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57. Rolex 24 at Daytona

2019
IMSA-WSC
AMERICANSPORTSCAR.racing

Daytona International Speedway / Daytona Beach / Florida / USA
24.01. - 27.01.2019
Teilnehmer Training Qualifying Rennen Bericht
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Bericht von Harald Gallinnis, Thomas Bauer, Thomas Roth (GT-Eins) und Stefan A. Volk
 
Bilder von ...
 
 

* VORWORT *

In Macau 2018 feierte Schnitzer-Teamchef "Charly" Lamm im Alter von 63 Jahren noch gemeinsam mit Augusto Farfus seinen letzten Rennsieg bevor er in den Ruhestand ging. Er war einer der bekanntesten und weltweit erfolgreichsten Teamchefs in diversen Touren- und Sportwagen-Kategorien - auch wenn er selbst viel zu bescheiden war, dies anzuerkennen. Seine unglaubliche Liebe zum Detail war sein Markenzeichen. Vom ADAC bekam er kürzlich noch den Preis für sein Lebenswerk im Motorsport verliehen.

Für alle extrem überraschend kam nun die Meldung, dass er nach kurzer, schwerer Krankheit am Donnerstag verstorben ist. BMW trägt daher in Gedenken an Lamm im Rennen Trauerflor und hat neben einem zusätzlichen schwarzen Streifen auf seinen Fahrzeugen den Schriftzug "Godspeed, Charly!" geklebt.



Wenn das Rennen nachher gestartet ist wird man bei Black Swan Racing bereits die ersten Koffer packen. Für das Team ist es ein "Rennen-im-Rennen", den bereits am kommenden Wochenende steigt das 12-Stunden-Rennen von Bathurst bei dem das Team ebenfalls gemeldet ist.

Das Einsatzfahrzeug und das Equipment wurde Anfang Dezember bereits nach Sydney verschifft. Teammanager Chris Barber wird nur beim Start dabei sein und steigt dann in den Flieger. Der Rest der Crew folgt dann am Montag um dann am Dienstag den Container vor Ort zu entladen.

Neben dem Team Black Swan Racing werden insgesamt 20 Piloten das Daytona/Bathurst-Doppel antreten.

Stefan Volk

 


 

* STARTAUFSTELLUNG *

Weil einige Teams zum Start auf frische Reifen wechseln kommt es in der GT-Daytona zu einer Anpassung des Grids. Sowohl der #96 Turner BMW, der #71 P1 Mercedes und der #48 Paul Miller Lamborghini starten daher vom Ende des Feldes.

Für etwas Aufregung sorgen die Cadillac-Piloten, die Acura dem "Sandbagging" bezichtigen. Die Topspeed von Acura und Mazda wären deutlich schneller als die eigenen. Im Acura-Lager hingegen hatte man hingegen damit gerechnet, dass Caddy näher dran wäre. Möglicherweise liegt es aber einfach an der BoP-Einstufung, denn auch bei Audi ist man nicht Happy. Die Zeiten mit dem R8 LMS Evo sollen hier deutlich schlechter sein als mit dem Alten im Vorjahr.

Auf der Strecke - oder besser gesagt in der Boxengasse - beginnt dann der Fan Walk.

Riesige Menschenmassen stürmen von den Tribünen um das einmalige Erlebnis mit zu machen und das eine oder andere Autogramm oder Selfie abzustauben.

Im Vorjahr noch als Pilot am dem 3GT Lexus am Start ist fünfmalige D24-Gewinner Scott Pruett zum Grand Marshall für die 57ten 24-Stunden von Daytona vor Ort und darf das Feld ins Rennen schicken. Pruett hat nach dem Rennen seinen Helm an den Nagel gehängt - was dieses Jahr auch Christian Fittipaldi tun wird.

Stefan Volk


 

* RENNEN *

Obwohl zum Start ein paar Tropfen aus einer leichten Wolkendecke fallen, geht der Start regulär auf trockener Strecke vonstatten. Nur der #50 Juncos Cadillac sitzt den Start aus und geht erst eine Runde verspätet ins Rennen.

Oliver Jarvis (#77 Joest Mazda) kann an der Spitze die Führung behalten. Dahinter übernehmen beide Penske Acura die Verfolgung. Die GTLM-Führung von Nick Tandy (#911 Porsche) hält nur 6 Runden an, dann geht Jan Magnussen (#3 Corvette) an ihm vorbei.

Einen frühen Rückschlag muss Alfred Renauer (#99 NGT Porsche) verzeichnen, der nach sieben Runden mit einem gebrochenen Frontsplitter die Box ansteuert und den Wagen hinter die Mauer verschwinden lässt. Nach nur 6 Runden kehrt man aber schon wieder ins Rennen zurück.



In der GTD-Klasse hat der #13 Via Italia Racing Ferrari weiter die Spitze inne. Bei den LMP2 führt James Allen (#81 DragonSpeed Oreca). Das Schwesterauto mit Roberto Gonzalez (#18) wird unterdessen in der elften Runde angerempelt und muss mit beschädigter Front und schleifendem Reifen die Box anlaufen. Das Team verliert knapp eine Runde bei der Reparatur.

Ungeplant kommt dann Earl Bamber (#912 Porsche) nach 15 Runden mit einem Bremsproblem in die Boxengasse und verliert dabei zwei Runden.

In Runde 20 rutscht Agusto Canapino (#50 Juncos Cadillac) in Turn 5 kurz von der Strecke. Seine Aufholjagd als Klassen-Letzter kommt dadurch ins Stocken.  




An der Spitze haben sich nach 40 Minuten (25 Runden) die beide Penske Acura an Oliver Jarvis's #55 Mazda vorbei gearbeitet. Dahinter folgen die fünf Cadillac von Action Express (#31 und #5), Wayne Taylor (#10) und JDC-Miller (#84 und #85).

Nach gerade mal 45 Minuten kommt das Gros der GTLM und GTD-Fahrzeuge unter grün in die Box. Am #67 Ford von Ryan Briscoe gibt es ebenfalls in der frühen Phase ein technisches Problem und bringt den Wagen hinter die Mauer. Nach drei Runde kommt er dann aber schon wieder ins Rennen zurück. Dabei dreht er sich fast auf kalten Reifen.

Im Verkehr verliert dann der #55 Joest Mazda zwei weitere Plätze an die beiden Action Express-Autos die sich in Turn 6 vorbeikämpfen können. Nach 67 Rennminuten kommen dann auch die DPi und LMP2 zu ihren jeweils zweiten Stopps unter grün hinein.

Lediglich die beiden Action Express Caddy's bleiben noch fünf Minuten länger draußen und kommen dann parallel in der 43. Runde zum Tanken und Reifenwechsel rein. Dadurch übernimmt der #6 Penske Acura wieder die Spitze.

Kaum 3 Minuten später stopft Jürgen Häring den #99 NGT Porsche, nach der Übernahme von Alfred Renauer, auf der Outlap mit kalten Reifen in die Reifenstapel des West Horseshoe (Turn 5). Er kann den Wagen aber von selbst wieder befreien und in die Box zurückschleppen.

Nur eine Runde später fliegen an der selben Stelle der #13 Via Italia Ferrari und der #46 Ebimotors Lamborghini ab. Während der Ferrari innen auf dem Gras seine Pirouetten dreht schlägt Ebimotors-Pilot Emanuele Busnelli in die selben Reifenstapel ein wie zuvor Häring - nur deutlich heftiger. Auch er kann sich alleine wieder befreien und an die Box zurück kehren.

Die Reparatur wird das Team allerdings 10 Runden kosten.

Unterdessen stoppen die ersten GTLM ab Runde 44 zum zweiten male. Alex Zanardi (#24 BMW) lässt sich nun in seinem Auto festschnallen.

In Runde 50 übernimmt Oliver Jarvis (#77 Joest Mazda) erneut die Spitze von Juan-Pablo Montoya (#6 Penske Acura). Doch Montoya kann gut eine Runde später wieder kontern.

Mit einem Reifenschaden hinten rechts steuert John Bennett (#54 CORE Nissan DPi) wenig später die Box an. Bennet hatte Teile seiner Lauffläche vor der Busstopp Schikane verloren den anschließen Colton Herta (#25 BMW) überfuhr. Bei der Gelegenheit wechselt nun Romain Dumas in das CORE autosport Fahrzeug.


Allerdings muss wegen Überschreitung des Pitspeed-Limits nur zwei Runden später noch einmal zu einem Strafstopp herein kommen und handelt sich einen Rückstand von drei Runden ein.

Im Verkehr vor Turn 6 geht Felipe Albuquerque (#5 Mustang Sampling Cadillac) an Oliver Jarvis (#77 Joest Mazda) auf Platz zwei vorbei.

Nur Augenblicke später verraucht der Motor des #99 NGT Porsche von Jürgen Häring nach einem Verschalter in Turn 1. Da einige Wagen direkt auf der Ölspur ausrutschen wird in Runde 58 die erste Full Course Yellow geschaltet.

In Runde 61 kommen die Prototypen fast geschlossen an die Box. Verlierer des Boxenstopp ist der #5 Mustang Sampling Cadillac der sich hinten anstellen muss.


Als die GT in der Folgerunde an die Box dürfen kommt es bei Corvette Racing zu einer peinlichen Situation als es zwischen den beiden Teamkollegen in den benachbarten Boxen zu einer Berührung kommt. Ein Schaden am vorderen rechten Radkasten der #3 ist die Folge und muss getappt werden. Mit zwei Runden Rückstand auf die Führungsrunde geht die #3 Corvette mit Antonio Garcia dann wieder ins Rennen.

In Runde 65 erfolgt nach 115 Rennminuten der Restart. Dane Cameron (#6 Penske Acura) hat nun die Spitze übernommen. Dahinter liegt Eric Curran (#31 Whelen Cadillac) vor Rene Rast (#77 Joest Mazda).

Wegen eines Vergehens beim "Wave- by" vor dem Restart bekommt der in Führung liegende Rik Breukers (#11 Grasser Lamborghini) eine 3:40-minütige Stop & Go Strafe verhangen!

Harald Gallinnis / GT-Eins (überarbeitet Stefan Volk)


 

Eine schöne Momentaufnahme zu Beginn der dritten Rennstunde gibt es als Alex Zanardi (#24 BMW) zeitweise der schnellste GTLM-Pilot im Feld ist und konstant die Zeiten der anderen aus seiner Klasse mit gehen kann. Der Rückstand des Teams auf die Spitze geht zulasten eines widerspenstigen Lenkrads beim Fahrerwechsel. Zanardi muss aufgrund seiner Behinderung das Fahrzeug komplett mit den Händen steuern, sodass jeweils das übliche Lenkrad gegen die Spezialkonstruktion für ihn getauscht werden muss.

Wie zuvor Grasser Racing bekommt auch Richard Westbrook (#67 Ford) eine 3:28-minütige Stop & Hold Strafe für ein Vergehen beim Pass Around am Ende der letzten Gelbphase aufgebrummt.

Die schlechten Nachrichten für das Grasser Racing Team reißen unterdessen nicht ab.

Auf dem Weg zu seiner Zeitstrafe hat Rik Breukers die vorgeschriebene Boxeneinfahrt nicht eingehalten und erhält dafür zusätzliche eine Drive Through Strafe.

Nach 146 Rennminuten bringt der führende Dan Cameron (#6 Penske Acura) zum nächsten Stopp an die Box. Auch Rene Rast (#77 Joest Mazda) stoppt mit seinem Wagen. Nach und nach folgen die anderen DPi's.

Probleme gibt es bei dem #5 Mustang Sampling Cadillac. Erneut muss das Heckteil getauscht werden, da die Rückleuchten nicht richtig funktionieren. Mit dem Tausch ist es allerdings nicht getan. Die Action Express Crew schiebt den Wagen hinter die Mauer für intensivere Reparaturen.


 

Nach über 40 Minuten bemerkt die Rennleitung, dass Tommy Milner in der Corvette #4 einen Frühstart beim Restart hingelegt hat und verbrummt ihm zu einer Drive Through. Somit übernimmt nun Patrick Pilet in dem #911 Porsche die Führung in der GTLM.

Der nächste Boxenreigen in der GTLM beginnt dann gut 2 3/4 Stunden nach dem Rennstart. Alex Zanardi (#24 BMW) übergibt nun an Jesse Krohn.

Dieser verursacht dann aber gleich die zweite Gelbphase des Rennens, als er an der engsten Stelle der Boxen-ausfahrt ausrollt und die anderen Fahrzeuge zwingt über die Wiese zu fahren. Krohn schafft es im Notlaufprogramm die Fahrt fortzusetzen - Gelb ist jedoch bereits ausgerufen.




Die Top-9 der DPi nutzen die Gelbphase um Benzin nachzufassen. Glück für Romain Dumas (#54 CORE Nissan DPi) der auf der Strecke draußen bleiben kann und so seinen Rundenrückstand aufholt. Die Joest Mechaniker schaffen es, Rene Rast (#77) schnell genug abzufertigen um die Führung von Dane Cameron (#6 Penske Acura) zu übernehmen.

Derweil erreicht Jesse Krohn im angeschlagenen M8 GTE ebenfalls die Boxen und steuert gleich das Fahrerlager zur Diagnose und Reparatur an.

Ein versehentliches herunterlassen des Fahrzeugs vom Wagenheber, während das Lenkrad bei der Übergabe von Zanardi an Krohn gewechselt wurde verursacht einen Schaden, er einen Tausch der Lenksäule nach sich zieht.



Interessantes Detail aus dem GTD-Feld ist, dass Ben Keating (#33 Riley Mercedes) nach 2 3/4 Stunden hinter dem Steuer schon einen Löwenanteil seiner Pflichtfahrzeit absolviert hat.

Nach exakt 3 Stunden wird das Rennen wieder freigegeben und auch Jesse Krohn (#24 BMW) kommt wieder auf die Strecke zurück.

In der LMP2 liefern sich die beiden DragonSpeed-Piloten Pastor Maldonado (#18) und Nicolas Lapierre (#81) ein tolles Duell im Sekundenabstand und können beinahe die DPi-Zeiten mitgehen. Schade, dass man die Klasse in die Bedeutungslosigkeit geschickt hat.





Pünktlich zum meteorologischen Sonnenuntergang nach etwas mehr als 3 1/4 Stunden Rennbetrieb bremst sich Fernando Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) in Turn 1 innen an Rene Rast (#77 Joest Mazda) vorbei und übernimmt die Gesamtführung. Alle 4 Bremsscheiben am Cadillac des Asturiers glühen feuerrot, Rast kann sich dem Toyota-Werksfahrer nicht erwähren und bekommt gleich 2,2 Sekunden eingeschenkt.

Eine viertel Stunde später bringt Alonso das Fahrzeug in Runde 118 zum Stopp an die Box. Auch Rene Rast und Helio Castroneves (#7 Penske Acura) folgen ihm. Tristan Nunez und Alexander Rossi übernehmen den Mazda und den Acura, während Alonso für einen weiteren Stint im Wagen sitzen bleibt. Bei Joest dauert der Stopp aber 4 Sekunden länger und der Penske-Pilot zieht in der Box vorbei.



Die GT's folgen dann eine weitere viertel Stunde darauf und Tommy Milner (#4 Corvette) übergibt das Lenkrad an Marcel Fässler. Auch in der GTD-Klasse kommt der führende Christopher Mies (#29 Land Audi) an die Box um Benzin und frische Reifen aufzufassen - bleibt aber für einen weiteren Stint im Auto.

Derweil bleibt der #50 Juncos Cadillac in der Busstopp stehen, während die GT-Boxenstopps noch im vollem Gange sind. Just als die #3 Corvette zum Service vorfährt ruft die Rennleitung die dritte Gelbphase nach 3:52 Stunden aus.

Zur 4 Stundenmarke öffnet die Boxengasse zunächst für die Prototypen und das gesamte Feld nutzt die Gelegenheit. Zehn Minuten danach erfolgt dann der Restart.



Bei der Anfahrt zur Busstopp wird John Potter (#44 Magnus Lamborghini) abgeschossen und muss mit einem schleifenden Kotflügel an die Box.

Die Aufholjagd des #912 Porsche wird durch eine 10 Sekunden Stop & Hold Strafe unterbrochen, die man für einen "Emergency Stopp" während die Box nur für die Prototypen frei war kassiert.

Nach knapp 4 1/2 Stunden kommt es zum ersten, entscheidenden Tete-a-tete zwischen einem Prototypen und einem GT als der zweitplatzierte Harry Tincknell (#55 Joest Mazda) im Verkehr hinter dem #96 Turner BMW hängen bleibt und von seiner Landsfrau Katherine Legge (#57 Heinricher/Meyer-Shank Acura) im West Horseshoe am Heck getroffen wird. Tincknell dreht sich in die Wiese, kann dann aber die Fahrt wieder aufnehmen.


Da Legge im reinen Damenteam von der späten Beschleunigung des DPi-Piloten überrascht wurde verhängt die Rennleitung ihr keine Strafe.

Tristan Nunez (#77 Joest Mazda) eröffnet nach 4:40 Stunden die nächste Runde der Boxenstopps. Während man bei Joest nur Sprit auffast, gibt man den Acura-Piloten Alex Rossi (#7) und Simon Pagenaud (#6) zusätzlich ein Set frischer Reifen.

Eine Runde später beendet Fernando Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) seinen starken Stint und übergibt an Kamui Kobayashi - seinen Toyota Teamkollegen aus der WEC.

Zehn Minuten später steigt Christopher Mies (#29 Land Audi) aus dem führenden GTD und übergibt an Ricardo Feller.


35 Minuten nach dem letzten Boxenstopp beginnt die nächste Runde der DPi Pitstops. Neben Sprit und Reifen übernehmen Ricky Taylor (#7) und Juan-Pablo Montoya (#6) das Volant der beiden Penske Acura's. Bei Joest klettert Timo Bernhard hinter das Steuer des #77 Mazda.

Nach knapp 5 3/4 Stunden kommt es zur vierten Gelbphase als es in Turn 1 zu einer Kollision zwischen dem #52 PR1/Mathiasen Oreca und dem #84 JDC-Miller Cadillac kommt.

Mark Kvamme (#52) steht nach einem Dreher quer zur Fahrtrichtung. Der heran fliegende Juan Piedrahita (#84) sieht ihn zu spät und hat keine Chance mehr auszuweichen. Beide Fahrzeuge stranden mit Aufhängungsschäden auf der Strecke.



Die Gelbphase - so kurz vor der 6-Stunden-Marke - kommt zur Unzeit für einige Teams. Nach 6 Stunden gibt es die ersten Punkte in der Michelin Endurance Cup Wertung. Einige Teams haben daher ihren Stopp vorverlegt um am Ende des ersten Rennviertels vorne zu liegen. Dazu gehören unter anderem der #71 P1 Mercedes und der #29 Land Audi. Die beiden rutschen aus dem Niemandsland auf P2 und P3 vor, jedoch behält Felipe Fraga (#33 Riley Mercedes) die Führung. 

Pünktlich zum Ende dieses Rennviertel gibt die Rennleitung das Rennen wieder frei. Der #31 Whelen Cadillac führt in der DPi vor dem #10 W. Taylor Cadillac und dem #6 Penske Acura. In der LMP2 führen noch immer die beiden DragonSpeed Oreca #18 und #81.

Bei den GTLM holt sich die #4 Corvette die ersten Punkte vor dem #62 Risi Ferrari und dem #911 Porsche.

In der GTD führt der #33 Riley Mercedes vor dem #29 Land Audi und dem #57 Lady's-Acura von Heinricher/Meyer-Shank Racing.

Beim Restart kommt es dann im International Horseshoe zum Kontakt zwischen Timo Bernhard (#77 Joest Mazda) und Ricky Taylor (#7 Penske Acura). Taylor verbremst sich auf der Innenbahn und stolpert über Bernhard und dreht sich auf der Strecke. Gute 15 Sekunden sind zum Teufel, da der Amerikaner erst das Feld vorbeilassen muss, bevor er die Fahrt fortsetzen kann.

Eine viertel Stunde nach dem Restart muss Pipo Derani (#31 Whelen Cadillac) abgeben als er zum Stopp an die Box muss und Felipe Nasr übernimmt das Steuer. Offenbar hat man bei dem Team ein Auge auf dem Endurance Cup geworfen. Erst eine weitere Viertelstunde später kommt das restliche DPi-Feld nach und nach in die Box.

Schreckensmomente gibt es unterdessen gut 15 Minuten vor Ablauf der siebten Stunde beim Mazda Team Joest. Zunächst verliert Olivier Pla (#55) ausgangs von Turn 1 den Vortrieb, bekommt den Wagen aber nach einem Reset wieder in Gang. Der Franzose bleibt aber einige Kurven dahinter erneut stehen und schleppt mit Mühe noch gerade so ins Fahrerlager.

Doch für das Team kommt es noch schlimmer. Kaum fünf Minuten später muss Timo Bernhard (#77) in der Auslaufzone der Busstopp abstellen. Flammen züngeln aus dem Auspuff. Der Saarländer springt aus dem Cockpit und winkt die Streckenposten herbei. Natürlich zieht das unglaubliche Pech für die Truppe aus Wald-Michelbach die fünfte Gelbphase nach sich.

Die Reparatur an der #55 kostet 3 Runden, während die #77 am Haken zurück ins Fahrerlager gezogen wird.

Von dem Joest-Drama überschattet ging der Team-interne Unfall der beiden DragonSpeed Oreca völlig unter. Ryan Cullen (#18) verliert das Fahrzeug ausgangs der Busstopp beim Überrunden eines GT und muss durch den Dreck und trifft dann seinen Teamkollegen Ben Hanley (#81).

Da erst der halbe Stint erledigt ist, entscheiden sich einige Teams dazu unter Gelb nicht zu stoppen. Unter anderem bleibt der gesamtführende Kamui Kobayashi (#10 W. Taylor Cadillac) und Rubens Barrichello (#85 JDC-Miller Cadillac) draußen, der auf Platz zwei vorgespült wird.

In der GTLM hat es der Porsche #912 geschafft wieder in die Führungsrunde zu kommen. Auch die #3 Corvette ist nur noch eine Runde - oder eine günstige Gelbphase - hinter der Spitze. In der GTD finden sich noch 16 Fahrzeuge in der Spitzengruppe. Erstaunlich, dass sich darunter auch der #11 Grasser Lamborghini befindet, nachdem er zwei Zeitstrafen hintereinander aufgebrummt bekam.

Thomas Roth / GT-Eins (überarbeitet Stefan Volk)


 

Oliver Jarvis klatscht sich in der Box mit enttäuschtem Gesicht die Mechaniker ab. Das scheint es für die #77 gewesen zu sein. Damit sind nur noch 43 Wagen im Rennen.

In Runde 227 kommt es dann nach etwas mehr als sieben Stunden der Restart. Juan-Pablo Montoya (#6 Penske Acura) kann sich beim Restart an Teamkollege Ricky Taylor (#7) vorbei schieben und sich hinter dem führenden Kobayashi (#10 W. Taylor Cadillac) hängen.

Am Eingang des Infields dreht sich der #47 PPM Lamborghini. Kurz darauf ist Paul Dalla Lana (#51 Spirit of Race Ferrari) mit einem Reifenschaden vorne rechts Funken sprühend und qualmend in Turn 4 unterwegs. Anscheinend hat es zwischen den beiden Wagen einen Kontakt gegeben. Dalla Lana wird auch prompt von der Rennleitung zu einer Durchfahrtstrafe gebeten.

Kamui Kobayashi (#10 W. Taylor Cadillac) kommt dann in der 241. Runde zum insgesamt zwölften Stopp hinein und übergibt an Renger van der Zande. Damit geht die Führung wider an die beiden Acura's.

Kurz vor der 8-Stunden-Marke verliert der #73 Park Place Porsche in Turn 4 sein linkes Hinterrad. Matt Campbell muss den Wagen in langsamer Fahrt auf der Bremsscheibe ratternd in die Box zurück tragen.

Kurz danach kommt der #47 PPM Lamborghini in der Busstopp Schikane zum Stillstand. Pilot Don Yount versucht vergeblich den Wagen erneut zu starten. Um die Situation zu entschärfen wird die sechste Gelbphase des Rennens geschaltet. 

In Runde 267 erfolgt nach gut einer Viertelstunde der Restart.

Hinter den beiden Acura's hat sich nun Colin Braun (#54 CORE Nissan DPi) auf Platz drei vorschieben können. Dahinter versucht Renger van der Zande (#10 W. Taylor Cadillac) sich Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) vom Hals zu halten.

In der GTLM kann sich Ford-Pilot Sebastian Bourdais (#66) in der Folge auf Rang zwei hinter dem führenden Alessandro Pier Guidi (#62 Risi Ferrari) an den beiden Porsche's vorbeischieben.

Am engsten geht es noch immer in der GTD-Klasse zu wo nach 8 1/2 Stunden noch 15 Wagen in der Führungsrunde liegen. Momentan führt hier Dries Vanthoor im #29 Montaplast by Land Audi. 




Kurz vor der 9-Stunden-Marke wird der #84 JDC-Miller Cadillac nach einer langen Reparaturpause wieder ins Rennen geschickt. Man hat fast 100 Runden auf die Spitzengruppe verloren. Auch der zwischenzeitlich geparkte #52 PR1/Mathiasen Oreca ist wieder unterwegs.

Damit sind aktuell nur der #99 NGT Porsche und der #77 Joest Mazda als Ausfälle bestätigt. Der #47 PPM Lamborghini, der die letzte Gelbphase ausgelöst hat,  befindet sich noch zum Service hinter der Mauer.

Eine Viertelstunde nach der 9-Stunden-Marke wird von der Spitze die 300. Runde absolviert. Doch ein neuer Distanzrekord ist nicht mehr in Aussicht. Zum einen hat man jetzt schon 6 Gelbphasen verzeichnen müssen - im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt gerade einmal deren vier! Zum anderen wird für die 13. Rennstunde - also in vier Stunden das Eintreffen einer Regenfront erwartet.

Kurz nach Mitternacht absolvieren die Prototypen unter grün die 16. Runde der Boxenstopps. Mittlerweile läuft das Rennen schon seit 90 Minuten wieder unter grün. Das gibt den schnelleren Teams die Gelegenheit einige Nachzügler aus der Führungsrunde zu kicken.

Der #52 PR1/Mathiasen Oreca dreht sich kurz vor dem Ende der zehnten Rennstunde ausgangs der Busstopp-Schikane. Man kann jedoch an die Box zurückkehren wo Enzo Guibbert den Wagen nach einem kurzen Service übernimmt. In der LMP2-Klasse führen weiterhin die beiden DragonSpeed Oreca's, die in etwa in einer Runde liegen.

Nach einem Kontakt mit dem #19 Moorespeed Audi muss Simon Pagenaud (#6 Penske Acura) nach einem Ausritt durch die Wiese im Horseshoe zu einem unplanmäßigen Wechsel der Fronthaube an die Box und verliert eine Runde.

Damit übernimmt nun Helio Castro-Neves im zweiten #7 Acura die Führung vor Renger van der Zande (#10 W. Taylor Cadillac)  und Eric Curran (#31 Whelen Cadillac). Doch die 16. Runde der Boxenstopps würfelt diese Reihenfolge anschließend wieder durcheinander.

Sieben Minuten nach der 10-Stunden-Marke verliert Will Owen (#50 Juncos Cadillac) eingangs der Busstopp-Schikane das rechte Hinterrad. Der Wagen rollt aus und löst in Runde 331 die siebente Gelbphase des Rennens aus.

Damit kann der zweite #6 Penske Acura auf Platz drei aufschließen und seinen Rundenrückstand kurzerhand eliminieren. Die vergangene Grünphase war mit 108 Minuten die bislang längste des Rennens. In den jeweiligen Führungsrunden liegen jeweils noch 6 DPi, 2 LMP2, 7 GTLM und 13 GTD.


Der Restart erfolgt in Runde 337 nach 16 Minuten unter gelb. Renger van der Zande (#10 W. Taylor Cadillac) führt nun vor dem #7 Penske Acura, dem #31 Whelen Cadillac und dem #6 Penske Acura der sich beim Restart am #54 CORE Nissan DPi vorbei arbeiten kann.

Die GTLM führen die beiden Corvette-Piloten Marcel Fässler (#4) und Antonio Garcia (#3) an und in der GTD liegen die beiden Lamborghini Huracan von #48 Paul Miller Racing und #11 Grasser vorne.

Der #85 JDC-Miller Cadillac bekommen unterdessen gliech mehrfach eine Durchfahrtsstrafe wegen Überschreitung der Boxengeschwindigkeit verhangen.

Im Infight um Platz drei liefern sich Simon Pagenaud (#6 Penske Acura) und Pipo Derani (#31 Whelen Cadillac) ein heisses Duell um die Position.

Dahinter hat Romain Dumas (#54 CORE Nissan DPi) mit einem elektrischen Problem zu kämpfen und kann daher nicht den Anschluss halten.

In der GTLM haben sich unterdessen die beiden Werks-Porsche an den beiden Corvette's vorbei arbeiten können. In der GTD führen weiterhin die beiden Lambo's von Brian Sellers (#48 Paul Miller) und Rolf Ineichen (#11 Grasser). 11 Rennstunden sind nun mittlerweile absolviert.

Im Duell um eine Position touchieren sich die beiden - just aus der Box kommenden - Lambo's fünf Minuten später in Turn 5. Der #11 Grasser Lamborghini dreht sich dabei, kann aber nach einer kurzen Pause weiterfahren.

An der Gesamtspitze liegen mit den beiden Penske Acura, dem #10 W. Taylor Cadillac und dem #31 Whelen Cadillac nur noch vier Wagen in der Führungsrunde.

Dem fünftplazierten #55 Joest Mazda fehlt schon eine Runde und die elektrischen Probleme am #54 CORE Nissan DPi haben diesen schon 6 Runden zurück geworfen.

In der LMP2 liegen die beide DragonSpeed Oreca's weiter zusammen in einer Runde in Führung. Bei den GTLM sind der #62 Risi Ferrari, die beiden Porsche und Corvette's, der #25 BMW und der #66 Ford in der Führungsrunde.

Das dichteste Feld hat derweil mit 13 Fahrzeugen die GTD inne. Angeführt wird die Klasse weiterhin vom #48 Paul Miller Racing Lamborghini.

Fünf Minuten vor der Halbzeit-Marke rollt der in der GTLM führende Antonio Garcia (#3 Corvette) mit einem Benzindruckproblem auf der Strecke hinter der Busstopp-Schikane aus. Porsche übernimmt dadurch die Doppelführung in der Klasse.

Die achte Gelbphase des Rennens wird dann für die Bergung der liegen gebliebene Corvette geschaltet.

Die zweite Hälfte des Rennens beginnt und fast das gesamte Spitzenfeld kommt zum Stopp hinein. Alexander Rossi (#7 Penske Acura) absolviert seinen Stopp eine Runde später und sichert so seinem Team wichtige Punkte im Endurance Cup.

Der Restart erfolgt in der 397. Runde 10 Minuten nach der Rennhalbzeit. Antonio Garcia (#3 Corvette) ist allerdings nicht mit dabei, da der C7 noch immer in der Garage auf die Ursache der Benzinpumpenprobleme untersucht werden muss. Es war also nicht einfach nur ein leer gefahrener Tank. Neun Runden wird man am Ende aufgrund der Probleme auf die Spitze verlieren.

 

Mit einem Reifenschaden vorne rechts kommt der #24 BMW in die Box. Der Wagen lag eh schon mit einigen Runden Rückstand auf Rang 8 an vorletzter Stelle der Klasse. Den letzten Platz hat nun die #3 Corvette inne. Auch der #51 Spirit of Race Ferrari erleidet einen weiteren Reifenschaden.

In der GTLM-Klasse übernimmt Philipp Eng im #25 BMW zwischenzeitlich die Führung vor den beiden Porsches. In der GTD-Klasse führt 40 Minuten nach der Rennhalbzeit der #63 Scuderia Corsa Ferrari vor den beiden Audi von #29 Land und #88 WRT.

Bei seinem 22. Stopp zieht der #31 Whelen Cadillac an beiden Acura in der Boxengasse vorbei. Nach 13 Rennstunden absolviert das Gros des GT-Feldes die nächste Boxenstoprunde.


Mit technischen Problemen muss der #8 Starworks Audi das Paddock ansteuern. Pilot Parker Chase hatte bei der Ausfahrt aus der Boxengasse die Mauer touchiert und fällt daher aus der Führungsrunde der Klasse  heraus.

Unterdessen kassiert die Mannschaft des #11 Grasser Lamborghini die nächste Durchfahrtsstrafe, nachdem man beim Stopp in der Boxengasse über einen Pressluftschlauch gefahren war.

Nachdem er kurz hinter der Busstopp-Schikane stehen geblieben war steuert Fabian Schiller (#71 P1 Mercedes) die Garage hinter der Mauer an. Damit liegen in der GTD nur noch 9 Wagen in der Führungsrunde.

Der fünftplazierte Olivier Pla (#55 Joest Mazda) kommt nach knapp 13 1/2 Rennstunden auf der Strecke zum Stillstand.

Ein derangiertes linkes Hinterrad lässt einen Anschlag vermuten. Die Inbord-Aufnahmen legen jedoch einen plötzlichen Aufhängungsbruch nahe. Gelbphase #9 wird nach insgesamt 77 Minuten unter grün eingeläutet.

Durch das Problem des Mazdas übernimmt der #85 JDC-Miller Cadillac den fünften Gesamtrang. Allerdings liegt das "Banana Boat" schon zwei Runden zurück. Somit reduziert sich der Kreis der Gesamtsieges-Kandidaten wieder auf 4 Autos.

Unter Gelb lässt das Penske Team am Acura #6 die Fronthaube wechseln. Der angekündigte Regen lässt weiter auf sich warten, allerdings brauen sich wohl westlich von Daytona größere Regengebiete zusammen...




Eine Viertelstunde vor der 14-Stunden-Marke erfolgt der Restart in Runde 448.

Die beiden Cadillacs von Jordan Taylor (#10 W. Taylor) und Felipe Nasr (#31 Whelen) liefern sich an der Spitze einen Kampf um die Führung. Nasr kann sich in Runde 453 schließlich ausgangs des Horseshoe in Turn 7 und 8 durchsetzen. In der GTLM liegen mittlerweile nur noch 6 Autos in der Führungsrunde.

Fünf Minuten vor der 14-Stunden-Marke erreicht der Regen den Daytona Speedway! Ein Blick auf den Regenradar zeigt, dass noch deutlich mehr im Anmarsch ist. Die ersten Teams fangen damit an und holen ihre Regenreifen heraus.

Harald Gallinnis / GT-Eins (überarbeitet Stefan Volk)


 

Einige Fahrer versuchen das Limit auszuloten wodurch einige Fahrzeuge um die Strecke rutschen. Der US-Amerikaner Alexander Rossi (#7 Penske Acura) kann in der Phase auf den führenden Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) wieder aufschließen und drückt sich nach einem zu späten Bremsmanöver des Brasilianers in Turn 1 innen vorbei.

Auch die Spitzengruppe der GTLM schiebt sich zusammen und die Streckenbedingungen würfelt die Positionen durch.

Die Spitzengruppe der DPi geht an die Box. Nur Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) bleibt eine Runde länger auf der Strecke. Das erste Opfer der des immer heftiger werdenden Regens ist der auf Platz sieben liegende Rubens Barrichello (#85 JDC-Miller Cadillac). Ein Einschlag im Bereich der Busstopp endet mit einem Aufhängungsschaden hinten links.


Kurz darauf regnet es richtig!

Nur zwei Runden nach ihrem Stopp kommen die beiden Penske Acura und der #10 W. Taylor Cadillac erneut an die Box und wechseln jetzt auf Regenreifen. Kurz danach folgen alle anderen Teilnehmer - mit einer Ausnahme. Der #31 Whelen Cadillac hatte bereits bei seinem letzten Stopp auf Regenreifen gewechselt und somit jetzt einen satten Vorsprung von 1:46 Minuten.

Doch die Strecke bleibt auch mit der passenden Bereifung extrem rutschig. In kurzer Zeit rutschen unter anderem beide Ford GT von der Strecke. Erst segelt Sebastian Bourdais (#66) im International Horseshoe in den Reifenstapel, kann dann aber Ohne Beschädigung weiterfahren. Dann dreht sich Scott Dixon (#67) ebenfalls in der Kurve.


Auch für den #18 DragonSpeed Oreca läuft es momentan auch nicht. Nur wenige Runden nachdem dem Wagen ein neuer Heckflügel spendiert bekam, schieben ihn die Mechaniker, mit Ryan Cullen am Steuer, erneut ohne Heckflügel durch die Boxengasse. Eine neue Heckpartie und auch eine neue Front werden befestigt.

Bei noch 9 1/2 Stunden auf der Uhr lässt der Regen vorerst etwas nach.

Fernando Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) ist zu diesem Zeitpunkt verdammt schnell unterwegs und schnappt sich zwei mal nacheinander mit einem späten Bremspunkt vor der Busstopp die beiden Penske Acura.

Keine acht Minuten später schreiben wir die zehnte Full Course Yellow wegen Trümmerteilen auf der Strecke am Ausgang des Infields von Turn 6.

Den Kameras nach dürfte es die hintere Ecke eines Prototypen sein.

Mit einem acht Runden Rückstand kehr dann 18 Minuten später Rubens Barrichello (#85 JDC-Miller Cadillac) ins Rennen zurück.

Durch die Gelbphase ist nun natürlich der große Vorsprung des #31 Whelen Cadillac dahin. Als das Rennen bei wieder einsetzenden Regen wieder frei gegeben wird verliert Pilot Eric Curran deutlich an Boden und findet sich kurz darauf nur noch auf Platz vier wieder.

Während Fernando Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) an der Spitze nach zehn Minuten einen Vorsprung von 13 Sekunden auf die beiden Penske Acura inne hat, liegt Curran bereits eine Minute zurück.


Kein Wunder, dass Alonso dem Feld davon zieht, denn seine Zeiten sind pro Runde gut zwei bis drei Sekunden schneller als die der Acura's. Eric Curran verliert zur Zeit gut 10 Sekunden auf den Spanier.

Bei etwas weniger als 8 3/4 Stunden wird plötzlich der #5 Mustang Sampling Cadillac ohne Heckflügel im Infield gesichtet. Doch das hinter Felipe Albuquerque nicht daran mit hoher Geschwindigkeit weiter zu fahren und steuert am Ende der Runde direkt das Paddock an.

Für den #18 DragonSpeed Oreca läuft es aktuell auch weiterhin nicht perfekt. Ryan Cullen rutscht im International Horseshoe erneut von der Fahrbahn in die Reifenstapel. Eine Runde später muss er in Turn 1 erneut einen extra großen Bogen fahren - doch da sollte er nicht der Letzte sein der dort abfliegt.


Eric Curran (#31 Whelen Cadillac) liegt mittlerweile eine Runde zurück auf Platz vier.

Luca Stolz (#33 Riley Mercedes), der zur Zeit die Führung in der GTD Klasse inne hat, muss ebenfalls einen weiten Bogen in Turn 1 nehmen. Weniger Glück hat hingegen Tommy Milner der mit seiner #4 Corvette aufgrund von Aquaplaning dort aufschwimmt und hart mit der Fahrerseite in den Reifenstapel einschlägt und kurz abhebt.

Bei noch 8 1/2 Stunden auf der Uhr kommt es daher zur mittlerweile elften Gelbphase. Tommy Milner kann währenddessen über die Beifahrerseite aus seiner Corvette krabbeln und muss zum medizinischen Check ins streckeneigene Hospital.




Wenig später kommt dann die Meldung, dass nun auch der #55 Mazda offiziell aus dem Rennen ist und für die Joest Mannschaft vorzeitig Feierabend ist.

Die verbleibenden Fahrer berichten über zu viel Aquaplaning und stehendes Wasser. Vor allem in Turn 1, Turn 6 und bei der Busstopp-Schikane.

Insgesamt dauert die Gelbphase schon 1 1/4 Stunden an, bis die Rennleitung endlich einsieht, dass selbst die Blower bei dem anhaltenden Starkregen nichts mehr ausrichten können. Nach 521 gefahrenen Runden bei exakt 16 Stunden und 46 Minuten ist das Rennen mit der roten Flagge nun erst einmal unterbrechen. Alle Fahrzeuge werden  unter Parc fermé Bedingungen in der Fast Lane der Boxengasse abgestellt. Da aktuell keine Restart-Zeit bekannt ist decken die Teams ihre Fahrzeuge erst einmal ab.


Während es über dem Speedway langsam wieder heller wird bleibt der Starkregen dennoch erhalten.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass in der DPi die ersten vier Fahrzeuge wider in der Führungsrunde liegen - angeführt vom #10 Wayne Taylor Cadillac.

Die #54 CORE autosport Mannschaft mit ihrem Nissan Onroak DPi liegen mit vier Runden Rückstand auf Platz fünf. Auf Platz 7 folgt dann bereits mit dem #81 DragonSpeed Oreca der führende in der LMP2-Klasse. Drei Runden dahinter folgt dann der zweite #18 DragonSpeed Oreca. Mit weiteren 4 Runden Rückstand folgt dann der #38 Performance Tech Oreca.

in der GTLM liegen weiterhin die ersten sechs Autos in der Führungsrunde. Aktuell führt dort der #62 Risi Ferrari vor dem #912 Porsche und dem #66 Ford.

In der GTD-Klasse sind es momentan deren 12 Fahrzeuge die sich in der Leadlap befinden. Der führende AJ Allmendinger (#86 Meyer-Shank Acura) wird derzeit auf dem 18. Gesamtrang geführt. Dries Vanthoor (#29 Land Audi) und Marco Seefried (#540 Black Swan Porsche) folgen dahinter.

Der #33 Riley Mercedes hatte kurz vor dem Rennabbruch unter Gelb noch einmal gestoppt und ist dadurch von Platz 1 auf Rang 12 zurück gefallen - hat dank frischer Reifen und einem vollen Tank beim Restart aber sicherlich die besseren Karten.  

Thomas Bauer / GT-Eins (überarbeitet Stefan Volk)


 

Der Regen hat glücklicherweise etwas abgenommen, sodass das Rennen hinter dem SafetyCar um 09:00 Uhr Ortszeit fortgesetzt werden kann. Die Teams bereiten entsprechend Ihre Fahrzeuge vor, denn nach der 1 3/4-stündigen Unterbrechung müssen die Triebwerke und alle Flüssigkeiten vorsichtig wieder auf Temperatur gebracht werden um einen Folgeschaden zu vermeiden.

Mit 5 Stunden und 28 Minuten noch auf der Uhr geht es weiter. Doch im Feld der GTD kommt es auf Start/Ziel zu einem heftigen Crash, als sich Taylor Proto (#46 Ebimotors Lamborghini) sich dreht und Zach Robichon (#9 Pfaff Porsche) mangels Sicht in ihn hineinknallt.

Auch Ryan Hardwick (#48 Paul Miller Lamborghini) rollt kurz danach im Infield aus, kann sich dann aber wenig später bis vor den Eingang der Boxengasse schleppen.


Den beiden Fahrer scheint es soweit gut zu gehen, was man von den beiden Autos nicht behaupten kann. Die Bergung der Fahrzeuge erweist sich als etwas schwierig. Vor allem der #9 Pfaff Porsche steht sehr weit in der vollkommen durchgeweichten und überfluteten Wiese auf Start/Ziel. Erst mit einem extralangen Tau bekommt man den Wagen wieder hinaus, bevor er mit dem Flatbed abtransportiert werden kann.

Nachdem die Fahrzeuge ins Paddock geschleppt wurden gibt die Rennleitung nun auch die Box frei. Die Spitze nutzt sogleich die Chance zu einem weiteren Stopp.

Ricky Taylor (#7 Penske Acura) und Pipo Derani (#31 Whelen Cadillac) übernehmen nun die Führung.

Nach den Prototypen kommen dann auch die GT's an die Box wo mächtig Betrieb ist.

Mit weißen Rauchzeichen kommt dann Simon Pagenaud (#6 Penske Acura) in der Gelbphase an die Box. Die Crew entfernt die komplette Heckabdeckung und sucht nach dem Fehlerteufel. Doch man findet nichts und schiebt den Wagen ins Paddock.

Bei verbleibenden 4 1/2 Stunden kommt es dann durch den Stopp des #7 Penske Acura erneut zum Führungswechsel. Pipo Derani (#31 Whelen Cadillac) führt nun vor seinem Markenkollegen Jordan Taylor (#10 W. Taylor Cadillac). Der mittlerweile auf Platz vier liegende Romain Dumas (#54 CORE autosport Nissan DPi) liegt nur noch 4 Runden hinter dem Führenden.

Die Gelbphase dauert mittlerweile seit einer Stunde an. Doch durch den mittlerweile wieder stärker gewordenen Regen gibt die Rennleitung das Rennen noch nicht wieder frei. Die Blower sind rund um die Strecke im Dauereinsatz.

Ein Blick auf den Wetterradar verspricht nichts gutes. Der Regen soll in den nächsten Stunden weiter anhalten und sogar noch einmal stärker werden.

Kurz vor der 20-Stunden-Marke dreht sich Earl Bamber (#912 Porsche) Eingangs der Boxengasse als er zu seinem nächsten Pitstop hineinkommt und landet in der Wiese. Bamber schafft es sich aus dieser wieder zu befreien und steuert dann eine Runde später seine Crew an.

Nach über 1 1/2 Stunden hinter dem Safety-Car gibt die Rennleitung das Rennen noch einmal frei. Kurz zuvor kommt der #6 Penske Acura wieder ins Rennen zurück. Kaum unter Grün kommt es im hinteren Teil des Feldes Ausgangs der Busstop zum Dreher des #47 PPM Lamborghini. Aber auch die Spitze hat mächtig Probleme in Turn 1.



Einen weiteren Abflug gibt es dann von Pipo Derani (#31 Whelen Cadillac) in der Busstop und in Turn 1. Doch die Führung kann er nach behaupten. Doch eine halbe Runde später zieht Jordan Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) an ihm vorbei.

Auch einige andere Piloten haben insbesondere in Turn 1 Probleme wo sich gleich mehrere Piloten wieder finden. Fred Makowiecki (#911 Porsche) dreht sich dabei in den Wagen von Joey Hand (#66 Ford), der sich ohne Heckflügel an die Box schleppt.

Unentwegt fliegt ein Wagen nach dem anderen von  der Strecke. Auch der #29 Land Audi ist davon mehrfach betroffen. Überall gibt es Probleme mit Aquaplaning, da ansonsten aber die Strecke frei ist lässt die Rennleitung das Feld weiter unter Grün fahren.


Doch mit etwas mehr als 3 1/2 Stunden noch auf der Uhr hat die Rennleitung nach einem Dreher von Romain Dumas (#54 CORE Nissan DPi) und Marco Seefried (#540 Black Swan Porsche) in der Busstop ein einsehen und bremst das Feld wieder ein.

In Runde 564 kommt es dann nach insgesamt 15 Minuten unter Gelb zum Restart. Wie nicht anders zu erwarten bewegen sich sogleich wieder einige Fahrer mit den abgekühlten Reifen neben der Strecke.

Lange hält die Grün-Phase aber nicht an, denn nach einem erneuten Dreher des #540 Black Swan Porsche in Turn 6 bekommt Dirk Werner am Steuer den Wagen nicht gestartet. Gerade als das Safety-Car auf die Strecke kommt springt der Porsche endlich an und kann das Rennen fortsetzen. Die Rennleitung sortiert kurz das Feld etwas und gibt dann das Rennen wieder frei.

Drei Stunden vor Ende liegen in der DPi nur noch der #10 W. Taylor Cadillac, der #7 Penske Acura und der #31 Whelen Cadillac in der Führungsrunde.

In der LMP2 trennen die beiden DragonSpeed Oreca #81 und #18 nur eine Runde. Bei den GTLM hat aktuell James Calado (#62 Risi Ferrari) die Führung inne. Mit ihm liegen nur noch der #912 Porsche, der #25 BMW und der #67 Ford in der selben Runde.

Noch komplett offen geht es in der GTD zu, wo die Top-8 in der Führungsrunde liegen und zwei weitere nur eine Runde dahinter um den Kurs fliegen. Hier führt aktuell Jeroen Bleekemolen (#33 Riley Mercedes) das Feld vor Matt Campbell (#73 Park Plac Porsche), Jack Hawksworth (#14 AVS Lexus), Daniel Morad (#29 Land Audi) und Toni Vilander (#63 Scuderia Corsa Ferrari) an.


Nach dem Restart geben sich Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) und Jordan Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) ein packendes Duell um die Gesamtführung.

Auch in der GTLM geht es zwischen James Calado (#62 Risi Ferrari) und  Augusto Farfus (#25 BMW) um die Führung heiß her. Die aktuellen Streckenbedingungen lassen solche Zweikämpfe dank einer etwas trockneren Linie nun wieder zu.

Kaum hat das Feld wieder sauber die Fahrt aufgenommen räumt Milos Pavlovic (#47 PPM Lamborghini) im Infield eine Werbetafel ab, die auf der Strecke liegen bleibt und so schon wieder eine Gelbphase ausgerufen werden muss. Nachdem die Werbetafel entfernt wurde gibt die Rennleitung die Box für die Prototypen frei. Danach dürfen dann auch die GT's zum Stopp hinein.


Mit nur noch 153 Minuten auf der Uhr gibt die Rennleitung das Feld wieder frei. Doch die Strecke ist mittlerweile wieder deutlich nasser geworden, sodass Fernando Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) mit dem führenden Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) nicht mithalten kann.

Im dichten Verkehr knallt dann direkt nach dem Restart Toni Vilander (#63 Scuderia Corsa Ferrari) bei der Anfahrt der Busstop-Schikane in das Heck von Dirk Werner (#540 Black Swan Porsche). Durch die Gischt der vorausfahrenden Wagen konnte er seinen Kontrahenten nicht sehen. Die Front des Ferrari's ist so kräftig eingedrückt, dass er Ausgangs der Schikane liegen und löst die mittlerweile 16. Gelbphase aus. Werner kann den Porsche noch an die Box schleppen, wo seine Crew den Wagen ins Paddock schiebt.




Die Rennleitung belässt es bei deiner Short Yellow und gibt 140 Minuten vor Ende das Feld erneut frei. Durch die Gelbphase konnte Alexander Rossi (#7 Penske Acura) auf die beiden führenden Cadillac's aufschließen, sodass es hier in der Endphase einen packenden Dreikampf geben dürfte.

Der Regen nimmt wieder deutlich zu, sodass die Raceline nicht mehr frei ist. Vor allem in Turn 1 und der Busstopp tun sich viele Piloten schwer und müssen über die Wiese oder in die Auslaufzonen. Auch der führende Felipe Nasr (#31 Whelen Cadillac) bewegt sich immer wieder neben der Strecke. Doch Alonso (#10 W. Taylor Cadillac) kommt nicht an ihm vorbei, denn auch er schwimmt immer wieder auf.

In Runde 590 zieht dann Alonso an Nasr vorbei als dieser in Turn 1 weit durch die Auslaufzone muss.


Auch in der GTD kommt es gleich mehrfach zum Führungswechsel. Zuerst dreht sich Daniel Morad (#29 Land Audi) in Turn 1 und Luca Stolz (#33 Riley Mercedes) übernimmt die Führung. Doch diesen trifft es dann in der Busstop und Vorjahressieger Christian Engelhart (#11 Grasser Lamborghini) geht an die Spitze.

Pünktlich zur 22-Stunden-Marke kommt es schon wieder zu einer Gelbphase als Sebastian Saavedra (#18 DragonSpeed Oreca) Ausgangs von Turn 6 im Reifenstapel landet.

Der Regen wird immer heftiger. Die Rennleitung sieht keine andere Möglichkeit und unterbricht das Rennen zum zweiten male mit der roten Flagge. Ob das Rennen noch einmal gestartet werden kann ist derzeit unklar. Leader Fernando Alonso erkundigt sich dann in der Boxengasse beim Safety-Car Fahrer, doch auch dieser kann ihm die Frage nicht beantworten.

Sollte das Rennen nicht mehr aufgenommen werden können, könnte es in der GTD trotzdem noch einmal zu einem Führungswechsel kommen. Offenbar hatte der führende #11 Lamborghini unter Gelb überholt. Die Rennleitung prüfte den Vorfall und belässt es bei "no further action".

Pech hatte hingegen Richard Westbrook (#67 Ford) der in der Gelbphase zu einem Emergency Stop an die Box ging und dadurch seine Führung einbüsste. Aktuell wird er mit 45,9 Sekunden Rückstand auf Platz drei hinter Augusto Farfus (#25 BMW) und James Calado (#62 Risi Ferrari) geführt.

Während die Rennleitung unter Hochdruck versucht noch einmal eine fahrbare Strecke zu bekommen und überall die Jetblower unterwegs sind um den schlimmsten Stellen Herr zu werden.

Um 14:00 Uhr Ortszeit will die Rennleitung dann verkünden wie es weiter geht. Doch kurz zuvor nimmt der Regen noch einmal zu, sodass sich die Entscheidung noch einmal im einige Minuten verschiebt. Möglicherweise wird man das Feld unter Gelb zur Zielflagge führen.

Keine 11 Minuten mehr auf der Uhr kommt dann die lang ersehnte Entscheidung der Rennleitung als auf Start/Ziel die karierte Flagge geschwenkt wird. Im offiziellen Statement erklärt man, dass es unter diesen Wetter-bedingungen nicht mehr möglich gewesen sei, dass Rennen noch einmal aufnehmen zu können.

Somit steht fest, dass Fernando Alonso im zweiten Anlauf sich auf der Liste der Daytona-Sieger eintragen darf. Neben Wayne Taylor Racing in der DPi holen sich DragonSpeed den Sieg in der LMP2, das BMW Team RLL in der GTLM und Grasser Racing mit dem Lamborghini in der GTD.

Für das Siegerteam Wayne Taylor Racing ist nach 2005 und 2017 erst der dritte Sieg in 16 Jahren.

Das in der LMP2 dominierende DragonSpeed Team hatte am Ende das Rennen nur dank des großen Vorsprungs auf den mittlerweile auf P2 nach vorne gespülten #38 Performance Tech Oreca gewonnen. Selbst der Crash vor der letzten Gelbphase und einem anschließend nötigen Boxenstopps änderte nichts mehr daran.

Für BMW war es ein Rennen voller Emotionen und widmet den Sieg dem am Donnerstag verstorbenen Charly Lamm. Farfus sagte im später Interview "Charly war für mich eine der wichtigsten Personen und hatte das Gefühl, dass er das ganze Rennen mit mir war".




Richard Westbrook ist hingegen extrem verärgert, dass so spät abgebrochen wurde und man so zum Emergency Stop gezwungen wurde. Immer wieder konnte man sich nach etlichen Zwischenfällen wieder in die Führungsgruppe zurück kämpfen. Aufgrund des Stopps bei geschlossener Boxengasse erhielt man am Ende sogar noch eine Zeitstrafe und landete daher nur auf Platz vier hinter dem #912 Porsche von Earl Bamber, Mathieu Jaminet und Lauren Vanthoor.

Der in der GT-Daytona erneut siegreiche #11 Grasser Lamborghini konnte selbst eine 3 1/2-minütige Strafe in der Anfangsphase nicht hindern wieder ins Spitzenfeld zurück zu finden - erbte den Sieg aber nur durch die chaotischen Bedingungen auf der Strecke, die die Siegesanwärter aufschwimmen lies.

Stefan Volk


 

* NACHRUF *

Nach dem chaotischen Regenrennen gab die IMSA am Donnerstag nach dem Rennen eine notwendige Korrektur des Endergebnisses bekannt.

Davon betroffen ist unter anderem das Montaplast by Land Motorsport Team, die den zweiten Platz nach Hause gefahren hatten. Gemeinsam mit dem 2017er Meisterteam #63 Scuderia Corsa wird man an das Ende der Klasse strafversetzt, weil Ricardo Feller und Toni Vilander die minimale Fahrzeit von 4:45 Stunden eingehalten hatten.

Feller saß nur insgesamt 3:46 Stunden auf dem Audi, während es bei Vilander nur deren 2:39 Stunden waren. Auch unter der Berücksichtigung der beiden Rotphasen wären die beiden nicht lange genug hinter dem Lenkrad gewesen. Land verliert somit seinen Podestplatz und wird nur noch auf dem 22. Platz geführt. Der WeatherTech Ferrari, der nach seinem Crash auf dem 34. Gesamtrang lag wird letzter.

Somit rücken die Teams entsprechend auf, sodass AIM Vasser Sullivan bei ihrer Rennpremiere mit dem #12 Lexus von Townsend Bell, Frank Montecalvo, Jeff Segal und Aaron Telitz nun Platz zwei erbten. Dank dem WRT Speedstar Team mit dem #88 Audi von Roman DeAngelis, Ian James, Kelvin van der Linde und Frederic Vervisch das nun auf Platz drei aufrückt verliert Audi in der Wertung "nur" einen Platz.

Stefan Volk


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