris Miller den "Red Dragon" (#99 JDC-Miller Oreca) crashte. Dirk Müller (#66 Ganassi Ford) und Lawson Aschenbach (#93 Michael Shank Acura) sicherten sich die Bestzeiten in den beiden GT-Klassen.

Auch im zweiten Training dominierte Acura erneut in der Prototypen-Klasse. Dieses mal holte sich Ricky Taylor die Bestzeit. Fast eine Sekunde dahinter folgt erst Jonathan Bomarito (#55 Joest Mazda) vor Felipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac).

Nach einem heftigen Abflug von Justin Marks (#93 Michael Shank Acura) wurde das Training 11 Minuten vor Ende abgebrochen. Marks krachte mit hoher Geschwindigkeit frontal in die Begrenzungsmauer von Turn 13.

Während der Wagen an der Front schwerst beschädigt wurde kann Marks unverletzt dem Fahrzeug entsteigen. Ursache war vermutlich ein Bremsschaden. Mangels Ersatzwagen steht nun dem Team eine sehr lange Nacht bevor.

Im Nachttraining dreht dann Mazda richtig auf. Die kühleren Temperaturen lassen den 600 PS starken 4 Zylinder-Motor aufleben und verleiht Rene Rast (#77) und Harry Tincknell (#55) die Bestzeiten in dieser Sitzung. Der beste Cadillac mit Felipe Nasr (#31 Whelen Engineering) am Steuer liegt dabei sogar über eine halbe Sekunde hinter Rast.

Die Top-5 komplettieren Olivier Pla (#2 Tequila Patron ESM Nissan) und Colin Braun (#54 CORE Oreca).

In der GTLM zeigt sich Dirk Müller (#67 Ford) seht stark und setzt sich knapp vor Alexander Sims (#25 BMW) und Laurens Vanthoor (#912 Porsche) während Markus Palttala (#96 Turner BMW) in der GTD sich den Spitzenplatz holt.

Erneut gab es beim Training eine Unterbrechung als Marcel Fässler (#4 Corvette) auf der Strecke liegen blieb.

Am Qualifying-Tag ging dann das Feld schon um acht Uhr in der früh auf die Strecke. Wie schon am Vortag zeigte sich der Acura DPi von Ricky Taylor (#7 Penske) sehr stark und verhalf dem Team zu einer Bestzeit von 1:47.076, die gleichzeitig auf die schnellste Trainingszeit an diesem Wochenende war.


Mit einem Rückstand von 0,436 Sekunden folgt dann Pipo Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan) vor dem schnellen Pato O'Ward (#38 Performance Tech Oreca) und dem besten Mazda von Jonathan Bomarito (#55 Joest).

Nachdem am Vortag die Bestzeit jeweils an einen der Ford ging dreht BMW am Quali-Day auf. Die beiden Youngster Connor de Phillippi (#25) und Jesse Krohn (#24) platzieren sich ganz vorne im Ranking. Bei den kleinen GT's holt sich Christopher Mies (#29 Land Audi) die Bestzeit vor Daniel Serra (#51 Spirit of Race Ferrari).

Aufgrund starken Nebels auf der Strecke musste die Session frühzeitig abgebrochen werden.



 


 

* QUALIFYING *

Bei besten Wetter-Bedingungen startet das Qualifying pünktlich um halb 1 Uhr Ortszeit. Nicht am Start wird der #93 Michael Shank Acura sein, der im zweiten Training einen heftigen Einschlag hatte. Zum Rennen soll der Wagen aber wieder fit sein.

Gunnar Jeannette (#63 Scuderia Corsa Ferrari) legt schon früh eine erste Bestmarke hin. Nachdem Mercedes-Pilot Thomas Jaeger (#75 SunEnergy1 Mercedes) sich auf Platz zwei setzt kommt kurz darauf Jack Hawksworth (#15 3GT Lexus) angeflogen und zieht an ihm vorbei. Im letzten Drittel geht es dann Schlag-auf-Schlag. Daniel Serra (#51 Spirit of Race Ferrari), Christopher Mies (#29 Land Audi) und Madison Snow (#48 Paul Miller Lamborghini) tauschen sich mit den anderen in den Top-5 unentwegt ab.




Daniel Serra verpasst dann der Konkurrenz einen Rückstand von mehr al seiner halben Sekunde und erobert mit einer 1:58.710 die Pole. Christopher Mies (#29) wird zweiter vor Jack Hawksworth (#15), Dominik Baumann (#14 3GT Lexus) und Madison Snow (#48).

Nach den GTD’s gehen nun die GTLM-Teilnehmer auf die Strecke. Antonio Garcia (#3 Corvette) eröffnet die Sitzung als erster auf der Strecke. Doch die erste schnelle Zeit legt sein Teamkollege Tommy Milner (#4 Corvette) auf den Asphalt. Die beiden jungen BMW-Piloten Connor de Phillippi (#25) und Jesse Krohn (#24) legen aber kurz danach ein paar schnelle Runden hin und setzen sich mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde auf die beiden Spitzenplätze. James Calado (#62 Risi Ferrari) verpasst die Pole nur um 0,058 Sekunden und trennt die beiden BMW’s von nun an.


Da weder Porsche noch Ford und Corvette nichts mehr dagegen setzen können kehren die Top-3 bereits zu Beginn des letzten Drittels an die Box zurück.  Die Top-5 komplettieren am Ende die beiden Ford’s von Richard Westbrook (#67) und Joey Hand (#66).

Wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt startet im Anschluss Teil drei des Qualifying smit den Prototypen. Die beiden Action Express Cadillac-Piloten Filipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling) und Filipe Nasr (#31 Whelen Engineering) legen die ersten Bestzeiten hin. Sowohl Tristan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac) als auch Patricio O’Ward (#38 Performance Tech Oreca) und Ricky Taylor (#7 Penske Acura) haben in Turn 10 Probleme und fliegen von der Strecke. Direkt nach seinem Abflug legt Tristan Vautier noch eine weitere fliegende Runde hin und holt sich überraschend die vorläufige Pole.


Trotz heftiger Sprünge in der letzten Kurve zieht dann Olivier Pla (#2 Tequila Patron ESM Nissan) an der Konkurrenz vorbei und holt sich Platz zwei hinter Vautier. In der Nacht noch stärkster Prototype macht Mazda wohl das warme Wetter aktuell zu schaffen und dümpelt nur im Hinterfeld herum.

Am Ende kann es Vautier langsam angehen lassen als die Konkurrenz nicht mehr nachlegen kann. Hinter Vautier und Pla holt sich Ricky Taylor (#7 Penske Acura) Platz drei vor dem zweiten ESM-Nissan von Pipo Derani (#22). Die Top-5 komplettiert Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) vor Juan Pablo Montoya (#6 Penske Acura), Rene Rast (#77 Joest Mazda), Feilipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac), Jonathan Bomarito (#55 Joest Mazda) und Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor Cadillac).


 

* WARM-UP *

Im morgendlichen Warm-Up holt sich Ricky Taylor (#7 Penske Acura) die letzte Trainingsbestzeit vor Pipo Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan).

Für die Überraschung im Warm-Up sorgte Lawson Aschenbach, der den wieder komplett aufgebauten #93 Michael Shank Acura vor der Konkurrenz platzieren kann. Das Team hatte ursprünglich den Wagen schon abgeschrieben als er mit dem Abschleppwagen an die Box gebracht wurde. Während Teameigner Michael Shank schon auf der Suche nach Fahrerplätzen war gab das Team den Wagen noch nicht auf. Dutzende Teile wurden eingeflogen. Die Bestzeit war dann der Beweis was die Crew in der kurzen Zeit schaffen kann.

Bester GTLM wird Jesse Krohn (#24 BMW) vor seinem Teamkollegen Connor de Phillippi (#25).


 

* RENNEN *

Beide Joest-Mazda's sind nach dem Qualifying disqualifiziert und an das Ende des Prototypenfeldes verbannt worden. Die Crew hatte beim Qualifying alle Karosserie-Fugen mit Klebeband abgeklebt. Ein Vorgehen das zwar in der WEC aber nicht in der IMSA erlaubt ist.

Der #99 "GAINSCO" Oreca hat kurz vor dem Rennen Probleme mit der Motorsteuereinheit, die aber rechtzeitig aussortiert werden können. Dafür gibt es dann aber ein anderes Problem und so muss das JDC-Miller Team ohne funktionierende Servolenkung aus der Boxengasse hinterher hechten.

Beim Start versucht Olivier Pla (#2 Tequila Patron ESM Nissan) auf der Start/Ziel-Geraden Polesitter Tristan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac) auszubeschleunigen, zieht in in Turn 1 zu weit nach innen und wird dabei an der Hinterachse getroffen.

Mit dem maximalen Powerdrift, der aus dem Nissan-Motor rauszuholen ist, vermeidet Pla einen Einschlag in der Reifenmauer, muss dann aber noch in der ersten Runde an die Box.

Der Nissan geht wenig später von der Box direkt hinter die Mauer ins Paddock wo man einen defekten Antriebstrang wechselt. Doch der Schaden zeigt sich als deutlich schwieriger und zieht den Wagen eine halbe Stunde später mit einem Getriebeschaden aus den Rennen zurück.

Auch GTD-Polesitter Daniel Serra (#51 Spirit of Race Ferrari) und Antonio Garcia (#3 Corvette) schleichen bereits in der ersten Runde mit Reifenschäden hinten links um den Kurs. Serra hatte beim Start den Wagen von Jack Hawksworth (#15 3GT Lexus) touchiert, während Garcia sich seinen Schaden bei einem Kontakt in der Hairpin zuzog.


Vautier (#90) hingegen kann die Führung nach dem Kontakt mit dem Nissan DPi vor Ricky Taylor (#7 Penske Acura) und Felipe Nasr (#31 Whelen Engineering Cadillac) halten.

In der GTLM haben die beiden BMW von Jesse Krohn (#24) und Connor de Phillippi (#25) die Führung vor Richard Westbrook (#67) und den beiden Porsche von Laurens Vanthoor (#912) und Nick Tandy (#911) inne. In der GTD führt Jack Hawksworth (#15 3GT Lexus) vor Christopher Mies (#29 Land Audi).

Nach etwa 15 Rennminuten kommt es bei der Anfahrt zu Turn 17 zu einem leichten Kontakt zwischen John Potter (#44 Magnus Audi) und Justin Marks (#93 Michael Shank Acura), der aber zum Glück ohne Folgen bleibt.

In Runde 10 liegt dann aber plötzlich Frankie Montecalvo (#64 Scuderia Corsa Ferrari) auf dem Dach von Turn 17.

Nach einem Dreher von Sebastian Saveedra (#52 AFS/PR1-Mathiasen Ligier) muss Montecalvo auf der Außenlinie ausweichen und wird dabei vom sich derehenden Ligier in die Reifenstapel katapultiert. Der Wagen wird dabei seitlich aufs Dach gedreht und bleibt vor dem Reifenstapel liegen.

Der Ferrari-Pilot kann unverletzt aus dem Wagen aussteigen. Da das Fahrzeug ansonsten noch nahezu unbeschädigt aussieht tun sich die Streckenposten in der ersten Gelbphase im Rennen schwer den Wagen wieder auf
Räder zu stellen. Nach dem Rennen sollte sich aber herausstellen, dass der Rahmen bei dem Sturz aufs Dach zu schwer beschädigt wurde und ein neues Auto für das Rennen fällig wird.

Am #52 Ligier hält sich der Schaden in Grenzen und kann nach dem Austausch der Frontpartie wieder ins Rennen.

Bei der Öffnung der Boxengasse kommen die Prototypen - sowie ein Großteil der GTLM - geschlossen hinein um nach 30 Minuten ihren ersten Service zu absolvieren.

Eine Runde später dürfen dann auch die GTD rein. Einzig Jesse Krohn (#24 BMW), Richard Westbrook (#67 Ford) und Joey Hand (#66 Ford) blieben in der Gelbphase auf der Strecke und liegen unter Gelb an der Gesamtspitze.

Mit einem frisch aufgeräumten Feld erfolgt der Restart nach der gut 18 minütigen Gelbphase. Ricky Taylor (#7 Penske Acura) führt nun vor Felipe Nasr (#31) und Tristan Vautier (#90) das Feld an.

Das Rennen verläuft dann im Anschluss eher routiniert. Die Prototypen setzen sich immer weiter ab und beginnen ihre Überrundungen an den GTLM und GTD-Fahrzeugen.


Nach einer knappen Stunde gerät dann Trsitan Vautier (#90) durch Pipo Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan) unter Druck. Im Verkehr zieht dann Derani an ihm vorbei. Auch Filipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac) nutzt die Gunst des Verkehrs und zieht ebenfalls an seinem Markenkollegen vorbei. Auch Juan-Pablo Montoya (#6 Penske Acura), die beiden Joest Mazda von Jonathan Bomarito (#55) und Rene Rast (#77) sowie Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor Cadillac) nähern sich dem Franzosen mit großen Schritten.

Jesse Krohn (#24 BMW) als auch die beiden Ford kommen nach etwa 65 Minuten zu ihrem Stopp unter Grün an die Box. Die beiden Ford GT tauschen sich anschließend bei einer Parallel-Ausfahrt nicht nur einige Lackpartikel sondern auch die Plätze. Die Führung in der GTLM geht an James Calado (#62 Risi Ferrari) über, der vor den beiden Porsche #911 und #912 an der Spitze manövriert.

Die zweite Boxenstopp-Runde beginnt nach 75 Rennminuten mit den Prototypen. Am "Red Dragon" gibt es anschließend Probleme mit einer offenen Tür und zwingt den #99 Oreca zu einem weiteren Stopp an die Box hinein.

Im Zuge der zweiten Boxenstopps übernimmt Felipe Nasr (#31 Whelen Engineering Cadillac) die Spitze des Feldes vor Ricky Taylor (#7 Penske Acura) und Johannes van Overbeek (#22 Tequila Patron ESM Nissan).

Ohne Vortrieb kommt Antonio Garcia (#3 Corvette) an die Box. Der Wagen steht längere Zeit an der Box, bevor das Auto wieder gestartet wird und direkt das Paddock ansteuert.

Pünktlich zur 90-Minuten-Marke gehen die GT's zu ihrem nächsten Stopp an die Box.


Wegen Überfahrens von Teamausrüstung bekommt David Heinemeier-Hanson (#15 3GT Lexus) eine Durchfahrtstrafe verhängt und verliert in Folge die Führung in der Klasse. Sheldon van der Linde (#29 Land Audi) erbt diese Position. Auch der #58 Wright Porsche erhält eine Stop&Go Strafe wegen durchdrehender Räder während des Boxenstopps. Eine verhängte Stop&Go für den #96 Turner BMW wegen zu vieler Personen in der Box wird hingegen von der Rennleitung wieder storniert.

Ein Abflug nach einem Verbremser von Teamchef und Fahrer Kenny Habul (#75 SunEnergy1 Mercedes) in der Cunningham Corner (Turn 10) bleibt trotz leichtem Anschlag am Reifenstapel ohne weitere Folgen.

Einen außerfahrplanmäßigen Stopp muß dann Simon Pagenaud (#6 Penske Acura) einlegen, der einen neuen Heckflügel benötigt.

Doch der Flügel verhält sich bei der Montage etwas sperrig und so verliert das Team wertvolle Zeit beim Wechsel. Auch beim #54 CORE Oreca gibt es Probleme und bekommt eine neu Plexiglas-Scheibe in seine Tür eingebaut, nachdem sich die alte auf der Strecke verabschiedet hatte.

Nach mittlerweile drei Stopps führt aktuell Eric Curran (#31 Whelen Engineering Cadillac) mit gut 3 Sekunden Vorsprung auf Graham Rahal (#7 Penske Acura).

Letzter wird dann aber von Johannes van Overbeek (#22) überholt und verliert wenig später weitere Positionen an Jordan Taylor (#10) und Matt McMurry (#90).

Auch die beiden Joest Mazda, die bislang sich als deutlich zuverlässiger als in Daytona zeigen, können an dem Acura DPi vorbeigehen als das Team den Wagen frühzeitig zu seinem vierten Stopp hinein ruft.

Diese starten etwa nach 2 1/2 Rennstunden. der #10 Wayne Taylor Cadillac kocht beim Boxenstopp fast über und speit eine kleine Kühlwasser-Fontäne aus. Als der Wagen dann mit Jordan Taylor am Volant auf die Strecke geschickt wird, wird er von Andy Lally (#44 Magnus Audi) fast von der Strecke gerammt. Der Cadillac übersteht die Kollision ohne größere Schäden.

Wegen eines "Unsafe release" muss dann Kuno Wittmer (#36 CJ Wilson Acura) zu einer Durchfahrtstrafe hinein. Bei der Ausfahrt aus der Box streifte Wittmer den einfahrenden #52 AFS/PR1-Mathiasn Ligier und hatte sich selbst eine defekte Frothaube dabei eingefangen.

Kurz nach der 3-Stunden-Marke geht Nicolas Lapierre (#22 Tequila Patron ESM Nissan an Jordan Taylor (#10 Wayne Taylor Cadillac) vorbei.


Durch einen perfekten Windschatten beflügelt zeiht Lapierre (#22) an Jordan (#10 Wayne Taylor Cadillac) vorbei und kann auf den führenden Eric Curran (#31) aufschließen.

Für die GAINSCO-Crew vom Team JDC-Miller ist es ein Wochenende zum vergessen. Nach etlichen technischen Problemen und ein paar kleinerer Fahrfehler rasselt Mazda-Pilot Harry Tincknell (#55) in das Heck des von Mikhail Goikhberg gesteuerten #99 Oreca. Während Tincknell eine Durchfahrtstrafe bekommt versucht Goikhberg zunächst weiter zu fahren um die Reparatur beim nächsten halt beseitigen zu lassen.

Beim Boxenstopp des #10 Wayne Taylor Cadillac speit der DPi erneut Kühlwasser. Das Problem kennt man bei Cadillac schon aus Daytona und hat den Wagen für Sebring eine Druckbefüllung nachgerüstet über die man bei den Stopps frisches Wasser ins Kühlsystem nachfüllen kann.

Bei 8 1/2 Stunden noch auf der Uhr führt James Calado (#62 Risi Ferrari) in der GTLM. Gut 4 Sekunden dahinter folgt Sebastian Bourdais (#66 Ford) vor Patrick Pilet (#911 Porsche), Nicky Catsburg (#24 BMW) und Earl Bamber (#912 Porsche).

In der GTD baut Alessio Picariello (#29 Land Audi) die Führung auf Bryan Sellers (#48 Paul Miller Lamborghini) weiter aus. Knapp 30 Sekunden trennen den Audi vom Lamborghini. Knapp dahinter folgt dann der Schweizer Phillip Frommenwiler (#14 3GT Lexus) vor Trent Hindman (#86 Michael Shank Acura) und Jeroen Bleekemoeln (#33 Riley Mercedes) der bereit weit über eine Minute Rückstand hat.

Das Rennen hat einen tollen Fluss und läuft bereits seit über 3 Stunden ungehindert unter grüner Flagge.


Nach einem bislang tadellosen Rennen muss Tristan Nunez (#77 Joest Mazda) mit einem Bremsschaden an die Box. Das Schwesterauto von Harry Tincknell (#55) hatte zuvor einen wilden Tanz über die Betonplatten der Sunset Bend (Turn 17) abgeliefert. Die Strecke ist hier vor allem auf der Innenbahn sehr wellig und hat auch schon einige andere zu einem Galopp genötigt.

Kurz vor der 4-Stunden-Marke wird ein Sonnenschutz-Pavillion eines Wohnmobiles von einer Windboe über den Zaun auf die Strecke in der Collier Corner (Turn 11) geweht. Zur Bergung des Hindernisses wird dann die zweite Gelbphase geschaltet.

Da einige Teams kurz zuvor schon zum Service an der Box waren kommen nur wenige Piloten zu ihren nächsten Stopp. Beim #67 Ford muss dabei nach einem kleinen Feindkontakt ein neuer Frontspoiler montiert werden.

Nach 4 Stunden 7 Minuten erfolgt der Restart.

Doch schon eine Runde später kommt es schon zur nächsten Gelbphase als Alex Brundle (#32 United Autosport Ligier) nach einem Dreher auf kalten Reifen in Turn 17 liegen bleibt. Zur Bergung schaltet man direkt wieder auf Gelb.

Kurz nachdem das Feld wieder eingebremst ist und die Streckensicherung sich auf den Weg gemacht hatte bekommt Brundle den Wagen wieder zum laufen und macht den Weg wieder frei. Die Rennleitung gibt daher nach einem Umlauf in Runde 123 die Strecke wieder frei.

Helio Castroneves (#7 Penske Acura) hält nach dem ersten Renndrittel die Führung vor Pipo Derani (#22), Mike Conway (#31), Jonathan Bomarito (#55) und Dane Cameron (#6).


Beim Restart kommt es in der Hairpin zu einer Kettenreaktion bei der Dirk Müller (#66 Ford) das Heck von Jack Hacksworth (#15 3GT Lexus) touchiert. John Edwards (#24 BMW) fährt wiederum auf das Heck des Ford auf. Doch mit Ausnahme eines verloren gegangenen Scheinwerferglases des Ford GT bleibt die Kollision ohne weitere Folgen.

Weiter hinten auf der Strecke geraten die beiden Audi R8 von Alessio Picariello (#29 Land) und John Potter (#44 Magnus) aneinander und legen eine größere Offroad-Einlage ein.

Auf der Start/Ziel-Geraden bleibt ein weiteres Debris-Teil einer weiteren Kollision liegen. Die Rennleitung hält zunächst nur die rot-gelb gestreifte Flagge hinaus, kann aber eine weitere Gelbphase auf Dauer nicht verhindern.


Kurz bevor diese ausgerufen wird kriecht Edwards (#24) langsam über die Ulman Straight in Richtung Box zurück. Gleichzeitig kollabiert durch schleifende Fahrzeugteile an Müller's Ford (#66) das linke Hinterrad beim Anbremsen der Sunset Bend. Müller kann den Wagen zum Glück gerade noch abfangen und unverzüglich an die Box manövrieren.

Sowohl am BMW, als auch am Ford müssen unter Gelb umfangreiche Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Da es am Ford Probleme mit den Aufhängungspunkten der Heckpartie gibt wird der Wagen sogar hinter die Boxenmauer gebracht.

Mit 8 Runden Rückstand auf die Spitze wird dann Rene Rast (#77 Joest Mazda) wieder auf die Strecke geschickt.

Nach der 15-minütigen Gelbphase erfolgt nach etwas mehr als 4 1/2 Rennstunden der Restart.

Dabei dreht sich Christina Nielsen (#58 Wright Porsche) in der Sunset Bend und bleibt entgegen der Fahrtrichtung auf der Strecke liegen. Mit viel Glück kracht keiner der folgenden Fahrzeuge in sie hinein. Kurz bevor die Spitze auf die Ulman Straight einbiegt bekommt die flotte Dänin den Wagen wieder zum laufen und steuert zu einem kurzen Check die Box an, die sie dann aber auch wieder schnell verlassen kann.

Pipop Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan) hält nach dem Restart die Gesamtführung vor vor Helio Castroneves (#7) und Felipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac). In den beiden GT-Klassen haben derweil Patrick Pilet (#911 Porsche) und Alvaro Parente (#86 Michael Shank Acura) inne.

HG / SV

 

Bei verbleibenden 6 3/4 Stunden geht der führende Pipo Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan) zu seinem nächsten planmässigen Stopp an die Box. Kurz zuvor waren auch schon die Kontrahenten zu ihrem Stopp angetreten. Beim #10 Wayne Taylor Cadillac speit erneut heftig Kühlwasser durch das Sicherheitsventil. Nach dem nachfüllen neuer Flüssigkeit kann der Wagen zurück auf die Strecke.

Auch nach seinem Stopp kann Derani seine Führung problemlos fortführen.
Felipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac), sowie die die beiden Penske Acura von Ricky Taylor (#7) und Juan-Pablo Montoya (#6) liegen bereits über 12 Sekunden dahinter. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen nur noch die Top-8 in der Führungsrunde bei den Prototypen. Darunter ist neben den drei anderen Cadillac (#10, #31, #90) auch noch der #55 Joest Mazda.


Etwas chaotisch geht es hingegen beim Stopp der GT's zu als David Heinemeier-Hanson (#15 3GT Lexus) eine Box  zu früh abstellt und aussteigen will. Dadurch versperrt er Earl Bamber (#912 Porsche) den Weg zu seiner Crew. Während Heinemeier-Hanson den Wagen versucht zu starten gibt ihm Bamber einen leichten Schubser.

Mit eingeschränkter Si
cht ist plötzlich sein Teamkollege Dominik Baumann (#14 3GT Lexus) unterwegs als ihm die Fronthaube aufspringt. Dem nicht genug sammelt er beim räubern übers Grün auch noch einen Werbebanner auf.

Die Rennleitung leitet zur Sicherheit der Kontrahenten eine weitere Gelbphase ein
, die dann auch gleich wieder eifrig genutzt wird um den nächsten Stopp durchzuführen.

Kurz nach der Halbzeit-Marke nimmt das Feld wieder Fahrt auf.

Ricky Taylor (#7) und Spencer Pigot (#55 Joest Mazda) liegen dicht am Heck des noch immer in Führung liegenden Pipo Derani (#22). In der GTLM führt  Connor de PHillippi (#25)
- Luca Stolz (#33 Riley Mercedes) in der GTD.

Während sich
Pipo Derani (#22) beim Restart den angriffen von Ricky Taylor (#10) erwehren muss, hält Spencer Pigot (#55) die dahinterliegende Konkurrenz auf.

Doch dann
passiert das Desaster beim #7 Penske Acura als der Wagen plötzlich Feuer speiend langsamer wird und weit ab der Fahrspur in Turn 11 ausrollt. Erneut kommt es zu einer Gelbphase in der der Acura DPi aus der Gefahrenzone gezogen wird.

Kurz vor der Gelbphase kommt es bei einem teaminternen Duell der beiden Action Express Cadillac’s zum Kontakt bei
dem Christian Fittipaldi (#5) von der Strecke gedreht wird.

Ohne einzuschlagen kann dieser aber mit Platzverlust das Rennen wieder aufnehmen.


Beim Restart zieht Derani (#22) erneut dem Feld davon, während Pigot (#55) dieses mal einen besseren Start hat und sich ebenfalls von der Konkurrenz lösen kann.

Erneut ist Dominik Baumann (#14) mit defekter Fronthaube unterwegs. Da der Weg zur Box recht kurz ist lässt die IMS
A dieses mal das Rennen weiterlaufen.

In der GTLM wird die Luft führt de Phillippi (#25 BMW) wieder etwas dünner. Toni Vilander (#62 Risi Ferrari) sowie die beiden Werksporsche von Nick Tandy (#911) und Laurens Vanthoor (#912) kleben ihm regelrecht am Heck.

Auch Scott Dixon (#67 Ford) kann mittlerweile wieder auf die Gruppe aufschließen
und macht die Top-5 komplett.



Die vielen Tape-Streifen, die das Team von Dominik Baumann (#14) auf den Wagen geklebt haben helfen nicht und so flattert die Haube schon wieder durch die Luft und macht erneut einen Boxenbesuch notwendig. Auch Christpoher Mies (#29 Land Audi) benötigt einen besonderen Service und muss an der Front nach seinem Marken-internen Kontakt neu getappt werden.

Während der nächsten Routinestopps bei verbleibenden 5 1/4 Stunden gibt der #38 Performance Tech Oreca durch eine überhitzte Bremse aus den linken vorderen Radkasten heftige Rauchzeichen.

Unterdessen dreht Spencer Pigot (#55 Joest Mazda) ein paar Führungsrunden bevor dann auch er zu seinem Stopp an die Box geht. Harry Tincknell übernimmt das Steuer
- hat dann aber Probleme den Wagen zu starten und würgt diesen mehrfach ab. Durch die Probleme wird man auf Platz sieben zurück geworfen.

Johannes van Overbeek (#22 Tequila Patron ESM Nissan) geht dadurch erneut in Führung, gefolgt von Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor Cadillac), Eric Curran (#31 Wehelen Engineering Cadillac), Juan-Pablo Montoya (#6 Penske Acrua) und Trsitan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac).


Offenbar durch nachlassende Reifen fällt Connor de Phillippi (#25 BMW) immer weiter zurück. Sowohl Toni Vilander (#62 Risi Ferrari) als auch Nick Tandy (#911 Porsche) lassen den BMW hinter sich.

In der GTLM gibt es indes einen fantastischen Kampf zwischen Connor de Phillippi (#25 BMW) und den beiden Porsche von Nick Tandy (#911) und Laurens Vanthoor (#912) um Platz zwei hinter Toni Vilander (#62 Risi Ferrari). Das rundenlang Duell kann dann in der Überrundungsphase Tandy zu seinen Gunsten entscheiden.

Kurz vor der 5-Stunden Markt übernimmt Renger van der Zande (#10) die Führung von Johannes van Overbeek (#22). Van der Zande nutzte seine Chance bei der Überrundung der beiden zurückliegenden JDC-Miller Orecas und kann sich auch gleich etwas absetzen.

Im Dreikampf zwischen Harry Tincknell (#55 Joest Mazda), Juan-Pablo Montoya (#6 Penske Acura) und Tristan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac) zieht Montoya in Turn 17 zu früh nach innen und wird von Vautier am Heck getroffen und dreht sich von der Strecke. Ohne einzuschlagen kann Montoya das Rennen fortsetzen, doch kurz darauf rollt er in Turn 14 aus und wird von der Streckensicherung hinter die Mauer geschoben. Für Penske könnte das ein Totalausfall bedeuten.

Zur Sicherheit der Streckenposten wird das Feld wieder mit einer Gelbphase eingebremst.

Während der Großteil der Prototypen an die Box geht bleibt Harry Tincknell (#55) auf der Strecke und übernimmt wieder die Führung.

Kaum ist das Feld
bei etwas mehr als noch 4 1/2 Stunden auf der Uhr wieder unter Grün unterwegs kommt es zum Kontakt zwischen den beiden Cadillac von Renger van der Zande (#10) und Eric Curran (#31) bei dem ein großes Teile des rechten Radkastens am Wayne Taylor Wagen abgerissen wird und auf der Strecke in Turn 4 liegen bleibt. Auch der Heckflügel wurde dabei beschädigt und hängt schief.

Van der Zande fährt während der Gelbphase zunächst noch weiter und kann sich beim rasch eingeläutet Restart etwas von seinen Hintermännern absetzen. Doch das Fahrzeug ist unfahrbar und steuert kurz darauf die Box für einen neuen Heckflügel an.

Einen weiteren Crash gibt es wenige Runden später zwischen Joao Barbosa (#5 Mustang Sampling Cadillac) und James French (#38 Performance Tech Oreca) in Turn 17. Einen Aufhängungsschaden vorne links für den Cadillac und einen rechts für den Oreca ist das Resultat.

Zum Glück ist der Weg zur Box sehr kurz. Im Replay sichtbar wollte French offenbar die Box ansteuern und zog nach innen wo Barbosa
seine Linie fuhr.

Durch die ganzen Ausfälle bzw. Probleme der Favoriten für den Gesamtsieg werden die verbliebenen LMP’s nach vorne gespült. Phil Hanson (#32 United Autosports Ligier) wird so plötzlich auf Platz drei geführt und auch Romain Dumas (#54 CORE Oreca) liegt mit einer Runde Rückstand schon wieder auf Platz Sieben nach seinen frühen Problemen in Rennen.


Mit Problemen schleppt sich Nelson Panciatici
knapp vier Stunden vor Rennende im “Banana-Boat” (#85 JDC-Miller Oreca) um die Strecke. Das Team hat auf Platz 11 liegend bereits einen Rückstand von 10 Runden. Im Vorjahr in der zweiten Saisonhälfte stark unterwegs, läuft es zu Beginn der diesjährigen Saison alles andere als perfekt. 

Keine zehn Minuten später kommt es zur nächsten Gelbphase als Gianmaria Bruni (#912 Porsche) Ausgangs Turn 13 hart über den kurvenäußeren Curb räuberte und sich seinen Unterboden und weitere Teile seiner Heckpartie mitten auf der Strecke verliert. Während Bruni sich unter Gelb eine neue Heckpartie an der Box abholt ist man mit einem Jetblower auf der Strecke unterwegs.

Beim Restart knapp 3 1/2 Stunden vor Ende verabschiedet sich auch die Sonne so langsam in Sebring.


Mike Conway (#31 Whelen Engineering Cadillac) führt das Feld vor Nicolas Lapierre (#22 Tequila Patron ESM Nissan) und Tristan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac) an. Richard Westbrook (#67 Ford) und Lawson Aschenbach (#93 Michael Shank Acura) halten in den beiden GT-Klassen die Spitzenposition.

Während in der GTLM noch die Top-6 sich in der Führungsrunde befinden, sind es in der GTD noch insgesamt 12 Fahrzeuge. Auch bei den Prototypen sind es noch 6 Wagen (#31, #22, #90, #32, #55, #10) sowie der eine Runde zurückliegende #54 CORE Oreca die noch um den Sieg kämpfen können.

Die etwas kühleren Temperaturen am Abend verpassen dem Mazda-Triebwerk einen gewissen extra Schub und so kann Jonathan Bomarito (#55) immer weiter auf die Spitze aufschließen.

Durch eine andere Boxenstopp-Strategie und einem wesentlich effizienteren Spritverbrauch kann sich Bomarito dann auch noch einmal an die Spitze setzen. Zeitweise hält er sogar einen Vorsprung von knapp 50 Sekunden.

Wesentlich enger geht es in der GTLM noch zu. Hier trennen die Top-5 gerade einmal 10 Sekunden. Frederic Makowiecki (#911 Porsche) hält dabei die Führung vor James Calado (#62 Risi Ferrari) und Tommy Milner (#4 Corvette).

Nach seinem Trainingsunfall vom Ende des Feldes gestartet führ Lawson Aschenbach (#93) weiterhin die GTD-Klasse an. Hinter ihm folgen Madison Snow (#48 Paul Miller Lamborghini) vor Trent Hindman (#86 Michael Shank Acura) und Jeroen Bleekemolen (#33 Riley Mercedes).



Als in Sebring in Stunde zehn die Nacht endgültig einbricht übernimmt Mike Conway (#31) vor Nicolas Lapierre (#22) wieder die Führung. Während der Stopps des Nissans und der Caddys geht dann aber wieder der Mazda an die Spitze. Wenig später sind aber Lapierre und Conway wieder die beiden Spitzenreiter und geben sich ein packendes Duell über viele Runden.

Als Richard Westbrook (#67 Ford) gerade wieder auf die Spitze aufholen kann bemerkt er plötzlich Rauch im Cockpit und steuert sofort die Box an. Ein elektronisches Problem wird als Ursache gefunden und repariert, doch man verliert etliche Runden bevor man den Wagen wieder auf die Strecke schicken kann.

'Side-by-Side' ziehen Lapierre und Conway über die Ulman Straight und der Sunset Bent. Erst auf Start/Ziel kann sich dann Lapierre durchsetzen und führt das Feld wieder an.

Auch in den anderen Klassen ist der Kampf um die Sieg ebenfalls noch komplett offen. In der GTLM trennen Toni Vilander (#62 Risi Ferrari) nach einem tadellosen Stopp der ihn zurück an die Spitze brachte nur 1,142 Sekunden auf Patrick Pilet (#911 Porsche).

In der GTD heißen die Duellanten Madison Snow (#48 Paul Miller Lamborghini) und Trent Hindman (#86 Michael Shank Acura). Aber auch Hindman's Teamkollege Lawson Aschenbach (#93) liegt mit gerade einmal 2 Sekunden Rückstand den zweien dicht am Heck.

Durch die Stopps der anderen liegt bei verbleibenden 2 1/4 Stunden Jonathan Bomarito (#55) wieder in Front. Gut 40 Sekunden trennen ihn vom Rest. Trotz frischer Reifen können Lapierre (#22) und Conway (#31) aber nicht wieder aufschließen.


Der nächste Boxenstopp des Mazda, bei dem Bomarito an Spencer Pigot übergibt, bringt die beiden dann wieder in Front. Zwölf Runden später tauschen die drei aber wie zuvor wieder ihre Plätze als der Nissan und der Caddy zum ihrem nächsten Stopp kommen.

Im Kampf um Platz eins geht Patrick Pilet (#911) in Turn 16 zu früh aufs Gaspedal und fliegt eingangs der Ulman Straight von der Strecke. Auf dem Gas stehend bekommt er den Wagen aber schnell wieder eingefangen und kommt nach einem wilden Ritt über die Wiese auf die Strecke zurück.

Der führende Toni Vilander (#62 Risi Ferrari) kann seinen Vorsprung aber kaum ausbauen und gerät kurz darauf wieder unter Druck durch Pilet. Dieser legt sich seinen Kontrahenten zurecht und übernimmt dann in Runde 278 wieder die Spitze der GTLM.

Einen massiven Einschlag wirft dann Tristan Vautier (#90 Spirit of Daytona Cadillac) 104 Minuten vor Ende aus dem Rennen und läutet die 10. Gelbphase ein. In Turn 17 kommt er mit kalten Reifen von der sauberen Linie ab und schliddert auf den "Marbles" wie auf Eis in den Reifenstapel am Kurvenausgang.

Der Wagen wird dabei in die Luft und auf die Strecke zurückgeworfen. Neben dutzenden von Fahrzeugteilen werden auch Teile des Reifenstapels auf die Strecke geschleudert, denen unter anderem Markus Palttala (#96 Turner BMW) und Tom Dyer (#69 HART Acura) nicht mehr ausweichen können.

Der führende Spencer Pigot (#55 Joest Mazda) kann dem austrudelnden Cadillac gerade noch auf der Außenbahn ausweichen, wird aber ebenfalls von Trümmerteilen getroffen.

Die Streckensicherung ist schnell zur Stelle und helfen Vautier aus dem Auto heraus. Das Trümmerfeld verteilt sich über die Start/Ziel-Gerade hinaus bis in Turn 1 wo ein einzelner Reifen liegt.

Hinter dem SafetyCar schleppt sich Pigot (#55) mit einem Schaden vorne links um den Kurs bis die Box aufmacht. Ohne Scheinwerfer kann sich Pigot aber nur am SafetyCar vor ihm orientieren. In der Anfahrt zur Box gehen dann die Scheinwerfer wieder an, sodass die Crew nur das nötigste durchführt und dann ihren Piloten wieder auf die Streck hinausschicken.

In der Gelbphase kommt das Führungsquartett geschlossen an die Box hinein. Felipe Nasr (#31 Whelen Engineering Cadillac) geht danach als erster vor Pipo Derani (#22 Tequila Patron ESM Nissan) und Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor Cadillac) auf die Strecke zurück.

Ein hiesiger Fuhrpark an Maschinen räumt unterdessen die Unfallstelle wieder auf.

Beim Restart mit noch 85 Minuten auf der Uhr holt sich dann Derani die Führung zurück.

In der GTLM hat weiterhin der #911er Porsche mit Nick Tandy die Führung vor Alessandro Pier Guidi (#62 Risi Ferrari) und Laurens Vanthoor (#912 Porsche) inne.

Bei den GTD's liegt Bryan Sellers (#48 Paul Miller Lamborghini) vorne. Doch Christopher Mies (#29 Land Audi), Luca Stolz (#33 Riley Mercedes) als auch Alvaro Parente (#86 Michael Shank Acura), Gunnar Jeannette (#63 Scuderia Corsa Ferrari), Mario Farnbacher (#93 Michael Shank Acura), Mathieu Jaminet (#73 Park Place Porsche) und Thomas Jaeger (#75 SunEngery1 Mercedes) liegen knapp dahinter.

Drei Runden nach dem Restart bleibt dann Dirk Müller (#66 Ford) mit einem Totalausfall der Elektronik in der Auslaufzone von Turn 16 liegen und sorgt für die nächste Gelbphase. Begleitet durch mehrere Sicherheitsfahrzeuge wird der unbeleuchtete Ford an die Box geschleppt.

Nach zwei Runden hinter dem SafetyCar geht das Feld in die finalen 73 Minuten. Beim den Sprint bis zur Zielflagge gibt Derani (#22) das Tempo vor und kann sogleich mehrere Autolängen Vorsprung hinausfahren. Derani profitiert aber auch durch Felipe Nasr (#31) der die knapp dahinter liegenden Harry Tincknell (#55), Renger van der Zande (#10), Paul di Resta (#32) und Rumain Dumas (#54) aufhält.

In einem Dreikampf kann van der Zande sowohl an Tincknell als auch an Nasr vorbeigehen und liegt nun auf Platz zwei.


Einen tolles Duell geben sich auch Alessandro Pier Guidi (#62) und Alexander Sims (#25) um Platz zwei hinter Nick Tandy (#911) in der GTLM. Auch in der GTD liegen mit Bryan Sellers (#48), Luca Stolz (#33) und Christopher Mies (#29) innerhalb einer Sekunde eng zusammen.

Während der letzten Boxenstopps kommt es beim #96 Turner BMW zu einem Bremsfeuer am linken Vorderrad. Bei der Ausfahrt zur Box wird dieser aber durch den Fahrwind gelöscht und gibt Markus Palttala die Chance das Rennen zu Ende zu fahren.

Mit bereits 8 Runden Rückstand zieht Nicky Catsburg qualmend um den Kurs. Sein Teamkollege kommt unterdessen zu seinem letzten Stopp an die Box. Auch Nick Tandy kommt wenig später an die Box und bekommt für die letzten 45 Minuten noch einmal einen frischen Satz Reifen aufgezogen.

Durch den letzten Stopp in Führung gekommen muss Jeroen Bleekemolen (#33) mit kalten Reifen sich dem heran fliegenden Bryan Sellers (#48) geschlagen geben.

Schon das ganze Rennen über benötigte der #55 Mazda bei der Ausfahrt aus der Box einen Schubs durch die Crew. Doch in den letzten 40 Minuten zickt der Wagen herum. Bis das Team das Auto wieder ins laufen bekommt verliert man wertvolle Zeit und handelt sich eine Runde Rückstand ein.

Zum selben Zeitpunkt gibt es an der Boxenausfahrt einen Crash zwischen dem aus der Box fahrenden Robert Alon (#85 JDC-Miller Oreca) sowie Alessandro Balzan (#63 Scuderia Corsa Ferrari) der dem querstehenden "Banana Boat" am Heck touchiert. Mit defektem Heckflügel muss Alon wieder an die Box, während Balzan die Jagd auf den führenden in der GTD fortsetzen kann.


Mit 35 Minuten Restzeit könnte es noch einmal zu einer Gelbphase kommen, da in Turn 15 ein größeres Fahrzeugteil liegen bleibt. Diese dürfte vom #67 Ford stammen, der ohne linken hinteren Seitenkasten unterwegs ist. Vermutlich durch ein anderes Auto aufgesammelt ist dann das Teil wie aus Geisterhand verschwunden und so kann es ohne eine zwölfte Gelbphase weitergehen.

Trotz des Kontaktes mit dem #85 Oreca zieht Balzan (#63) zuerst an Christopher Mies (#29 Land Audi) und wenig später auch noch an Jeoren Bleekemolen (#33 Riley Mercedes) vorbei.

Bryan Sellers (#48) ist aber schon zu weit entfernt und so landet der WeatherTech Ferrari am Ende auf Platz zwei. Für Lamborghini ist es nach Daytona der zweite große Erfolg in Folge.


In der GTLM lässt sich Nick Tandy (#911 Porsche) in den letzten Minuten nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und hält Alexander Sims (#25 BMW) gut 6 Sekunden hinter sich. Tandy's Teamkollege Laurens Vanthoor (#912 Porsche) komplettiert mit etwa 17 Sekunden das Treppchen vor dem #67 Ford und dem #62 Risi Ferrari, den wir möglicherweise erst zum Ende der Saison wiedersehen dürften.

Den Gesamtsieg holt sich Pipo Derani gemeinsam mit seinen Teamkollegen Nicolas Lapierre und Johannes van Overbeek im #2 Tequila Patron ESM Nissan Onroak DPi. Für den Nissan DPi ist es nach dem Petit Le Mans im Vorjahr erst der zweite Sieg.

Auf Platz zwei landet Renger van der Zande (#10 Wayne Taylor Cadillac) vor Felipe Nasr (#31 Whelen Engineering Cadillac).

Auf Platz vier landet als bester LMP der #54 CORE Oreca vor dem Florida 36h-Gaststarter #32 United Autosports Ligier. Diese haben sich die Teilnahme bei den beiden Eröffnungsrennen aber ganz anders vorgestellt und machen ihrem Unmut über die "sinnlose" Balance-of-Performance laut. Bereits in Daytona waren die "Global LMP" chancenlos.

So schnell dürfte man das Team rund um Zak Brown vermutlich in der USA nicht mehr am Start sehen.

SV