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1.000 Miles Sebring

2018/2019
FIA WEC
AMERICANSPORTSCAR.racing

Sebring International Raceway / Sebring / Florida / USA
13.03. - 16.03.2019
Teilnehmer

Test

Training

Rennen Bericht
 

Bericht von X (GT-Eins) und Stefan A. Volk
 
Bilder von X, X, X
und X
 
 

* VORWORT *

BILD X

34 Wagen - 7 LMP1, 7 LMP2, 11 GTE-Pro und 9 GTE-AM – sind für die 1000 Meilen von Sebring, die am kommenden Freitag erstmals in diesem Format stattfindende FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Runde in den USA gemeldet. Es ist die aktuell 6.te Runde der Superseason der Langstrecken-WM und das erste Mal seit der Premierensaison 2012 das die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft wieder nach Sebring zurückkehrt. Anders als vor 7 Jahren fährt man jedoch nicht gemeinsam mit der amerikanischen IMSA-Serie bei den traditionellen 12h sondern hält ein eigenes separates Rennen ab das mit 1000 Meilen (1600km) oder maximal 8h Dauer länger als die üblichen 6h-Läufe angesetzt ist.

In der LMP1-Klasse gibt es einige Umbesetzungen bei den Besatzungen: bei SMP Racing hat Brendon Hartley den Sitz von Jenson Button übernommen. Die ByKolles Racing-Mannschaft hatte schon im Vorfeld wegen eines anstehenden Motorenwechsels die Teilnahme an der amerikanischen Runde abgesagt. In der LMP2 starten alle 7 Stammteams (5 Oreca, ein Ligier und ein Dallara ), jedoch ist das malaiische Trio Jazeman Jaafar, Nabil Jeffri und Weiron Tan im Jackie Chan Racing Oreca #37 mittlerweile durch das Trio David Heinemeier Hansson, Will Stevens und Jordan King abgelöst worden. Im Larbre Competition Ligier startet wie berichtet der Amerikaner Gunnar Jeanette.

Mit Corvette Racing und dem Trio Jan Magnussen, Antonio Garcia und Mike Rockenfeller startet sogar ein Werksteam in der Werksauto-Klasse der GTE-Pro, wodurch diese Klasse mit 11 Wagen die am stärksten besetzte ist. Einige Teams haben einen dritten Fahrer mit an Bord genommen, so AF Corse mit Daniel Serra in der #51 und Miguel Molina in der #71, BMW mit Alexander Sims und Bruno Spengler. In der GTE-Am ist zur Zeit die Besatzung der #77 Dempsey-Proton-Porsches noch nicht komplett bestätigt, während der Rest des Feldes wohl konstant bleibt. Die deutsche Porsche Mannschaft muss noch den dritten Co-Piloten neben Julian Andlauer und Matt Campbell bekannt geben.

Bei den beiden Testtagen in den vergangenen Tagen domnierte Toyota erwartungsgemäß das Geschehen mit neuen Rekordzeiten. Die offizielle Rennaction beginnt am Mittwoch mit den freien Trainigs. Das Rennen startet am Freitag um 16 Uhr Ortszeit was etwa 21 Uhr unserer Zeit entsprechen sollte. GT-Eins ist mit einem Team vor Ort und wird von der amerikanischen Runde berichten.

 


 

* TRAINING *

 

An Bord einiger Wagen haben sich auf die Schnelle noch umbesetzungen ergeben. So pausieren an Bord des Clearwater-ferraris Mok Weng Sun und  Keita Sawa und werden in Florida durch Louis Perez-Companc und Matteo Cressoni ersetzt. Gianluca und Giorgio Roda kehren an Bord des #88 Dempsey-Proton-Porsches zurück. Darren Turner ist derweil als dritter Fahrer an Bord des #95 Werks-Aston berufen worden. Auf der #97 versuchen Alex Lynn und Maxime Martin das Rennen als Duo durchzuziehen.
 

Project 1 ist mittlerweile damit beschäftigt das neue Chassis für das Meeting herzurichten. Für die erste Session wird es wohl nicht reichen. Wie gemunkelt wird soll ein kleines, für den Vortrieb wesentliches Teil im Heck des Wagens Feuer gefangen haben.
 

Die WEC hat für das 1000 Meilen-Rennen eine extra angelegte Boxengasse Eingangs der Ullmann-Straight konstruiert bekommen. Diese ist nach amerikanischem Standard mit einer Betonmauer von den Zelten abgetrennt worden unter denen die Teamtechniik und die Tankanlagen untergebracht sind. Sollte ein Team jedoch mit seinen Wagen Probleme bekommen so wird man den Wagen hinter die mauer ins Paddock schieben müssen

Die erste WEC-Session findet am Mittwoch ab 3 Uhr nachmittags bei warmen Temperaturen statt. Die Session erlebt  ausgelöst von einer versehentlich geschalteten roten Flagge  - am Dempsey Proton-porsche wird nach einer wilden Offroad-Einlage der medizinische Notfallschalter  ausgelöst  - einen fast durchgehenden Rennbetrieb. Am Ende dominieren die beiden Toyota erwartungsgemäss das feld. Mit einer in der vorletzten Runde erzielten 1:41,957  - das ist schon mal fast 2s schneller als der bisherige Qualifying-Rekord von Marcel Fässler 2013 im Audi R18 (1:43,886) kann Kazuki Nakajima die Bestzeit  in der #8 für sich beanspruchen. Der Japaner jagt damit seinem Teamkollegen José Maria Lopez in der #7 die Bestzeit um nur 0.549s ab, die dieser  mit einer 1:42, 506 im Laufe der Session erzielt hatte.
 

Bester  der privaten LMP1 ist der #1 Rebellion R13 auf dem Mathias Beche eine 1:43,552 notieren lässt. Der zweite rebellion sowie die 3 BR1-Prototypen von SMP und Dragonspeed sortieren sich dahinter in der Zeitenliste ein.Renger van der Zande macht Getriebeprobleme im Dragonspeed-Auto für die mässigen Zeiten verantwortlich.

In der LMP2 gelingt Dallara-Pilot Nick de Vries eine Überraschung als er den gelben Racing Team Nederland LMP2 mit einer 1:47,835 an der Spitze der Zeitenliste vor den gesammelten Orecas plazieren kann. Der zweitplazierte Signatech-Alpine-Oreca  muss sich um 0.511s geschlagen geben. gefolgt vom TDS-Racing Oreca und den beiden Jackie Chan DC Racing Autos.

In der GTE-Pro gelingt Aston Martin mit dem von Maxime Martin pilotierten #97 Vantage GTE die Bestzeit mit einer 1:58,044, womit man   den #67 Ford von Andy Priaulx und Co um 0,312s schlagen kann. Knapp hinter dem Ford reihen sich die beiden Werks-Porsche als schnellste Wagen ein.
 

Die GTE-Am-Bestzeit geht auch an Aston, wofür Prdro Lamy in der #98 mit einer 2:00,043 verantwortlich zeichnet. Beide Dempsey-Proton Porsche  müssen sich hinter dem Aston einreihen.

Stefan Mücke sieht Sebring als eine spezielle Herausforderung an: "wir haben hier zwar viel getestet aber der Kurs ist mit seinen Bodenwellen und schnellen Kurven doch noch mal was ganz anderes als die Strecken auf denen die WEC normalerweise fährt." Wie es bei Ford nach der WEC-Saison weiter geht kann auch er uns noch nicht verraten: "Da ist leider noch nichts kommuniziert worden. Ford hatte ja nach dem Le Mans Sieg 2016 relativ schnell klar gemacht das man das Programm auf 4 jahre ausgelegt hat. Die sind nun rum. Ob die 7 Chassis die man gebaut hat nun teilweise an Privatiers angeboten werden, oder gar ein GT3-, DPi- oder Hypercar-Programm kommt ist noch komplett offen. Ich habe zwar noch ein GT-Masters-Programm bei Mücke Motorsport aber natürlich wäre mir eine Weiterbeschäftigung im Rahmen eines Werksprogramms lieber."

Matteo Cairoli, Pilot im #88 Dempsey-Proton-Porsche, macht auf einen weitere wichtige Eingenart der Strecke aufmerksam: dem sich rapide im Verlauf des Wochenendes ändernden Grip der Strecke: "Wir hatten in der ersten Session im vergleich zu den Testsessions in den letzten Tagen richtige Probleme die Abstimmung auf die Haftung anzupassen. Anscheinend haben die LMP3 der Prototype-Challenge hier einen ganz anders gearteten Abrieb hinterlassen mit dem unser Fahrwerk nicht klar kam. Jetzt haben wir wieder ein paar Änderungen im Setup gemacht die uns hoffentlich wieder die Zeiten von den Testsessions erlauben."

 

Cairoli ist ebenfalls ein Sebring-Debütant und hat sich am heimischen Computer auf die Strecke vorbereitet. "Ich habe mir die Strecke über Assetto Corse  beigebracht. Die Simulation ist grafikmässig eine der besten die es gibt und ideal geeignet um sich die Kurven und die Linien dafür einzuprägen. Zwar habe ich mich mit den Setup-Änderungen die im Spiel möglich sind noch nicht so viel beschäftigt, ich staune aber immer wieder inwieweit Details wie zum Beispiel die Übersetzungsverhältnissse vom Getriebe sich auch auf den realen Renn-porsche übertragen lassen."
 

Als nächster Schritt steht für den Italiener der Erwerb eines eigenen professionellen Simulators an den er mit der iRacing-Software nutzen will.

Nach Sonnenuntergang wird die zweite Session gestartet - hier steht nun eine 90 minütige Nachtsession an. Auch die Project 1-Mannschaft kann mit ihrem frisch renoviertem Porsche wieder am Geschehen teil nehmen.

 

Nach gerade mal 5 Minuten in der 2. Trainingssession wir diese auf Full Course Yellow geschaltet. Anthony Davisson ist mit dem Dragonspeed Oreca LMP2 ohne linkes Hinterrad in Turn 1 zum Stillstand gekommen - möglicherweise die Folge eines unsafe release des Teams. Jose Maria Lopez hat im #7 Toyota just eine 1:41,730 erzielt. Nach gerade mal 5 Minuten ist der Oreca geborgen worden und die Session geht unter grün weiter. 
 

Die Bestzeiten in der GTE-Am werden durch Matt Griffin im Clearwater Ferrari und Jörg Bergmeister im Project 1 Porsche unterboten. Doch wenig später kann sich bei rapide purzelnden Zeiten Giancarlo Fisichella im Spirit of Race Ferrari mit einer 1:59,407 an die Spitze setzen.
 

Neue Bestzeiten in der Session gelingen zudem Astonpilot Alex Lynn (1:57,792) und dem Jackie Chan DC-Racing Oreca mit der #38 (1:47,716)

Die Bestzeit in der zweiten freien Trainingssession holt sich am Ende Toyota mit der von Lopez am Anfang erzielten Zeit. Den beiden Toyota folgen die beiden SMP-Racing BR´s die mit 2 fast identischen 1:43,0´er Zeiten die beiden Rebellions schlagen können. Dragonspeed nimmt ernuet den abgeschlagenen letzten Platz bei den LMP1 ein.
 

In der LMP2 setzt sich die Jackie Chan Racing Truppe mit der #38 vor dem Signatech-Alpine-Oreca und dem TDS-Oreca durch.
 

In der GTE-Pro kann sich Aston mit der #97 erneut vor den beiden Werks-Ford, dem schnellsten Ferrari (#51) und dem zweiten Aston Vantage GTE behaupten.   
 

lediglich in der GTE-Am tut sich noch mal später in der Session was. Ben Barker erzielt mit dem Gulf Racing Porsche eine 1:59,327 und distanziert damit den Spirit of Race Ferrari um  8 Hunderstel.  Dempsey-protons #88 Porsche belegt dahinter Rang 3 vor dem Clearwater-Ferrari.

Im Porsche Team tritt Richard Lietz nicht zum ersten mal auf der Strecke an: "Es ist durchaus üblich das die Rundenzeiten hier in Sebring aufgrund der Streckenverhältnisse um 2s differieren können und du weisst nicht warum. Es ist halt keine Retortenstrecke. Wind, Temperatur, Sonneeneinstrahlung, Asphaltsorte - alles spielt hier rein. Dazu kommen die Bodenwellen und schlaglöcher. Streng genommen ist die Strecke kaputt, aber das macht sie ja so herausfordernd!"
 

Eine spezielle Herausforderung sieht Lietz auch auf das Rennen zukommen. "Es wird darum gehen das Rennen irgendwie zu überleben. Es wird von den Piloten die noch nicht mit der Strecke vertraut sind jede menge Zwischenfälle geben. Hinzu kommt das der Grossteil des Renenns in der Nacht stattfindet. Wir haben unser Setup daher für die Nacht ausgerichtet und werden die heissen Phasen am Tag bis zum Sonnenuntergang daher irgendwie überstehen müssen."
 

Lietz könnte für seinen persönlichen Geschmack ein  wenig mehr Wettbewerb gebrauchen, und das macht er nicht nur an der Zahl der Konkurrenten fest: "Es gibt im Moment die Tendenz alle störenden Einflüsse zum Rennverlauf seitens der Organisatoren zu eliminieren. Du kannst dir so keine taktischen Vorteile mehr erarbeiten. Würden wir zum Beispiel nicht mehr gleichzeitig tanken und Reifenwechseln so würde das den Wettbewerb der Mechaniker noch mal fördern. Oder würden wir wieder 1000km statt 4 oder 6h-Rennen fahren dann würde das die Renndauer und damit die Längen der Tankstopps noch mal durcheinander würfeln. Es fehlt das Element des Unvorhergesehenen das die Rennen im Endeffekt spannender macht und die Teams belohnt die mit dem Überaschungsmoment am Besten umgehen würden."

Nicky Thiim erzählt uns das die Reifen in dieser Saison die Archillesferse des Aston sind. "Wir mussten uns vor der Saison auf eine Reifenspezifikation festlegen, mit der wir rückblickend bei den Slicks daneben gegriffen haben weil der Wagen noch zu neu war. Deswegen sind wir im Trockenen, wo jeder Hersteller seine eigenen konstruktionen und Mischungen von Michelin bekommt, gegenüber den Konkurrenten im Nachteil. Im Nassen hat Michelin dagegen für alle Wagen die gleiche Mischung und Konstruktion parat, daher gibt es dort den Unterschied nicht so markant und daher haben wir bei den regenrennen in Fuji und Shanghai auch so gut ausgesehen. Hier wird es nun trocken bleiben, von daher erwarte ich ein hartes Rennen für uns. Zumindest wissen wir nun das wir in der nächsten Saison hier einen grossen Schritt machen können."
 

Wie der Däne uns erzählt hätte er gerne ein Engagement im GT-masters-Programm in diesem Jahr bekommen. "Aber ein Kollege von mir hat Druck gemacht damit er den Job bekommt. Schade denn in der Serie wäre ich gerne wieder gefahren."

In der dritten Session gibt Toyota erneut den Ton an. Mit einer 1:41,448 erzeilt Jose Maria Lopez erneut eine Zeit die 0,6s schneller als die schnellste Runde von Fernando Aloso ist, der seinen annähernd gleich schnellen Teamkollegen Kazuki Nakajima leicht unterbietet. Mathias Beche  im #1 Rebellion ist mit einer 1:44,855 über 2 1/2s langsamer als die Toyotas. Einzig bei Dragonspeed kann mit einer von Ben Hanley erzielten 1:45,49 als schnellste Zeit ein erster Lichtblick verzeichnet werden.
 

Die Session muss nach 33 Minuten kurz unterbrochen werden als Paul Dalla Lana seinen Aston in die Reifenstapel der Sunset Corner ablegt. Nachdem diese hergerichtet sind und der Aston mit einigem zerschredderten Bodywork in seine Box eingelaufen ist geht es wieder weiter. In der LMP2 kann erneut Nick de Vries mit schnellen Zeiten auf dem Racing Team Nederland Dallara glänzen. Eine 1:49,028 ist im Schnittt 3s schneller als Wagenbesitzer Frits van Eerd und zumindest 0,33s schneller als Anthony Davidson im # 31 Dragonspeed LMP2.

Im Ford GT 67 holt sich Andy Priaulx mit einer 1:57,730 die Bestzeit vor Ferrari-Pilot pierguid der eine 1:58,365 notieren lässt. Richard Lietz auf dem #91 Porsche muss sich genau so wie die beiden BMW dahinter einreihen.
 

In der GTE-Am lässt Matt Campbell mit einer 1:58,554 die schnellste Zeit notieren. 


 

* QUALIFYING *

 

Gegen 21.30 Uhr Ortszeit beginnt das Qualifying der WEC in Sebring - das Prozedere ist wie gehabt: Zuerst beginnen die GTE dann kommen etwas später die LMP an die Reihe.
 

Die ersten Piloten legen eine schnelle fliegende Runde aufs Parkett. 10 Minuten hat jeder Pilot was theoretisch auch in Sebring für 2 fliegende runden plus Out- und Inlap reicht. In der GTE-Pro legen Alex Lynn (#97 Aston), Michael Christensen (#92 Porsche und Augusto Farfus (#82 BMW) die ersten schnellen Zeiten vor. In der GTE-Am sind es Pedro Lamy (#98 Aston), Giancarlo Fisicella (#54 Ferrari) und Jörg Bergmeister (#56 Project1-Porsche)  

Dann steigen die zweiten Piloten nach etwa 10 Minuten ein. Harry Ticknell (#67 Ford), Antonio Da Costa (#82 BMW) und Nicki Thiim im #95 Aston werden nun als schnellste geführt.
 

Doch der Rest bekommt keine Gelegenheit mehr auf eine Verbesserung: Luis Perez Companc schlägt mit dem Clearwater Racing Ferrari beim Anbremsen der Hairpin kurz nach der Fussgängerbrücke in die Leitplanken ein und zerstört sich dabei nachhaltig die Front. Knapp 8 Minuten vor dem Ende der Session wird somit eine rote Flagge rausgehangen.  

Nach 14-minütiger Unterbrechung wird die Session fortgesetzt. Der #67 Ford kann seine Spitzenposition einige Zeit behaupten. Doch dann setzt Antonio Garcia in der Corvette eine bestzeit und stellt damit den V8-Boliden auf die Pole. Eine Minute später wird die Corvette vom Porsche #912 von Kevin Estre geschlagen. Die Porsche waren extra ein wenig später in die Session gestartet und hatten sich aufgrund der roten Flagge die Reifen entsprechend aufgespart - das wird nun mit der Pole-Position für das morgige Rennen belohnt. Dahinter ziehen auch noch beide Ford und der #82 BMW an der Corvette vorbei, in der Garcia noch mal die schnellste Runde der Session markiert und sich somit Startplatz 5 sichert.
 

In der GTE-Am holen sich der #77 Dempsey-Proton-Porsche, der Team Project1 Porsche und der  #98 Aston die besten Zeiten. 3 Piloten werden die schnellsten Zeiten am Ende gestrichen. Der Grund ist das diese Teams bei Abbruch mit der roten Flagge zu langsam das tempo rausgenommen haben. Spirit of Race-Pilot Thomas Flohr, MR-Racing-Pilot Ishikawa und Gulf Racing Pilot Wainwright verlieren dadurch ihre schnellsten Zeiten. Da Wainwright nur eine Zeit zu Buche stehen hat rutscht der Porsche an das Ende des Feldes.

Dann beginnt die LMP-Session. Auch die Toyotas starten erst relativ spät in die Session und überlassen den Rebellion-Wagen erst mal das Feld. Mit eine 1:40,124 schlägt dann Fernando Alonso nach 7 Minuten erstmals zu, Mike Convay bleibt auf seiner ersten fliegenden Runde 0,9s hinter dem Spanier zurück. Dahinter folgen die Rebellion-Wagen #3 (Laurent) und #1 (Beche).
 

Bester LMP2-Pilot im ersten Abschnitt ist Stephane Richelmi im #38 Jackie Chan-Oreca vor seinem neuen Teamkollegen Will Stevens in der #37.

Eine Offroad-Einlage von Lopez im #7 Toyota ausgangs Tower Corner vehagelt dem Argentinier einen Angriff auf die Pole. Die holen sich stattdessen Alonso und Kazuki Nakajima mit einer Durchschnitszeit von 1:40,318.  In letzter Sekunde holt sich Lopez noch Startplatz 2 wobei er auch hinter der Zeit von Nakajima in der #8 zurückbleibt. 

Startplatz 3 bei den LMP3 sichert sich der #17 SMP-Racing BR1 der beide Rebellions hinter sich halten kann.
 

In der LMP2 holen sich die beiden Jackie Chan DC-Wagen die Bestzeiten, vor dem erstaunlich schnellen Larbre Competition Ligier und dem TDS-Racing Oreca. 

Nach der Session werden beim Racing Team Nederland sowohl Nick de Vries als auch Frits van Eerds Zeiten wegen einer Aufhängungsschaden-bedingten Fehlfunktion des Speed-Limiters gestrichen, womit der gelbe Dallara an das Ende des Feldes rutscht. Auch Stephane Sarrazin muss seine schnellste Zeit streichen an Bord des SMP BR1 #17 streichen lassen, was den Rebellion #3 auf Platz 3 vorrücken lässt.

 


 

* RENNEN *

 

Just eine Stunde vor Rennbeginn setzt leichter Regen aus einer immer dichter werdenden Wolkendecke ein. BMW-Pilot Martin Tomczyk ist dennoch zuversichtlich:"Wir haben hier lange gestestet und viele Daten mit dem IMSA-Einsatzteam von RLL ausgetauscht, die schon sehr viele Details zu den Federraten und Setup-Feineinstellungen verraten konnten. Die selben Vorteile haben hier die Teams von Ford, Porsche und ganz besonders von Corvette, wo sich die selben Leute um die WEC und IMSA-Einsätze kümmern."
 

Tomczyks Argument erklärt auch warum Ferrari sich hier schwer tut. Die Italiener haben sogar in der Vorbereitung ihr eiziges amerikanisches Kundenteam verprellt, indem man Risi keine Werksfahrer für den Einsatz bei den 12h abstellen wollte.  Das erklärt warum die Ferrari sich nur auf den Plätzen 6 und 9 wiederfinden. Schlechter sind nur noch die Aston Martin aufgestellt, bei denen wie erläutert die Reifenproblematik in dieser Saison der limitierende Faktor ist. Immerhin kommt Aston nun der Regen zu pass.
 

33 Mannschaften machen sich für den Start bereit. Bei Clearwater hat man nach dem Crash im Qualifying in der Nacht eingepackt. Die malaiische Mannschaft wird wohlmöglich nicht das einzige Opfer der  Rüttelpiste in Florida bleiben...

Das Racing Team Nederland startet von der letzten Startposition.

Die Aston-Mannschaft um Paul Dalla Lana macht hingegen weiter. "Der Schaden aus dem Trainingsunfall war nicht so gross" erklärt uns Matthias Lauda.

Auch Jörg Bergmeister - bei den amerikanischen Fans einer der gefragtesten Piloten bei der Autogramm-Session - kann wieder nach dem Barbecue am Sonntag lächeln. "Wir haben unsere eigentlich für die ELMS vorgesehenes Chassis nun etwas früher von Porsche bekommen. Das bekommt dann hier seine ersten Einsatzkilometer. Das andere Chassis konnten wir nach dem Brand abschreiben."

5min vor 16 Uhr  setzt sich bei mittlerweile strahlendem Sonennschein das Feld in Bewegung. Nach 1 1/2  Aufwärmrunden startet man auf der traditionellen Startlinie. 268 Runden liegen vor dem Feld.

In der #8 übernimmt Buemi die Führung. Nach einer Runde tauschen die beiden Jackie-Chan-Orecas die Spitzenpositionen in der LMP2 aus - nun führt Will Stevens im #37 Oreca. Nick de Vries im #29 Dallara arbeitet sich schon durch das GTE-Pro Feld durch. In Runde 4 geht auch Signatech-Pilot Lapierre am #38 Jackie Chan Oreca von Ho Pin Tung in Kurve 1 vorbei.   
 

In Runde 6 steht der zuvor auf P5 geführte #1 Rebellion-R13 an der Box. Im Heck des Wagens wird am Getriebe gearbeitet. Mit einem Rückstand von 5 Runden wird man sich wieder ins Rennen auf machen.
 

Corvette-Pilot Antonio Garcis hat sich in Runde 8 an Rang 4 in der GTE-Pro vorgearbeitet. Die beiden Toyota überrunden nun das GTE-Pro-Feld und leisten sich dabei auch Offroad-Einlagen. In der GTE-Am führt Project1-Pilot Egidio Perfetti das Rennen an.

In der GTE-Pro kämpft sich um P10 der Aston von Alex Lynn am Ferrari von Rigon vorbei - beide Ferrari liegen nun auf den letzten Plätzen. In der GTE-Am tauschen die beiden Dempsey-Proton-Porsche auf den Plätzen 3 und 4 die Positionen - Giorgio Roda liegt nun vor Christian Ried. In der klasse führt der Project1-Porsche von Egidio Perfetti.
 

Vorne hat Lopez schon einen Vorsprung von 3,2s auf Lopez im #7 Toyota herausfahren können. Der Dragonspeed-Oreca ist das 2. Fahrzeug das zu einem ungeplanten Stop an die Box kommt und dort über eine Runde verliert. . Als nächster kommt der #38 Jackie Chan Oreca rein, der deutlich mehr Zeit verliert und erst nach 6 Runden wieder zurück ins Rennen kommt.
 

In Runde 19 kommt der #7 Toyota in die Box und wird nach einem Tankstopp wieder auf die Strecke geschickt. Dragonspeed stoppt ebenfalls und wechselt von Ben Hanley auf Hendrick Hedman.

in Runde 20 ist der #8 Toyota zum Kurzservice dran. Sarrazin im SMP-BR1 hat nun die Führung inne. Doch beide SMP stoppen nach 21 Runden. .
 

In der GTE-Pro hat Garcia wohl seine Reifen überansprucht und wird nun sogar von den Ferraris aufgeschnupft.
 

Der #38 Oreca kommt erneut zum mittlerweile dritten Mal mit Problemen beim Herunterschalten in die Box. Front und Heckabdeckung werden abgenommen.  Vorne baut der #8 Toyota seine Führung auf 10s aus. In der LMP2 führt nun der #37 Jackie Chan Oreca 15 s vor dem #36 Alpine dem der dallara von Nick de Vries im Heck hängt.
 

In Runde 30 übernimmt der #82 BMW von Augusto Farfus die Spitze in der GTE-Pro auf der ullman Straight vom #92 Porsche von Kevin Estré. Giorgio Roda lässt derweil in der Gendebien-Bend einen Dreher notieren.  Nach 55 Rennminuten kommen die GTE-Pro zum ersten Mal an die Box. Beide Ford, der #81 BMW und der #91 Porsche stoppen als erste. Eine Runde später kommen Farfus und Estre rein. Beim #66 Ford muss die Lichtmaschine gewechselt werden - das kostet 9 Runden!

Nachdem auch in der GTE die erste Runde der Boxenstopps abgeschlossen worden ist führt dort der #67 Ford von Priaulx 4s vor dem nun von Bruno Spengler pilotierten BMW #82 und dem #92 Porsche von Michael Christensen, dem der zweite Ford und der zweite BMW im Nacken hängen. Die GTE-Am-Führung hat immer noch der Project1-Porsche inne.
 

Der Sonnenschein ist mittlerweile einem bewölkten Himmel gewichen. Der jackie Chan oreca #38 steht mittlerweile in der Zelt-Garage und hat dort einen längeren Service vor sich.
 

Der fünftplazierte SMP-Pilot Vitaly Petrov ist mit einem Reifenschaden hinten rechts auf dem Kurs unterwegs. Dem Russen war beim Anbremsen der Hairpin der Reifen geplatzt. Vorsichtig versucht er den SMP mit der #11 wieder an die Box zurück zu bringen. Insgesamt kostet der Reifenschaden der russischen Truppe 3 Runden.
 

In den Toyota #8 steigt nun nach einem 23 Runden-Stint  Fernando Alonso ein. Nach der gleichen Distanz wechselt das Steuer an Bord der #7 an Kazumi Kobayashi.
 

10s hinter dem in der GTE-Pro führenden Ford von Priaulx hat sich eine Kampfgruppe aus 6 Wagen gebildet in der der #82 BMW, der #92 Porsche, der #66 Ford, der #81 BMW, die Corvette und der #91 Porsche um Platz 2 kämpfen.
 

In der GTE-Am liegen mittlerweile die 3 Porsche von Project1 und Dempsey-Proton vor dem Aston und dem Spirit of Race Ferrari.
 

Während um Sebring herum einige Regenschauer niedergehen bleibt die Strecke trotz drohender Wolken bislang vom Niederschlag verschont.

Mit 28 Runden Rückstand auf die LMP2-Spitze ist der #38 Jackie Chan Oreca wieder unterwegs.
 

Nach 110 Minuten beginnt es kurz vor der 2. Runde der GTE-Boxenstopps an einigen Stellen im Nordbereich der Strecke zu tröpfeln.
 

In Runde 62 fliegt der drittplazierte SMP-Racing BR1 von Egor Oroudzhev in Turn 1 vehement in die Reifenstapel ab. Nachdem sich die Staubwolke gelegt hat steigt der russische Pilot frustriert aus dem zerstörten LMP1 aus. Sofort wird eine Full Course Yellow geschaltet.
 

Alle GTE und LMP kommen nun unter Gelb und der 80km/h-Regel in die Box um neue Reifen auszufasssen - für das Gros des Feldes sind das jetzt noch Slicks. In Runde 65 wird zudem das Safetycar auf die Strecke geschickt. um das Feld wieder einzusammeln.

In Runde 70  geht das Rennen wieder unter grün weiter wir verzeichnen nach nun 135  Rennminuten den folgenden Stand an der Spitze:

Der Regen ist nun weitestgehend an der Strecke vorbeigezogen. In der GTE-Am kämpfen mittlerweile die Profis gegeneinander. Jörg bergmeister führt hier vor Giancarlo Fisicella, Matt Campbell und Pedro Lamy - alle jeweils im Sekundenabstand! Im Racing Team Nederland Dallara ist Frits van Eerd auf Rang 3 in der LMP2 unterwegs, verliert aber dabei bis zu 5s pro Runde auf die vor ihm fahrenden André Negrao (Signatech) und Will Stevens im #37 Jackie Chan Wagen.
 

In der GTE-Pro haben sich mittlerweile die Prognosen der BMW-Piloten bestätigt. "Wir haben einen sehr ausgeglichen ausbalancierten Wagen. Nicht den schnellsten aber gut über einen Longrun" hatte uns Philipp Eng vor dem Rennen verraten. Beide BMW liegen auf Rang 2 und 3 und folgen dem führenden Ford von Jonathan Bormarito.
 

In seiner 75 Runde wird Jörg Bergmeister von Ferrari-Pilot Fisicella in Turn 1 umgedreht und in die Reifenstapel geschickt. Der Unfall geht auf die Kappe des Italieners. Bergmeister kann allerdings weiter fahren, da der Einschlag relativ glimpflich verlief.   
 

Im #31 Dragonspeed LMP2 streift sich Pastor Maldonado in Rennrunde 89 seinen Heckflügel an den Reifenstapeln der Sunset Bend (Turn 17)  ab. Um die Carbonsplitter zu bergen wird eine Full Course Yellow verhangen. Der sechstplazierte LMP2 muss erneut in die Box kommen um sich ein neues Heck abzuholen.
 

Genau zur 3h-Marke wir das Rennen wieder freigegeben. Wir verzeichnen in der GTE-Klasse kurz darauf den folgenden Zwischenstand:

Der Spirit of Race Ferrari bekommt eine Stop & Go-Strafe wegen des Unfalls mit Bergmeisters Project 1 Ferrari verhangen.
 

An der Spitze haben die beiden Toyota nach 3 1/2h sich schon 3 Runden Vorsprung auf den drittplazierten Rebbellion R13 von Thomas Laurent heraus gefahren. Zwischen den beiden Toyota liegen weniger als 10s. Laurent hat seinerseits 44s Vorsprung vor Brendon Hartley im SMP Racing BR1. Der Dragonspeed BR1 liegt auf Gesamtplatz 5 3 weitere Runden dahinter. 

In der LMP2 hat sich an der Spitze keine weitere Änderung ergeben. Allerdings muss der führende heinemeir Hansson in der #37 beim nächsten Stop 5s länger stehen bleiben weil Teamkollege Will Stevens nicht schnell genug auf Full Course Yellow Geschwindigkeit abgebremst hat.

Dafür hat BMW-Pilot Da Costa in der #82 3 Plätze verloren, weil man auf den M8 versucht Doppelstints mit den Reifen zu fahren.  Und in der GTE-Am führt nun Paul Dalla Lana.

 

Mittlerweile wird es dunkel über der Strecke, allerdings lassen die Wolken keine klassische Sonnenuntergangsbilder auf der Start-Zielgerade zu.

10 Minuten vor der Rennhalbzeit stehen die vierten Boxenstopps des GTE-Feldes an. Als erstes stoppt der #66 Ford der in der ersten Rennstunde bereits zurück gefallen ist. In Rennrunde 124 kommt das auf seiner 109.ten Runde liegende GTE-Pro-Feld nach einem 30 Runden-Stint fast geschlossen an die Box.  Einzig der #91 Porsche von Bruniund der #71 Ferrari von Miguel Molina können einen 31 Runden-Stint komplettieren und kommen somit eine Runde später rein.  Der #97 Aston von Alex Lynns chafft sogar einen 33-Runden Stint!

Die Rennhalbzeit ist um - wir verzeichnen den folgenden Stand an der Spitze:

Damit dürfte klar sein das das Rennen nach 8h statt nach 1000 Meilen abgewunken wird - für nächstes Jahr sollte man den Start vielleicht um eine halbe Stunde vorverlegen...
 

Der #95 Aston von Darren Turner wird in der Collier Curve (Turn 11) von Kevin Estre im #92 Porsche  umgedreht . Bei Toyota steht der 6.te Boxenstopp der #7 an. Mike Conway übergibt an José Maria Lopez. Im Schwesterauto steigt eine Runde später Sebastian Buemi für Kazuki Nakajima ein.
 

Im weit zurückliegenden #38 JCDC-Oreca kann Ho Pin Tung beim Fahrerwechsel die Tür nicht von innen öffnen. Das ruft Renndirektor Eduardo Freitas auf den Plan. der die Crew zur Reparatur verdonnert.
 

In der LMP2 verliert Frits van Eerd Rang 3 an den TDS-Oreca von Loic Duval. Rebellion-Pilot Mathias Beche dreht sich in Rennrunde 144 in der Cunningham Corner und wird beim Versuch auf die Strecke zurück zu kehren fast von einigen Konkurrenten gerammt.
 

Dragonspeed verliert bei einem längeren Stop 4 Runden. Kevin Estre muss deweil die Stop & Go-Strafe wegen des Kontakts mit dem Aston antreten.
 

In der 145´ten Runde kommt Lopez mit dem #7 Toyota ausserfahrplanmässig an die Box. Das Heck wird abgenommen und am Wagen wird gearbeitet. Nach 4 Minuten macht sich Lopez wieder auf den Weg.
 

Mathias Beche bleibt beim Anbremsen der Tower Curve am #54 Spirit of Race Ferrari hängen und und fligt nach einem Dreher mit der #1 im glücklicherweise spitzen Winkel rücklings in die Betonmauern ab. Er kann zwar danach weiter fahren, kommt jedoch sofort danach in die Box von wo aus der R13 dann ins Zelt geschoben wird. 
 

Der führende Sebastian Buemi im Toyota wird vom Dragonspeed-LMP1 in das Gras abgedrängt kann aber auf die Strecke zurück kehren. Wenig später erleidet der viertplazierte SMP Racing BR von Vitaly Petrov einen Dreher in Turn 1 kann aber weiter fahren.
 

Erneut steht der Dragonspeed-LMP1 von Renger van der Zande in der Boxengasse. Erneut wird die Motorhaube abgenommen. Gleichzeitig beginnt die 5. Runde der Boxenstopps für die GTE-Wagen. Die #63 Corvette verliert unterdessen ihre beleuchtete Startnummer. Darunter kommt der Aufkleber der #4 Corvette in der IMSA-Serie zutage.
 

 

Die  längsten GTE-Pro-Stints absolvieren dieses Mal beide Aston und der #91 Porsche mit jeweils 31 Runden Als die 5. Runde der Boxenstopps beendet ist verzeichnen wir nach 5h und 20min also 160 Minuten vor dem Rennende folgenden Stand bei den GT:

Project1-Pilot Egidio Perfetti kann seinen 2.Rang gegen Johnny Adam im TF-Sport-Aston verteidigen, der schlisslich in die Box abbiegen muss . 
 

Rebellion hat den #1 Wagen als Ausfall mittlerweile abgestellt. Neel Jani ist weniger beeindruckt von der Leistung seines Teamkollegen Beche. "Wenn ich 8 Runden zurückliege dann muss ich nicht unbedingt solch ein Risiko beim Überrunden eingehen." 
 

Dragonspeed hat seinen Wagen ebenfalls zurückgezogen. Elektrisch bedingte Schaltungsprobleme die das Team am Kabelbaum des Boliden vermutet können auf die schnelle nicht mehr behoben werden.
 

Richard Lietz ist im #92 Porsche guter Dinge. "Es liegt nur zu viel Dreck auf der Strecke und ein paar zu viele Chaoten fahren da rum - aber sonst passt alles!"

Da Pedro Lamy beim Überrundet-werden nach dem Geschmack des Renndirektors zu viele blaue Flaggen ignoriert hat, werden dem Aston beim nächsten Boxenstop 5s aufgedrückt.
 

Gianmaria Bruni verkleinert im #92 Porsche an der Spitze den Abstand auf den führenden Ford. just als er den #67 Ford eingeholt hat biegt dieser in die Box ab.
 

Um 22 Uhr geht ein Feuerwerk über der Strecke hoch - Gerüchteweise hat die FIA hier die Raketen für das IMSA-Rennen das morgen um die Zeit enden soll klammheimlich für die eigene Show missbraucht.

6 Stunden  - ein normales WEC-Rennen - sind jetzt um an der Spitze führt der #8 Toyota 2 Runden vor der #7, 9 Runden vor dem #3 Rebellion und 10 Runden vor dem #11 SMP-BR.
 

Die LMP2 führt weiter der #37 Oreca vor der #36 Alpine und dem #28 TDS-oreca an.
 

Einzig die GT-Klassen tragen zur Rennaction etwas bei. 110 Minuten vor dem Ende hat BMW mit der #81 die Führung inne, verfolgt vom 10s dahinter liegenden Richard Lietz.
 

In der GTE-Am führt nun wieder das Team Project 1 in dem Egidio Perfetti, der sich als schneller Bronce-Pilot immer mehr zur Geheimwaffe seiner Mannschaft entwickelt, mittlerweile an Silber-Pilot Patrick Lindsay abgegeben hat.   julian Andlauer im #77 dempsey-Proton Porsche liegt 85 Minuten vor dem Rennende 8s hinter dem führenden Amerikaner. 
 

SMP wechselt am #11 Wagen zum widerholtesten Mal die Fronthaube, schickt den Wagen aber danach umgehend wieder ins Rennen. 

Nach einem erneuten 23 Runden-Stint wechselt Mike Conway seinen Kollegen Kamui Kobayashi an Bord des #7 Toyotas ab. Auf dem Schwesterauto tut derzeit Fernando Alonso Dienst.
 

Alexander Sims stoppt nun als Führender in der GTE-Pro und BMW wechselt auf Nicky Catsburg. Man lässt die #81 tanken und neue Reifen aufziehen. BMW rechnet sich Chancen auf ein Podiumsfinish aus, kann aber nicht mehr gewinnen da Porsche und Ford kürzere Tankstopps realisieren werden.
 

Eine Stunde vor dem Rennende verzeichnen wir folgenden Stand an der Spitze des Feldes:

Just 55 Minuten vor dem Ende kommt der in der GTE-Pro Führende Richard Lietz an die Box und übergibt den #91 Porsche an Gianmaria Bruni. Der liegt nun 12s hinter dem wieder führenden #81 BMW von Alexander Sims, für den das Benzin so gerade eben nicht reichen würde. Andy Priaulx im #67 Ford GT liegt weitere 7s hinter dem porsche. Diese 3 werden den Kampf ums podium unter sich ausmachen.
 

Am #3 Rebellion wird wieder im Heck geschraubt. SMP bereitet derzeit eine weitere Fronthaube für den auf Gesamtrang 3 liegenden BR1 von Pilot Mikhaeil Aleshin vor.
 

Als der in der GTE-Am zwischenzeitlich führende Julian Andlauer die Box ansteuert entscheidet sich auch der Kampf um die Führung in der Amateurklasse. Das Proton Team kann Matt Campbell mit einem kurzen Tankstopp als Führenden zurück auf die Strecke schicken. Der Porsche-Pilot hat 33 Minuten vor dem Ende 10s Vorsprung auf Ferrari-Pilot Fisicella und weitere 12s Vorsprung auf Jörg Bergmeister im Project1-Porsche.
 

Eine halbe Stunde vor dem Rennende fängt es wieder an zu tröpfeln. Die Rennleitung erklärt die Strecke zum "Wet-Track" obwohl die Strecke absolut trocken ist. 

Der in der GTE-Am-Klasse 5.plazierte TF Sport Aston verliert seinen Heck-Diffusor. Johnny Adam kommt allerdings nicht an die Box.
 

22 Minuten vor dem Rennende wird der Regen stärker. Erste Wagen holen sich Regenreifen ab, so beide Toyotas, der jackie Chan Oreca und weitere. Der larbre Competiotoin Ligier rutscht in der Hairpin aus und kommt an de Box. Mittlerweile geht ein Wolkenbruch nieder.
 

Der in der GTE-pro führende Nicky catsburg kommt in Rennrunde 247 an die Box und muss Regenreifen aufziehen und kurz Nachtanken. Der Porsche von Bruni holt sich auch regenreifen ab, wird aber etwas schneller abgefertigt 1,8s vor catsburg kommt er wieder auf die Strecke.
 

Toyota geht auf Nummer Sicher und wechselt von normalen Regenreifen auf die "Monsuun"-Ausführung für schwere Regenschauer. 

Matt Campbell rutscht in Turn 10 von der Strecke auch der führende Nakajima rutscht kurz von der Strecke.
 

13 Minuten vor dem Ende rutscht der viertplazierte LMP2 der TDS-Oreca von Loic Duval in die Reifenstapel des Tower-Turn. Die Rennleitung schickt das Safetycar auf die Strecke. Hinter dem SC rutscht der in der LMP2 führende Will Stevens noch mal kurz von der Strecke.
 

Das Rennen wird unter dem SC zu Ende gehen.  Dieses wird in der letzten Kurve in die Boxengasse hineingezogen um dem Feld beim Zielfoto nicht im Wege zu stehen.
 

Fernando Alonso, Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima gewinnen damit die ersten 100 Meilen von Sebring, die allerdings nach 253 statt der geplanten 268 Runden zu Ende gehen. Mike Conway, Jose Maria Lopez und Kamui Kobayashi werden eine Riunde dahinter zweite vor dem 10 Runde zurück liegenden SMP Racing BR1 von Brendon Hartley, Mikhaeil Aleshin und Vitaly Petrov.

In der LMP2 gewinnen Will Stevens, Jordan King und David Heinemeier-Hansson ihr erstes gemeinsames Rennen auf dem #37 Jackie Chan Oreca. Zweite werden die Signatech-Piloten Nicolas Lapierre, Pierre Thiriet und André Negrao vor dem #31 Dragonspeed Oreca von  Pastor Maldonado, Anthony Davidson und Roberto Gonzales.
 

In der GTE-Pro gibt es das knappste Ergebnis: Die Porschepiloten Gianmaria Bruni und Richard Lietz queren eine halbe Sekunde vor den BMW-Piloten Martin Tomczyk, Alexander Sims und Nicky Catsburg. Platz 3 geht an den Ford GT #67 von Priaulx/TicknellBormarito. GTE-Am gewinnnt das Dempsey-Proton Trio Christian Ried, Matt Campbell und Julian Andlauer vor dem Spirit of Race Ferrari von Thomas Flohr, Francesco Castelacci und Giancarlo Fisicella. Mit dem dritten Platz bauen die Project1 Piloten Jörg Bergmeister, Patrick Lindsay und Egidio Perfetti ihre Tabellenführung weiter aus und belohnen sich und ihre Mechaniker damit für die seit dem letzten Sonntag unfreiwillig eingeschobenen Sonderschichten.  

 

 

 

 


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