Saisonrückblick GT

2018
Pirelli World Challenge
AMERICANSPORTSCAR.racing

 
 
 
 


Bericht von Stefan A. Volk
 
Bilder von Pirelli Worhld Challenge
 
 

*

Mit einem stark dezimierten Feld startet die Saison der Pirelli World Challenge in St. Petersburg. Mit dabei ist die Callaway Competition mit Daniel Keilwitz und holte sich Platz vier im ersten Lauf.

Durch einen Bremsschaden und einem sehr heftigen Abflug in Turn 10 von Alvaro Parente (K-Pax Bentley) landete Keilwitz dann im zweiten Lauf sogar auf Rang zwei. Den Sieg in beiden Läufen holte sich Newcomer Scott Hargrove auf dem Pfaff Porsche.

Für den erste Sprint-X-Event in Austin musste Parente mit seinem Partner Andy Soucek im Ersatzfahrzeug antreten. Im Duell zu Turn 1 musste sich er dann von Startplatz zwei aus aber Toni Vilander (R. Ferri Ferrari) und Mike Skeen (Lone Star Mercedes) geschlagen geben und wurde später auch aufgrund eines Kontaktes mit dem GMG Porsche immer weiter zurück gereicht.

Während Vilander gemeinsam mit Miguel Molina durch einen perfekten Boxenstopp sich den Sieg Daniel Morad und dem deutschen Fabian Schiller (CRP Mercedes) holten musste Daniel Keiwitz mit seinem Partner Eric Curran (Callaway Corvette) von der Box zuschauen. Ein Motorproblem hinderte die beiden an der Rennteilnahme.

In Lauf zwei schaffte man es dann mit einem neuen Motor zwischenzeitlich in die Top10, viel dann aber 3 Runden vor Schluss mit Kraftstoffproblemen aus. Der Sieg ging erneut an die beiden Ferrari-Piloten Vilander und Molina vor dem Lone Star Mercedes von Mike Skeen und Scott Heckert die hier ihr Heimrennen hatten.

Nach dem Circuit of The Americas ging es ohne Callaway, die ursprünglich nur drei Rennen aussetzen wollten nach Long Beach wo es zum Ferrari-Doppelsieg kam.


Hinter Daniel Mancinelli (TR3) und Toni Vilander (R. Ferri) landete Parente (K-Pax Bentley) auf Platz drei vor Hargrove (Pfaff Porsche).

Beim zweiten Sprint-X-Event auf dem Virginia International Raceway war dann für Parente nach nicht einmal einer Runde das Rennen wieder einmal beendet und landete so hart in der Betonmauer, dass der Wagen für den zweiten Lauf nicht mehr aufgebaut werden konnte. Für das darauf folgende Rennen in Mosport musste das Team dann sogar einen zweiten Ersatzwagen aus Malaysia einfliegen lassen.

Sieger von Lauf eins wurde am Ende sein Teamkollege Rodrigo Baptista gemeinsam mit seinem Co-Driver Maxime Soulet vor dem Ferrari von Remo Ferri Ferrari und dem Pfaff Porsche.



Lauf zwei ging an den Lone Star Mercedes vor den beiden Porsches von Pfaff und Alegra Motorsport der von Michael Christensen und Spencer Pumpelly gesteuert wurde.

Auf der feuchten und stark vernebelten Strecke des Canadian Tire Motorsports Park führte Polesitter und Lokalmatador Daniel Morad (CRP Mercedes) das 10-Wagen an und lässt sich selbst auf abtrocknender Piste diese durch die Konkurrenz nicht abjagen. Die Pole zu Lauf zwei teilten sich die beiden Bentley-Piloten. Parente als auch Baptista zogen dem Rest des Feldes davon und holten sich den zweiten Bentley-Sieg.

Trotz Mercedes-Doppel-Pole lag am Ende des ersten Laufs auf der Strecke von Lime Rock Park der Alegra Porsche von Michael Christensen und Spencer Pumpelly vorne.



Polesitter Daniel Morad (CRP Mercedes) musste noch vor dem Start von Lauf zwei mit einem Elektronikproblem an die Box und kehrte nach 10 Runden erst wieder ins Rennen zurück, dass mittlerweile Toni Vilander (R. Ferri Ferrari) anführt. In einem rundenlangen "Dogfight" holt sich Alvaro Parente (K-Pax Bentley) den zweiten Rang vor Spencer Pumpelly (Alegra Porsche).

Auf dem Road America in Elkhart Lake treten die GT und GTS erstmals seit langem wieder gemeinsam auf. Nach dem desaströsen Saisonstart läuft es endlich für Parente und sichert sich nach drei Gelbphasen den Sieg.

In Lauf zwei muss er sich dann in Runde eins Michael Christensen (Alegra Porsche) geschlagen geben der sich bis zum Schluss an der Spitze behaupten kann.



Seit 2005 nicht mehr auf dem Portland International Raceway unterwegs geht es in das vorletzte Sprint-X-Rennen. Nach mechanischen Problemen an Alvaro Parente's Bentley wechselt man bei K-Pax auf das wieder aufgebaute St. Petersburg Chassis zurück. Doch dieser brachte ihm erneut kein Glück und muss nach einem Abflug den Wagen an der Box abstellen. Auch sein Teamkollege Rodrigo Baptista sah mit mechanischen Problemen die Zielflagge nicht.

Der Sieg ging an das Remo Ferrari Ferrari-Duo Vilander/Molina vor dem Alegra Porsche von Christensen/Pumpelly und dem TruSpeed Audi von Dalziel/Chase. Letztere sicherten sich den Sieg in Lauf zwei vor dem Bentley von Baptista/Soulet während die Teamkollegen Parente/Soucek nach dem Crash in Lauf eins aufgrund eines Motorschadens von der Box zuschauen mussten.

Beim Sprint-X Saisonfinale auf dem Utah Motorsports Campus sicherten sich Toni Vilander und Miguel Molina durch einen Doppelsieg die Meisterschaft. Die Doppelpole der Bentley's brachte vor allem Alvaro Parente wieder mal kein Glück in Lauf eins und viel nach einigen Runden an der Spitze des Feldes mit ABS-Problemen immer weiter zurück. Mit Platz zwei und drei in den beiden Läufen sichern sich Michael Christensen und Spencer Pumpelly den Vize-Meister-Titel.

Das große Saisonfinale fand dann in Watkins Glen statt wo man zuletzt 2010 am Start war. Auch dieses mal hat der 2016er Meister Alvaro Parente mit seinem Bentley wenig Glück und holt sich in der Busstopp einen Plattfuss ein, der ihn zu einem verfrühten Rennende zwang. Rodrigo Baptista im zweiten K-Pax Bentley sichert sich hingegen einen Doppelsieg.


Den Meisterschaftssieg machten letztlich aber Newcomer Scott Hargrove (Pfaff Porsche) und Toni Vilander (R. Ferri Ferrari) unter sich aus. Platz sechs und zwei reichten für Hasgrove aus einen 12-Punkte-Vorsprung vor Vilander (2x Platz vier) aus und holt sich in seiner Rookie-Saison gleich den Titel.

Der Gesamtsieg über Sprint und Sprint-X gelingt aber Toni Vilander vor Hasgrove, Michael Christensen udn den beiden Bentley-Piloten Batista und Parente.

Für 2019 strebt die mittlerweile unter der SRO Motorsports Group ausgetragene Meisterschaft ein Feld von mindestens 18 GT3 an. Mit jeweils zwei auf 90 Minuten verlängerte Rennen startet man im März die Saison auf dem Circuit of The Americas. Danach geht es nach Virginia (27./28.04.), Mosport (18./19.05.), Sonoma (08./09.06.), Watkins Glen (30.08./01.09.) und Elkhart Lake (21./22.09.).

Das Grand Finale findet dann gemeinsam mit der GTS und der neuen GT4 America West am 05./06.10. statt. Als Austragungsort steht das Las Vegas Motor Speedway sehr hoch im Kurs.  St. Petersburg und Long Beach sind somit in der GT raus.

Erstmals wird dann die Startaufstellung für Lauf zwei dann in einem eigenen 15-minütigen Qualifying ausgetragen. Während des Boxenstopps dürfen nur zwei Mechaniker mit einem Schlagschrauber den Radwechsel durchführen, während ein weiterer sich um die Spritzufuhr kümmert.

Die Tracktime verlängert sich auf insgesamt 6 Stunden (30 min. Test für Bronze-Fahrer, 2 Stunden freies Training, 2x 15 min. Qualifying und 2x 90 min. Rennen).  


Impressum Datenschutz